Timy Schütte: „Mit Platz vier können wir durchaus leben“

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Timy Schütte.

HERBERN - Mit 34 Punkten liegt die Reserve des SV Herbern vor dem Einstieg in die zweite Serie der Fußball-Kreisliga A (LH) auf dem vierten Rang – sieben Punkte hinter Spitzenreiter Olfen, aber nur zwei hinter Eintracht Werne und SV Stockum.

Vor dem ersten Spiel am Sonntag gegen den Tabellen-Vorletzten SuS Olfen II sprach WA-Mitarbeiter Niklas Lohmann mit Trainer Timy Schütte.

Die dreimonatige Winterpause neigt sich dem Ende entgegen. Wie groß ist die Vorfreude auf die Rückrunde?

Schütte: Die Spieler und auch die Trainer freuen sich natürlich, dass es jetzt endlich wieder losgeht. Die Vorbereitungszeit gehört beim Fußball dazu, doch am meisten Spaß machen die Meisterschaftsspiele, in denen es um Punkte geht.

Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der Vorbereitung?

Schütte: Unsere Vorbereitung ist sehr durchwachsen verlaufen. Als Trainer möchte man die spielfreie Zeit natürlich nutzen und seine Spieler bestmöglich auf den Spielbetrieb vorbereiten. Aufgrund von leichteren Verletzungen und beruflichen Verhinderungen haben wir aber oft nur mit acht, neun oder zehn Spielern trainieren können. Mit einer so geringen Anzahl ist es nicht einfach, Spielformen oder taktische Dinge einzustudieren. Wir mussten sogar Testspiele absagen, weil wir nicht genug einsatzfähige Spieler zur Verfügung hatten.

Wie hat sich die personelle Lage entwickelt?

Schütte: Mit Lennart Pinnekämper hat uns ein ganz wichtiger Spieler in Richtung Selm verlassen. Er war unser Abräumer und Stabilisator im Mittelfeld. Dieses Loch müssen wir schließen. Leider müssen wir auch weiterhin auf unseren Stammtorwart Sebastian Adamek verzichten, der aufgrund einer Schulterverletzung auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. Außerdem wird Ramon Lutter aufgrund von anhaltenden Knieproblemen in dieser Saison wohl nicht mehr spielen können. Es gibt jedoch auch positive Nachrichten zu vermelden. Daniel Krüger ist nach überstandener Verletzung wieder voll belastbar, Marian Tüns aus der ersten Mannschaft wird in der Rückrunde bei uns spielen und auch Marcel Pottmeier befindet sich nach seiner Knie-Operation wieder im Lauftraining.

Welchen Eindruck haben deine Spieler in den Testspielen gemacht?

Schütte: Die Ergebnisse sind in der Vorbereitung nicht ganz so entscheidend. Wichtiger ist für mich, wie sich die Spieler präsentieren. Ich habe durchaus positive Ansätze gesehen, aber haben wir in vielen Bereichen noch Luft nach oben. Meine Spieler haben einen fitten Eindruck gemacht, jedoch hat man deutlich gemerkt, dass spielerische Dinge nicht so gut funktioniert haben wie zum Ende der Hinrunde. Das ist aber absolut normal. Ich bin davon überzeugt, dass wir direkt im ersten Rückrundenspiel das zeigen, was wir können.

Zum Rückrundenauftakt trifft deine Mannschaft auf die Reserve von Tabellenführer SuS Olfen. Was für ein Spiel erwartest du?

Schütte: Ich erwarte ein ganz unangenehmes Spiel. Die zweite Mannschaft von Olfen steckt tief im Abstiegskampf und benötigt jeden Zähler. Sie werden tief stehen, die Räume eng machen und auf Konter lauern. Wir dürfen nicht den Fehler machen und blind nach vorne rennen. Wir müssen konzentriert und geduldig spielen. Wenn wir mit der richtigen Einstellung ins Spielen gehen, dann bin ich mir sicher, dass wir mit einem Auftaktsieg in die Rückrunde starten werden. Das wäre wichtig für das Selbstvertrauen und auch für den restlichen Verlauf der Saison.

Mit welcher Zielsetzung gehst du in die Rückrunde?

Schütte: Wir stehen aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Mit dieser Platzierung könnten wir am Ende der Saison durchaus leben. Wenn wir gut in die Rückrunde starten, dann können wir aber auch noch den einen oder anderen Platz nach oben klettern. Der SV Stockum und Eintracht Werne haben lediglich zwei Zähler mehr auf dem Konto. Wir dürfen jedoch nicht nur nach oben blicken, sondern müssen gleichzeitig auch die restliche Konkurrenz im Auge behalten. Die SG Selm und BW Alstedde hängen uns auch auf den Fersen. Ich erwarte eine sehr spannende Rückrunde.

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