Eintracht Werne: Aufstiegsrennen vorerst beendet

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Eintracht Wernes Verteidiger Sandro Ünal (rechts) muss am Sonntag nach seiner Ampelkarte zuschauen.

WERNE - Zum Abschluss der Hinrunde lag der Fußball-Kreisligist Eintracht Werne mit 36 Punkten und zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter SuS Olfen aussichtsreich im Rennen.

In der Rückrundentabelle sind die Evenkämper nach drei Spieltagen nur 13. – punktgleich mit dem Schlusslicht TuS Ascheberg II und zwei weiteren sieglosen Teams (Olfen II, Vinnum).

Denn zum Abschluss des vergangenen Jahres gab es im ersten Rückrundenspiel eine ernüchternde 0:1-Niederlage beim Kellerkind SC Capelle. In der Winterpause wurde dennoch weiter das Ziel ausgegeben, möglichst lange um den Aufstieg mitzuspielen und diesen nach Möglichkeit zu schaffen. Nach zwei weitere Rückrundenspielen ohne Sieg sind diese Träume wie Seifenblasen geplatzt.

„Wir haben die drei Spiele vermasselt. Aber es wäre Blödsinn, der Mannschaft zu erzählen, es geht nur noch um die goldene Ananas. Man will immer gewinnen“, gibt sich Eintracht-Coach Muris Mujkanovic kämpferisch. Aber auch er weiß: „Vorerst sind wir von oben weg.“

„Personelle Lage ist katastrophal“

Dabei hat die Eintracht beim 2:2 gegen BW Ottmarsbocholt und beim unglücklichen 1:2 im Derby beim SV Stockum am vergangenen Sonntag viele Probleme offenbart. Die personelle Situation ist extrem angespannt, dazu gab es in der Vorbereitung schwierige Trainingsbedingungen.

Fehlen nun einige Leistungsträger – wie zuletzt am Sonntag – in dem dünn besetzten Kader, müssen wie in Stockum Spieler aus der Reserve und Jugend aushelfen. „Die personelle Lage ist katastrophal“, sagt deshalb Muris Mujkanovic.

So fielen kurzfristig Thorben Lupp mit einem Krankenschein und auch Adis Hasanbegovic aus, Matthias Schynol war gelbgesperrt und Abwehrchef Dominik Obrenovic musste mit einer schwerwiegenden Leistenverletzung kurz vor Pause vom Platz – er wird für lange Zeit fehlen.

Dazu wartet die Eintracht immer noch auf die Freigabe für den bosnischen Ex-Profi Oliver Tole. „So eine Hampelei habe ich noch nicht erlebt“, versteht Mukjanovic nicht, warum der bosnische und deutsche Fußballverband mehrere Wochen brauchen, um den 24-Jährigen eine Spielgenehmigung zu erteilen. Tole wird nun aber ohnehin erst einmal nicht spielen können, da sich der Angreifer einer Blinddarm-operation unterziehen musste.

Daheim seit fast zwei Jahren unbesiegt

„Wir müssen erst einmal sehen, dass die Spieler gesund werden und wir den Kader wieder voll kriegen“, erklärt der Eintracht-Coach, der seiner Mannschaft auf Grund der widrigen Umstände bei der Niederlage in Stockum eine engagierte Leistung bescheinigte: „Der Wille war da und wir hätten vor der Pause unsere Chancen besser nutzen müssen.“

Doch so schnell gibt es keine Entwarnung. Denn am Sonntag sah Angreifer Mario Martinovic seine fünfte Gelbe Karte und fehlt nun im Heimspiel gegen Davaria Davensberg genauso wie Abwehrspieler Sandro Ünal, der nach der Pause die Ampelkarte sah.

Das sind wahrlich keine guten Voraussetzungen, um gegen Davaria Davensberg die starke Heimserie zu verteidigen. Denn auf eigenem Platz ist die Eintracht seit fast zwei Jahren – genau seit dem 9. Mai 2013 (0:1 gegen Seppenrade) in 26 Spielen ungeschlagen (19 Siege, sieben Unentschieden). -  fraz

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