Saados Viererpack für Eintracht – Stockum siegt, SVH II unterliegt

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Jussef Saado traf viermal für die Eintracht

WERNE -  Eintracht Werne holt einen Sieg ohne große Glanzpunkte zu setzen. Beim 5:0-Erfolg über erschreckend schwache Gäste aus Davensberg setzt nur ein Spieler ein Ausrufezeichen – Jussef Saado. Er erzielt allein vier der fünf Eintracht-Treffer. Auch der Sv Stockum siegt, während der Abwärtstrend beim SV Herbern II weitergeht.

Kreisliga A (LH): Eintracht Werne – Dav. Davensberg 5:0 (2:0). Den Auftakt macht er bereits nach rund zwanzig Sekunden. Die Davaren sind noch garnicht richtig auf dem Platz, da klingelt es schon im Kasten von Gäste-Keeper Stilling. Aber anstatt, dass die Gäste davon wachgerüttelt werden, ziehen sie sich noch mehr zurück und reagieren nur auf die Spielzüge der Eintracht.

Für das 2:0 sorgt wieder Saado. Nachdem Stilling einen Schuss von Taymaz mit dem Fuß zur linken Seite klärt, nimmt Thorben Lupp den Ball wieder auf, umkurvt seinen Gegenspieler und bringt den Ball scharf in die Mitte. Dort muss Saado den Ball nur noch über die Linie drücken. Danach rennt die Eintracht wieder das Davaren-Tor an, doch scheint es manchmal, als wüssten sie mit dem vielen Platz nichts anzufangen. Es fehlt die zündende Idee oder einfach der Abschluss. Zumindest haben auch Taymaz und Bozaci noch mehrmals die Chance für die frühe Vorentscheidung zu sorgen, scheitern an Stilling, der seine Mannschaft im Spiel hält.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wirken die Gäste plötzlich entschlossener, trauen sich auch mal in die gegnerische Hälfte, so dass Eintracht-Torwart Manuel Linke auch ein paar Bälle abgreifen muss. Trotzdem haben die Gastgeber mehr Ballbesitz, machen aber nichts Zählbares daraus. So bringen sie ihren Trainer Muris Mujkanovic auf die Plame, der aus Verzweiflung schon anfängt, seinen Stuhl umzuwerfen. „Hier muss ich der Mannschaft einen Vorwurf machen, wir hätten viel früher das 3, 4, oder 5:0 machen müssen“, monierte der Trainer.

Der Knoten platzt dann erst in der 71. Minute. Mit einem Doppelschlag sorgt Saado für die endgültige Entscheidung, wobei die Davaren wohl auch ohne die zwei Tore nicht mehr gefährlich geworden wären. Ercan Taymaz sorgt mit einem platzierten Schuss ins Eck für den Endstand.

Eintracht: Linke, Ünal, Pra, Obrenovic, Gorgon, Bozaci, Opsölder (72. Woitek), Saado, Kaya (78. Zengin), Lupp (76. Bressler), Taymaz

Tore: 1:0 (1.), 2:0 (20.), 3:0 (71.), 4:0 (72.) alle Saado, 5:0 (80.) Taymaz

SV Stockum - TuS Ascheberg II 2:0 (0:0). Der SV Stockum fährt gegen die Bezirksliga- Reserve des TuS Ascheberg einen verdienten „Dreier“ ein. Damit werden die Grün-Weißen der Vorgabe ihres Trainers gerecht, der im Vorfeld gesagt hatte, dass ein Punkt gegen den TuS zu wenig sei. In der Tabelle bleibt die Mannschaft von Ralf Gondolf weiter auf Platz elf, festigt aber den Platz im Mittelfeld. Tim Köhler und Hamza Tozlu entscheiden in der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag die Partie.

In einem insgesamt auf sehr überschaubaren Niveau gehaltenem Kreisliga-A-Spiel hatten die Hausherren von Beginn an leichte Feldvorteile.

Auf beiden Seiten passierte vor den Toren wenig. In der 35. Spielminute entschärfte Zakaria Slimani eine etwas gefährlichere Situation und sah gelb. Nach dem Seitenwechsel drückte der SVS mehr und mehr und wurde prompt belohnt. Nach acht Minuten köpfte Tim Köhler zum 1:0 ein (53.). Nur fünf Minuten später das 2:0. Zunächst scheiterte Christopher Eulich zweimal am Gästekeeper, ehe Hamza Tozlu den Nachschuss aus der Drehung in den Winkel beförderte (58.). „Danach war die Partie eigentlich schon gelaufen“, meinte der SVS- Coach. Denn auch nach dem 2:0 kam von den Gästen eigentlich nichteinmal ein Hauch von Torgefahr, sodass die Führung zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Auf der Gegenseite hingegen vergaben die Hausherren noch ein, zwei gute Konterchancen. „Die haben wir einfach nicht gut zuende gespielt“, kritisierte Gondolf. So verpassten es die Grün- Weißen das Ergebniss noch in die Höhe zu schrauben. „Der Sieg geht absolut in Ordnung. Wir haben verdient gewonnen. Man muss aber auch dazu sagen das wir hier keine bersauschende Leistung abgeliefert haben“, sagte der Coach abschließend und war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. Dennoch überwog die Freude über den Sieg.

SVS: Packheiser- Eulich, Köroglu, Slimani, Barthel, Köhler (87. Wienstroer), Uzun, Eliyazici (77. Radstaak), Heidenreich, Karaman, Tozlu

Tore: 1:0 (53.) Köhler, 2:0 (58.) Tozlu

SV Südkirchen – SV Herbern II 2:0 (1:0). Nach einer durchwachsenen Leistung kassierte die Landesliga-Reserve des SVH die dritte Niederlage in Folge. „Uns fehlt im Moment einfach die Leidenschaft und der absolute Wille, das Spiel zu gewinnen“, stellte Trainer Timy Schütte enttäuscht fest.

Bereits nach einer Minute ging der SVS in Führung. Nach einem Ballverlust von Kapitän Felix Hölscher lief Simon Närdemann alleine auf SVH-Schlussmann Sebastian Adamek zu und traf zum 1:0. Die Hausherren waren – beflügelt durch den frühen Führungstreffer – im ersten Durchgang das klar bessere Team. Der SVS war im Mittelfeld deutlich präsenter und erarbeitete sich ein Plus an Torchancen. Der SVH kam lediglich nach Standardsituationen gefährlich vor das gegnerische Gehäuse. „In der ersten Halbzeit haben wir aus dem Spiel heraus nicht einmal aufs Tor geschossen“, ärgerte sich Schütte. Mit einer tollen Parade verhinderte Sebastian Adamek gegen Närdemann das frühe 2:0 (19.).

Nach dem Seitenwechsel wurde die Schütte-Elf stärker und verlagerte das Spiel in die gegnerische Hälfte. Michael Aschoff und Fabian Nathaus kamen aus aussichtsreichen Positionen zum Schuss, fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. In der Schlussphase löste der SVH den Abwehrverbund auf und eröffnete Südkirchen damit viel Platz zum Kontern. Nach einem gekonnten Spielzug über Fernando Manfredi und Simon Närdemann musste Simon Schwert den Ball nur noch über die Linie drücken (83.). Später vergabeen Manfredi und Schwert Chancen für einen höheren Sieg.

SV Herbern II: S. Adamek – S. Aschoff, Hölscher, Temmann, Schlupp, Nathaus, Overs (46. Sennekamp), Bußkamp (60. Schwertmann), Lohmann (76. Heitmann), Brinkmann, M. Aschoff

Tore: 1:0 (1.) Närdemann, 2:0 (83.) Schwert  nil/luw/lel

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