Eintracht wittert Morgenluft – SVH II siegt spät in Stockum

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Ercan Taymaz (rechts) erzielte zwei Treffer für Eintracht Werne beim klaren 4:0-Heimsieg gegen den SC Capelle.

WERNE -  Eintracht Werne wittert nach seinem 4:0-Sieg gegen den SC Capelle wieder Morgenluft im Titelrennen. Zudem siegte die SVH-Reserve durch einen späten Treffer in Stockum.

Kreisliga A (LH): Eintracht Werne – SC Capelle 4:0 (2:0). Eintracht Werne hat den Olfener Patzer (1:1 gegen Südkirchen) genutzt und hat den Abstand zum Tabellenführer auf sieben Punkte verkürzt. Im Spiel gegen Capelle wurde die Mannschaft von Muris Mujkanovic über weite Strecken nicht gefordert.

„Wir müssen jetzt aus den letzten sechs Spielen 18 Punkte Punkte holen. Dann sehen wir weiter“, will Mujkanovic eine erneute Meisterschaftsdiskussion im Dahl vorerst nicht aufkommen lassen. In zwei Wochen empfängt die Eintracht den SuS Olfen zum Kräftemessen.

Die Werner beherrschten den SC Capelle über die kompletten 90 Minuten, allerdings ohne dabei zu glänzen. Unter dem Strich stand für die Evenkämper ein Arbeitssieg und die Sorge um Melser, Gorgon und Linke, die sich alle drei Musekelverletzungen am Oberschenkel zuzogen. Für Keeper Linke stand ab der 70. Minute Feldspieler Sadik Zengin im Tor. Dieser wurde aber durch die harmlose Capeller Offensive ebensowenig beschäftigt wie zuvor Linke. Den Führungstreffer erzielte Jussef Saado in der 33. Minute per Foulelfmeter. Zuvor hatte Capelles Torhüter Reckmann den Ball gegen Saado vertendelt und sich anschließend nur mit einem Foul zu helfen gewusst. Eine Minute vor der Pause steckte Taymaz zu Saado durch, der anschließend seinen 30. Saisontreffer erzielte.

Nach dem Wechsel verwalteten die Gastgeber den Vorsprung. In der 79. Minute hatte Capelle seine erste Torchance. Nach einem Eckball wurde Steinhoffs Schuss aber geblockt. Den dadurch eingeleiteten Konter spielte die Eintracht gut durch. Bozaci legte den Ball schließlich in die Gasse. Taymaz schloss sicher zur Entscheidung ab. In der Schlussminute war es wieder Taymaz, der den Ball nach einem sehenswerten Solo zum Endstand ins Netz legte.

Eintracht: Linke (70. Zengin) – Ünal, Melser (50. Lupp), Dominik Obrenovic, Gorgon, Bozaci, Pra, Saado, Woitek, taymaz, Monssor (78. Dario Obrenovic)

Tore: 1:0 (33.) Foulelfmeter Saado, 2:0 (44.) Saado, 3:0 (79.) und 4:0 (90.) beide Taymaz

SV Stockum – SV Herbern II 0:1 (0:0). Damit hatte kurz vor Schluss fast keiner mehr gerechnet, doch in der Nachspielzeit lag der Ball doch noch im Netz – und zwar im Stockumer. Tom Louis Brinkmann avancierte im Kreisliga-Derby zum Matchwinner der Herberner Reserve. Die Stockumer standen plötzlich mit leeren Händen da - und ohne Torwart.

Es lief die erste Minute der Nachspielzeit, als Stephan Aschoff in Höhe des Sechzehners den Ball auf der Tom Brinkmann durchsteckte, der zum 1:0 aus Herberner Sicht einschob. Das passte SVS-Keeper Cedric Packheiser gar nicht, er beschwerte sich beim Schiedsrichter über eine mögliche Abseitsposition. Innerhalb von zehn Sekunden sah dafür vom Schiedsrichter gelb und durfte vorzeitig duschen. „Jetzt können wir uns nächste Woche mal nach einem Torwart umsehen“, packte Stockums Trainer Ralf Gondolf das Geschehene in Galgenhumor. Bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr, die Herberner brachten die Führung über die Zeit.

Beide Mannschaften hatten sich zuvor achtzig Minuten lang gegenseitig im stockenden Spielaufbau überboten. Die Gastgeber waren mit einer sehr dünnen Personaldecke in die Partie gegangen. So stand Gazmend Luti in der Startelf, der zuvor schon neunzig Minuten in der Reserve gespielt hatte.

So hielt sich Stockum von Beginn in Sachen Spielaufbau deutlich zurück, wartete ab, was von den Gästen kommen würde. Die Herberner Reserve versuchte es spielerisch zu lösen, doch ein Ballverlust nach dem anderen wurde im Mittelfeld produziert.

In der zweiten Hälfte hatte Hamza Tozlu für Stockum noch die große Chance zur Führung, als er aber am glänzend reagierenden Sebastian Adamek scheiterte (76.). Das Tor machten dann aber die Gäste.

„Wir nehmen die drei Punkte natürlich gerne mit, wir hatten aber viel zu viele Ballverluste im Mittelfeld“, war SVH-Trainer Timy Schütte nicht zufrieden. Sein Gegenüber Ralf Gondolf war es noch weniger.

SVS: Packheiser – Eulich, Köröglu, M. Eliyazici, Barthel, Köhler, Uzun, Ö. Eliyazici, Luti (45. Naujoks), Karaman, Tozlu

SVH II: S. Adamek – C. Adamek, Neuhaus (83. L. Overs), Hölscher, Temmann, Klüsener, Nathaus, Brinkmann (90.+2 Hüttermann), M. Aschoff, S. Aschoff, Grela

Tore: 0:1 (90.+1) Brinkmann

Bes Vork.: Ampelkarte für Packheier (SVS, 90.+1), wegen Meckerns  

Die Statistik der weiteren Spiele:

SV Südkirchen - SuS Olfen 1:1. Tore: 0:1 Achtenberg (24.), 1:1 Manfredi (75.).

Westf. Vinnum - U. Lüdinghausen II 3:3. Tore: 0:1 Ma. Rips (20.), 0:2 T. Leifken (40.), 1:2 Duwe (56.), 1:3 Ma. Rips (64.), 2:3, 3:3 Cartenzio (73./80.)

TuS Ascheberg II - BW Alstedde 5:2. Tore: 0:1 Lohietz (13.), 1:1 Schröer (15.), 2.1 Heubrock (36.), 3:1 Schröer (41.), 4:1 Westhues (70.), 4:2 E.Acikgöz (75.), 5:2 Heubrock (90.)

F. Seppenrade - Dav. Davensberg 2:0. Tore: 1:0 Schulte (49.) , 2:0 Arnsmann (66.)

GS Cappenberg - PSV Bork 0:3. Tore: 0:1 Böcker (17.) , 0:2 Grodowski per FE (80.),0:3 Grodowski (90.+3) Bes. Vork.: Rote Karten gegen Zentgraf und Osmolski (jeweils 75, beide Cappenberg)

BW Ottmarsbocholt - VfL Senden II 2:1. Tore: 0:1 Kotsiras (35.), 1:1 F.Volbracht (45.+5.), 2:1 M. Schulze Becking (78.) - lel/tm

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