Eintracht bereit fürs Top-Duell gegen Spitzenreiter Olfen

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Am Sonntag empfängt Eintracht Werne den SuS Olfen. Co-Trainer Martin Gorgon (l.) freut sich darauf und erinnert sich gerne an den Pokalsieg von vor drei Wochen zurück.

WERNE -  Lange Zeit sah es so aus, als ob der Meistertitel in der Kreisliga A (LH) an den SuS Olfen vergeben ist. Mit neun Siegen aus den ersten neun Rücksrundenspielen baute der Herbstmeister seine Bilanz weiter aus und hatte bis vor 14 Tagen komfortable neun Zähler Vorsprung auf den einzigen Verfolger Eintracht Werne.

Doch nach den jüngsten zwei Unentschieden der Olfener beim 1:1 in Südkirchen und am Sonntag beim 1:1 gegen Ottmarsbocholt ist der Rückstand auf fünf Punkte zusammen geschmolzen – und am Sonntag kommt es zum direkten Vergleich im Sportzentrum Dahl.

Letzte Chance für die Evenkämper

Das ist für die Evenkämper die letzte Chance, mit einem Sieg ins Titelrennen entscheidend einzugreifen. Und das ist nur der Auftakt zu den Highlight-Spielen für das Team von Trainer Muris Mujkanovic. Denn am kommenden Mittwoch empfängt die Eintracht den Landesligisten SV Herbern ab 19 Uhr im Sportzentrum Dahl zum Kreispokal-Finale. „Das ist natürlich schön, wenn man mit zwei Spielen innerhalb einer Woche alles in der Hand hat“, sagt Martin Gorgon, der spielende Co-Trainer der Eintracht. Dabei sah es für die Eintracht vor und nach der Winterpause so aus, als ob sie alle Meisterschaftschancen verspielt hätte.

Da gab es gegen Ottmarsbocholt, Alstedde, Stockum, Vinnum und Selm nur vier Punkte aus fünf sieglosen Spielen in Serie von Mitte November bis Mitte Februar.

Doch ab da begann eine Serie von neun Siegen in Folge bei 35:8-Toren, womit die Eintracht mit einem Zähler hinter Olfen zum zweitbesten Rückrundenteam wurde.

Den Grund dafür sieht Gorgon darin, dass „wir spielerisch stärker geworden sind.“

Und diese Stärke begründet sich darin, dass „wir weniger Verletzte als in der Hinserie haben und zuletzt immer mit der gleichen Formation gespielt haben“. Und noch eines hat der kampfstarke Mittelfeldspieler gesehen: „Zuletzt waren unsere Gegner nur noch darauf bedacht, nicht zu hoch zu verlieren“, sagt Gorgon und erinnert sich an die Spiele in Lüdinghausen (6:2), gegen Capelle (4:0) und zuletzt beim VfL Senden II (3:0). „Das sah so ein bisschen aus wie bei Bayern München in der Bundesliga“, erklärt Gorgon.

So würden ehrfurchtsvoll die Abwehrspieler der Gegner darauf schauen, was Spielmacher Faruk Bozaci, Top-Torjäger Jussef Saado (30 Tore) und Ercan Taymaz (18) so fabrizieren. Gorgon hat auch angesichts des hohen Rückstandes immer wieder betont, dass eine Entscheidung in der Meisterschaft noch nicht gefallen ist. „Ich spiele seit elf Jahren in den Senioren – und ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die konstant eine Rückrunde durchgespielt hat“, so Gorgon. Für die Eintracht spricht am Sonntag, dass bei den Gästen mit Marvin Böttcher der Top-Torjäger (13 Tore) nach seiner Rotsperre ausfällt. Zuletzt fehlte zudem mit Middeke ein wichtiger Mittelfeldspieler. Aber Olfen als bester Angriff der Liga mit 80 Treffern – weit mehr als die Eintracht – hat das Toreschießen auf viele Schultern verteilt.

Bestes Heimteam gegen stärkstes Auswärtsteam

Zwar verloren die Evenkämper das Hinspiel mit 0:3 in Olfen, revanchierten sich aber vor drei Wochen mit einem 3:1-Erfolg im Kreispokal-Halbfinale. „Da haben wir ganz stark gespielt und das Selbstbewusstsein ist auch momentan auf unserer Seite. Deshalb werden sich die Olfener einen Kopf darum machen, was sie tun müssen, um nicht noch einmal bei uns zu verlieren.“

Aber Martin Gorgon weiß auch vor dem Vergleich der besten Heimelf (die ungeschlagene Eintracht mit 33 Punkten) mit der stärksten Auswärtsmannschaft (Olfen ungeschlagen mit 31 Zählern): „Der Druck liegt bei uns. Es ist unsere letzte Chance.“ - fraz

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