Nur noch ein Vierkampf in der Kreisliga A

Eintracht Werne gegen SV Stockum – hier mit Stockums Thierry Opsölder (r.) und Niklas Grennigloh gegen Matthias Schynol (Mitte) – war eines von vielen Spitzenspielen. Nun hat sich Stockum aus dem Kreis der Titelanwärter zunächst verabschiedet. - Foto: Zöllner

WERNE -  Recht sollten die Trainer der Kreisliga A (LH) bei ihrer Saison-Prognose im Sommer behalten, als es darum ging, wer in der letzten Saison der Kreisliga A (LH) Meister wird.

Viele tippten auf den Vorjahresmeister SuS Olfen, der nun auch wieder ungeschlagen das Feld anführt. Aber alle sagten auch einen Duell des Teams von Norbert Sander mit einigen Rivalen voraus – und auch das ist eingetroffen.

Nach zehn Spieltagen und damit einem absolvierten Saisondrittel hat sich allerdings aus dem Sechskampf aktuell ein Vierkampf entwickelt. Ausgeschieden aus dem Titelrennen sind Union Lüdinghausen, die mit 19 Punkten aktuell neun Zähler Rückstand auf Spitzenreiter SuS Olfen (28) haben. Und auch der SV Stockum musste am vergangenen Sonntag erkennen, dass die Spitze wohl noch ein Stück entfernt ist. „Wir haben Lehrgeld bezahlt“, sagte Stockums spielender Co-Trainer Lars Zimmer. Denn sein Team rutschte nach der 0:4-Niederlage beim Spitzenreiter in Olfen auf Platz fünf ab und weist nun sieben Zähler Rückstand auf. Das Team von Trainer Ralf Gondolf kassierte dabei sogar drei Tore in Überzahl, als die Gäste auf den Ausgleich drängten.

Drei Niederlagen hat das runderneuerte Stockumer Team bislang einstecken müssen, und alle gegen Teams von oben: 2:4 gegen Eintracht Werne, 1:6 gegen Union Lüdinghausen und 0:4 gegen den SuS Olfen. „Wir sind eben noch nicht soweit“, erklärte Zimmer.

Dass die Stockumer aber durchaus in Spitzenspielen auch siegen können, zeigten sie, als sie dem Tabellenzweiten SG Selm die erste Saisonniederlage mit einem 4:2 zufügten.

Kontakt zur Spitze hält Eintracht Werne als Tabellenvierter mit fünf Punkten Rückstand, SV Herbern II mit vier Zählern weniger und die SG Selm als Zweiter, die nach dem Patzer gegen Davensberg (1:1) nun drei Zähler weniger als der SuS Olfen hat.

Aber die nächsten fünf Spieltage bis zum Hinrundenende haben es für alle vier Teams noch in sich und warten mit einigen Spitzenspielen auf, die noch für reichlich Bewegung sorgen können.

Olfener Vereinsduell am 14. Spieltag

Am Sonntag, 2. November, treffen zum Spitzenspiel des 12. Spieltages der seit über einem Jahr in Meisterschaftsspielen ungeschlagene SuS Olfen und der Tabellenzweite SG Selm aufeinander. Eine Woche später am 9. November haben die Selmer Eintracht Werne zu Gast, zudem muss sich an diesem Spieltag die Landesliga-Reserve des SV Herbern im Derby beim SV Stockum beweisen.

Am 14. Spieltag kommt es zu der kuriosen und auch brisanten Ansetzung, bei der der SuS Olfen auf seine eigene Reserve trifft. Normalerweise stehen solche Partien zwischen zwei Teams aus einem Verein am Anfang der Saison, damit ein Gemauschel ausgeschlossen werden kann, an den ersten Spieltagen. Das kann auch für die Hinrunde, da Olfen eins die Punkte braucht und die Reserve im Abstiegskampf steckt. Wie das aber am 29. Spieltag aussieht – vielleicht ist Olfen da schon Meister und die Reserve braucht die Punkte, bzw. die Reserve ist gerettet und Olfen I braucht die Zähler für im Titelkampf – weiß noch niemand.

An diesem Spieltag muss zudem Eintracht Werne, dass immer noch nicht frei von Leistungsschwankungen ist, zu Union Lüdinghausen reisen. Und am 15. Spieltag muss dann der SV Herbern II daheim gegen Olfen ran, genau wie Lüdinghausen gegen Selm. Aber je mehr Teams oben mitmischen, um so spannender bleibt die letzte Saison des Kreises LH. - fraz

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