SVH II holt ein Remis – WSC II im Spitzenspiel chancenlos

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Julian Trapp wird hier von zwei zwei Nienberger Gegenspielern bedrängt.

Herbern - Die Reserve des SV Herbern hat am Samstagnachmittag dem bisherigen Kreisliga-Spitzenreiter SC Nienberge ein Remis abgetrotzt. „Damit bin ich zufrieden“, sagte SVH-Trainer Timy Schütte. Hingegen war die WSC-Reserve im Topspiel bei Concordia Albachten chancenlos.

Kreisliga A2 (Münster): SV Herbern II – SC Nienberge 2:2 (1:1). Bei den Gastgebern kamen im Stadion an der Werner Straße gleich vier Spieler aus dem Kader des SVH-Landesligateams zum Einsatz – und mit Johannes Richter erzielte einer davon ein Tor. Zudem spielten Julian Trapp, Marcel Brillowski und Eric Sabe aus der „Ersten“ mit.

Die dadurch bedingten Umstellungen neben einigen Ausfällen aus dem eigenen Kader taten dem Spiel der Gastgeber allerdings nicht gut. „Wir können es eigentlich spielerisch besser lösen“, war Schütte nur bedingt zufrieden. Dabei startete sein Team gut. Nach einer Ecke von Eric Sabe köpfte Johannes Richter am „kurzen Pfosten“ stehend zum 1:0 ein (5.). „Das Tor hätte uns eigentlich Sicherheit geben müssen. Aber stattdessen verlieren wir völlig unsere spielerische Linie“, musste Schütte mitansehen, wie sein Team eine Vielzahl an Fehlpässen und unnötigen Ballverlusten im Spielaufbau produzierte.

Vor dem 1:1 durch Kerem-Selim Kacar spielte etwa Linksverteidiger Yannik Havers in einer eigentlich ungefährlichen Situation einen Fehlpass, an dessen Ende der Ball zum Nienberger Doppeltorschützen kam, der aus zehn Meter Sebastian Adamek keine Chance im SVH-Tor ließ.

Eine weitere Chance für den Gastgeber hatte Marcel Brillowski, der aber einen Schritt zu spät kam. So schaffte es der herausgereilte SCN-Keeper Greiner noch, in höchster Not zu retten (35.).

Nach der Pause wurde das Spiel der Gastgeber nicht viel besser. Nach einem Fehlpass von Richter kam erneut Kacar zum Schuss. Und da Richter den Ball noch abfälschte, wurde er für Adamek unhaltbar – es stand 1:2 (55.). Nienberge schien damit zufrieden zu sein und versäumte es nachzulegen. Stattdessen wurde sogar die Abwehr gestärkt – „so sind wir im Spiel geblieben, ohne Torchancen zu haben“, erkannte Schütte.

Und der SVH kam noch zum späten Ausgleich. Einen Freistoß aus halblinker Position zirkelte Kapitän Stefan Roters auf das Tor, ein Nienberger Spieler fälschte den Ball zum 2:2 ab (86.). Kurz darauf hatte Ramon Lutter nach einen Alleingang sogar das 3:2 für die Blau-Gelben auf dem Fuß, scheiterte aber an Greiner. Und auch Nienberge vergab nach einem Alleingang im Gegenzug den Siegtreffer.

SVH II: S. Adamek – Sabe (46. Krieter), Havers, Richter, Roters, Heitmann, Kortendick (73. Jücker), Trapp, Brillowski, Pottmeier (60. M. Aschoff), Lutter

Tore: 1:0 (5.) Richter, 1:1 (25.), 1:2 (55.) beide Kacar, 2:2 (86.) Eigentor

Kreisliga A2 (Münster): Concordia Albachten – Werner SC II 4:0 (1:0). Die „Zweite“ des Werner SC muss beim Topspiel der Kreisliga A2 die zweite Saisonniederlage hinnehmen und verpasst nach dem Ausrutscher des SC Nienberge (2:2 gegen Herbern II) die Tabellenführung. In Albachten war für den Sport Club letztlich nichts zu holen.

Mit 19 Punkten und Platz vier in der Tabelle stehen die Blau-Roten als Aufsteiger aber immer noch gut dar.

„Wir hatten heute mit vielen Ausfällen zu kämpfen und waren am Ende chancenlos. Aber alle haben alles gegeben. Das es uns mal erwischen würde, war klar“, sagte WSC-Co-Trainer Rainer Littau.

Dabei bot sich dem Sport Club zunächst die Chance zur frühen Führung. Janis Leenders lief alleine auf den Albachtener Keeper zu, scheiterte dabei allerdings an dessen Fußabwehr (8.). „Danach lief das Spiel eigentlich nur auf unser Tor“, so Littau. Albachten war in der Folge klar besser und vergab gute Gelegenheiten zur Führung. Die WSC-Abwehr bekam immer noch ein Bein dazwischen.

Nach einer knappen halben Stunde aber gingen die Hausherren durch Torjäger Ribeiro verdient in Führung. Mit dem knappen 1:0 ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel auf ein Tor weiter. Die Concordia blieb überlegen und legte in der 57. Minute nach einem Freistoß das 2:0 nach. Jassab traf aus dem Gewühl heraus. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende zeigte der Schiedsrichter nach einem vermeidliches Handspiel von Tom Bichler auf den Elfmeterpunkt.

„Das war sehr unglücklich, den muss man nicht geben“, meinte Littau zur strittigen Szene. Nichtsdestotrotz machte Albachten mit dem 3:0 (76.) alles klar und verwandelte in der Schlussphase noch einen weiteren Elfmeter zum 4:0-Endstand (85.).

„Das 4:0 geht absolut in Ordnung. Albachten war klar besser. Wir hatten heute wirklich nicht viel entgegen zusetzen, auch aufgrund der personellen Lage. Albachten war einfach besser. Das wird uns jetzt nicht umwerfen, wir haben von Anfang an gesagt, dass wir es aktzeptieren wenn der Gegner besser ist“, sagte Littau nach der Partie.

WSC II: Vorwick – Mürmann (21. Bichler), Liesegang- Plümper, Konieczny, Nowak (75. Brakk), Egert, Wintjes, Gumprich (81. El Yemlahi), Leenders, Wintjes, Eisenbach

Tore: 1:0 (32.) Ribeiro, 2:0 (57.) Jassab, 3:0 (76.) Handelfmeter Kievit, 4:0 (85.) Foulelfmeter Mouakit

Bes. Vork.: gelb- rot gegen Kai Wintjes wegen wiederholtem Foulspiel (WSC/89.)

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