Eintracht ein zufriedener Vizemeister

Prägende Figuren im Eintracht-Spiel in der gerade abgelaufenen Saison: Die Brüder Mario (Mitte) und Marko Martinovic (lins) die auch zusammen 37 der 80 Saisontore für die Evenkämper erzielten. Foto: Zöllner

Werne -  Zum dritten Mal in Folge hat Eintracht Werne eine Kreisliga-Spielzeit mit der Vizemeisterschaft beendet. Nun könnte man vermuten, dass die Evenkämper angesichts des wiederholt knappen Scheiterns an der Möglichkeit, um den Bezirkliga-Aufstieg mitspielen zu können, verzweifeln würden.

Doch das Gegenteil ist der Fall: „Dafür, dass wir über die gesamte Saison so große personelle Sorgen hatten, haben wir gut abgeschnitten“, sagt Eintracht-Trainer Muris Mujkanovic. Rückblende: In der Vorsaison lag die Eintracht am Ende sieben Punkte hinter dem Meister SuS Olfen. Im Sommer gingen eine Vielzahl an Leistungsträgern – gleich fünf davon wie Martin Gorgon und Torjäger Erkan Taymaz zum TuS Uentrop mit dem sie in der Kreisliga A1 (UN/HAM) Vizemeister wurden. Torschützenkönig Youssef Saado schloss sich dem Werner SC an. „Wir mussten in fünf, sechs Wochen nach dem Abgang von elf Spielern eine komplett neue Mannschaft aufbauen“, erinnert sich Mujkanovic an den Sommer 2014. Zur Eintracht kamen einige Spieler vom Kreisliga-Vizemeister Pelkum wie Mario Martinovic, Sebastian Fiebig, Andras Pawlik und Matthias Schynol. Dazu wurden höherklassige Akteure wie Marko Martinovic (spielte bereist süf Verl in der Regionalliga), Recep Bilgic und Osman Köse verpflichtet.

Zum Hinrundenende ganz nah dran

Der Start in die Saison verlief holprig, aber auf Grund der individuellen Klasse setzte sich die Eintracht in der Spitzengruppe fest. Die Eintracht spielte selten glänzend, holte aber doch Siege und Punkte. Aber schon früh war zu erkennen, dass die personelle Situation große Probleme bereiten könnte. Denn beim 5:4-Sieg bei der SG Selm zum Hinrundenende stand nur ein Ersatzspieler zur Verfügung.

„Wir haben in der Hinrunde Bilgic, Köse und Miskic verloren, zur Rückrunde noch Fiebig. Mit ihnen wäre mehr möglich gewesen“, ist sich Mujkanovic sicher.

Dennoch beendete die Eintracht die Hinrunde mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Herbstmeister SuS Olfen. Das letzte Spiel des vergangenen Jahres verlor die Eintracht zwar beim Kellerkind SC Capelle, dennoch deutete alles auf eine spannende Rückrunde mit Blick auf den Titelkampf an.

Doch nach einer durchwachsenen Wintervorbereitung folgten vier weitere Spiele ohne Sieg – wovon drei Spiele verloren gingen. Beim unglücklichen 1:2 im Derby beim SV Stockum mussten sogar Altherren-Spieler aushelfen – es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Die Aufstiegshoffnungen waren passé. Hoch rechnet Mujkanovic, der nun sportlicher Leiter bei der Eintracht wird und als Trainer durch Jörg Fiebig (bisher TuS Lohauserholz II) abgelöst wird, seinen Spielern an, dass sie sich danach zu einer Trotzreaktion aufrafften. Denn die folgenden zehn Partien blieb die Eintracht ungeschlagen bei acht Siegen und zwei Unentschieden – und so wurde die Vizemeisterschaft vor der ebenfalls durch Schwächephasen gekennzeichnete Konkurrenz gesichert. Und ganz wichtig für Mujkanovic: „Wir sind vor dem SV Stockum gelandet. Das war zum Ende eine Bombenleistung.

Die Vorbereitung auf die neue Saison, in der die Eintracht wie auch der SV Stockum in der Kreisliga A1 (UN/HAM) nach dem Kreiswechsel antreten wir, beginnt Sonntag, 5. Juli. „Da werden fünf, sechs Mannschaft oben mitspielen“, ist sich Mujkanovic sicher – und sein Team soll natürlich wieder dazu gehören.

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