Eintracht: Derby und Top-Duell im Lindert

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Szene aus dem Hinspiel: Der ehemalige Eintrachtler im Stockumer Trikot, Sertan Uzun, versucht sich der Bewachung von Martin Gorgon zu entziehen.

WERNE -  Zwei Heimspiele soll das Kreisliga-Spitzenteam Eintracht Werne in diesem Jahr noch austragen – eigentlich. Denn Staffelleiter Günter Becks hat das für Sonntag angesetzte Ortsderby gegen den SV Stockum und auch das Spitzenspiel gegen Westfalia Vinnum auf den Lindert-Kunstrasen verlegt.

Die Partie gegen Vinnum – die am vergangenen Sonntag genauso wie am Donnerstagabend wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Dahl ausfiel – hat Becks nun für Sonntag, 22. Dezember, angesetzt. Hingegen wird die Mittwoch ausgefallene Partie zwischen Capelle und Bork erst am 9. Februar nachgeholt, obwohl es auch in Nordkirchen einen Kunstrasen gibt. Die Verlegung in den Lindert ist möglich, da der WSC mit seinen Seniorenteams bereits in der Winterpause ist.

„Das eine Spiel gehört noch in die Hinrunde, das andere in die Rückrunde. Die Hinrunde wollte ich abgearbeitet haben“, begründet Becks seine willkürlich anmutende Festlegung.

Irritationen im Werner Lager

Bei der Eintracht ist man irritiert. Erstens fällt an beiden Sonntagen – im Derby und im Spitzenspiel – nun die Möglichkeit des Platzverkaufes weg. „Amateurvereine sind doch darauf angewiesen. Auch unsere Sponsoren werden nicht glücklich sein“, sagt Eintracht-Trainer Muris Mujkanovic.

Und zweitens hat er mit Blick auf den 22. Dezember zudem das Problem, dass er selbst nicht dabei sein kann. Denn der Trainer wird am kommenden Montag am Rücken operiert.

„Versteht der Staffelleiter denn nicht, dass dann Ferien sind und wir Spieler im Urlaub haben? Ich habe noch nie so kurz vor Weihnachten Fußball gespielt“, sagt Mujkanovic. Becks kontert: „Das Spiel kann auch unter der Woche ausgetragen werden.“

Mujkanovic muss aber gleichzeitig auch den Blick auf das Lokalduell am Sonntag haben. Denn in dieser Partie gilt es, durch einen Sieg weiter den Kontakt zu Spitzenreiter SuS Olfen zu halten. „Das ist ein Ortsderby. Die wollen uns ein Bein stellen“, vermutet der Eintracht-Coach. Und auch das klare 4:0 aus dem Hinspiel nimmt er nicht als Maßstab für das neuerliche Kräftemessen. „Stockum ist nicht mehr damit vergleichbar. Sie hatten ja damals viele Ausfälle“, erinnert sich Mujkanovic an den ersten Spieltag zurück. Zudem muss er am Sonntag auf Saado, Monssor (beide gesperrt), Obrenovic und Thurn (beide verletzt) verzichten.

In der Offensive sieht er beide Teams eher gleich stark besetzt, hält aber seine Defensive für stabiler.

Genau diese Stabilität vermisst Ralf Gondolf bei seinem Team. „Wir können jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren“, sagt er und spricht die überraschend deutliche 1:5-Niederlage in Ottmarsbocholt an. „Wir sind aber nicht chancenlos. Die Tagesform wird entscheiden“, glaubt Gondolf.

Immerhin kehrt Defensivspieler Christoph Barthel ins Team zurück, dafür fällt allerdings Sergej Repenek (Oberschenkel-Zerrung) neben dem langzeit-verletzten Heidenreich aus.

Anstoß: Sonntag, 14.30 Uhr, Sportzentrum Lindert - fraz

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