Eintracht mit Kantererfolg, Rünthe siegt glücklich

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Eintracht Wernes Pawlik schafft es in dieser Szene nicht, Keeper Tuzcuoglu und Spielertrainer Sezer zu überwinden.

Werne - Eine Woche nach der 1:5-Derbyniederlage hat sich der A-Kreisligist Eintracht Werne mit seinem höchsten Saisonsieg beim 7:1 (4:1) gegen die IG Bönen den Frust von der Seele geschossen. Auch der SuS Rünthe siegte, hatte dabei aber Glück.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – IG Böen 7:1 (4:1). „Im Großen und Ganzen war das okay“, sagte entsprechend Trainer Jörg Fiebig. Kurios dabei: Es gab sieben verschiedene Torschützen.

Fußball, Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Beim fünften Saisonsieg der Evenkämper sahen die Zuschauer auf dem frisch geschnittenen Rasenplatz, der somit im Gegensatz zum Stockumer Rasen aus der Vorwoche ideal zu bespielen war, eine erste Hälfte mit zahllosen Torchancen.

Nach neun Minuten traf Selmin Bajric freistehend zum 1:0. Zuvor spielte Marko Martinovic Oliver Tole im Strafraum frei, der den besser postierten Torschützen nicht übersah.

Doch das Kellerkind aus Bönen zeigte sich zunächst nicht beeindruckt. Einen Freistoß von Ayhan Sezer parierte Eintracht Keeper Linke noch (10.). Der war aber beim 1:1 fünf Minuten später geschlagen, als Florian Bednarek auf Arif Suludere spielte, der freistehend traf (15.).

Das 2:1 fiel nach einer Bönener Ecke. Linke fing den Ball ab, schickte Marko Martinovic auf die Reise durchs Mittelfeld. Dessen Pass nahm Matthias Schynol an und als ihm der Ball schon versprungen war, hielt er den Fuß in den Abwehrversuch von Isik. Die Folge war, dass der Ball zum 2:1 über Keeper Tuzcuoglu ins Netz segelte (20.). Zweimal Hessfeld und Schynol vergaben dicke Chancen, ehe Oliver Tole aus drei Metern nach Martinovic-Ecke zum 3:1 traf (28.). Hessfeld traf danach den Pfosten (30.), doch nur eine Minute später sorgte Marko Martinovic mit einem flachen Freistoß in die Torwartecke für das 4:1 (31.), wobei Emre Tuzcuoglu die Fußabwehr komplett missglückte (31.).

Danach scheiterte Hessfeld mit einem Lupfer (33.) und Martinovic und Pawlik schafftes es nicht, freistehend den Ball ins fast leere Tor unterzubringen (41.). „Vor allem in der ersten Hälfte müssen wir noch mehr Tore machen. Aber wir haben druckvoll gespielt, so wie ich es verlangt hatte. Klar war, dass nach der Pause ein bisschen Tempo rausgenommen wird und auch mal versucht wird, zu zaubern“, sagte Fiebig nach der Partie.

Nach dem Wechsel trafen noch Matthias Müller per Strafstoß nach Foul an Manfrey Hessfeld (61.), Hessfeld nach Bajric-Zuspiel (66.) und Mario Martinovic mit einem sehenswerten Lupfer aus dem Stand aus 18 Metern (84.) – ein zweistelliges Ergebnis war dabei durchaus möglich.

Eintracht: Linke – Zengin, Pra, Obrenovic (64. Scharein), Schynol, Müller, Bajric, Pawlik (64. Thörner), Hessfeld, Tole (64. Marko Martinovic), Marko Martinovic

Tore: 1:0 (9.) Bajric, 1:1 (15.) Suludere, 2:1 (20.) Schynol, 3:1 (28.) Tole, 4:1 (31.) Marko Martinovic, 5:1 (56.) Foulelfmeter Müller, 6:1 (66.) Hessfeld, 7:1 (84.) Mario Martinovic

TuS Lohauserholz II – SuS Rünthe 0:1 (0:0). Fußball, Kreisliga A1 (Unna/Hamm): TuS Lohauserholz II – SuS Rünthe 0:1 (0:0). Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Rünthes Coach Andre Henning nicht zufrieden, mit dem Ergebnis allerdings schon. Mit dem zweiten Sieg in Folge springt der SuS auf Rang zehn. Lohauserholz hingegen bleibt Letzter. Mustafa Akti avancierte dabei zum Mann des Tages.

„Wir haben heute fasst alles vermissen lassen“, ärgerte sich Henning. Die Partie verlief zunächst äußerst schleppend. Rünthe agierte ohne geordneten Spielaufbau. Es fehlte fast, alles was in der vergangenen Woche so gut geklappt hatte. „Das war mehr Kampf als Krampf“, bemängelte der SuS- Coach. Aziz Hasan (20.) und Akti (35.) ließen vor der Pause zwei Halbchancen liegen. „In der Pause haben wir uns viel vorgenommen, aber leider nichts umgesetzt“, so Henning. Entsprechend lief das Spiel – bis zur 75. Spielminute. Dann fasste sich Marcel Müller ein Herz, setzte sich klasse gegen zwei Gegenspieler durch legte quer und bediente den freistehenden Akti, der zum 1:0 traf (75.).

Das gab dem SuS aber keine Ruhe. Stattdessen durften sich die Gäste bei Keeper Manuel Noetzel bedanken und brachten den Sieg eher glücklich über die Zeit.

SuS: Noetzel – Wagner, Schenk, Großpietsch, Abali (41. Wierling), Aziz Hasan (77. Urbaczka), Müller, Medjedovic (87. Seack), Padurek, Boruch, Akti – Tor: 0:1 (75.) Akti

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