Eintracht siegt im Verfolgerduell, Stockum schlägt Herbern II

+
Alle vier Eintracht-Torschützen unter sich (von links): Tuncay Kaya, Marko Martinovic, Andreas Pawlik und Mario Martinovic bejubeln hier das Tor zum 1:2.

STOCKUM -  Der SV Stockum setzte sich im Spitzenspiel der Kreisliga A mit viel Kampf und Leidenschaft gegen die Landesliga-Reserve des SV Herbern durch. Auch Eintracht Werne siegte im einem Verfolgerduell, während der SuS Olfen alleine vorne bleibt...

Kreisliga A (LH): SV Stockum – SV Herbern II 2:1 (0:0).

Während die Blau-Gelben nach fünf Siegen in Folge einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen, setzt der SVS seinen Aufwärtstrend fort und klettert auf den vierten Tabellenplatz.

Von der ersten Minute an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Schon nach zwei Minuten tauchte SVS-Stürmer Tim Köhler im Herberner Strafraum auf, doch SVH-Kapitän Fabian Nathaus rettete in höchster Not mit einer Grätsche. Auf der Gegenseite sprang Marvin Bruland nach einer Hölscher-Ecke am höchsten, doch Alexander Sudholt stand goldrichtig und klärte den Ball auf der Linie (4.). In der 12. Minute hämmerte Simon Närdemann einen Freistoß aus 20 Metern an die Querlatte. Fünf Minuten später hatte Mario Dömland den Führungstreffer auf dem Fuß, doch SVH-Torwart Finn Brinkmann entschärfte den Schuss mit einer starken Parade (17.).

Danach übernahmen die Blau-Gelben wieder das Kommando. Zunächst scheiterte Stefan Roters nach einem Konter an SVS-Schlussmann Cedric Packheiser, dann setzte Dennis Hölscher aus zehn Metern den Ball knapp über die Latte.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren dann besser aus der Kabine und erzielten in der 50. Minute das 1:0. Nach einem Missverständnis zwischen Steffen Klüsener und Torwart Finn Brinkmann musste Holger Föst den Ball nur noch über die Linie drücken. Die Herberner hätten im direkten Gegenzug den Ausgleich erzielen können, doch Lennart Pinnekämper schoss aus kurzer Distanz den gegnerischen Torwart an (52.).

Mit der Führung im Rücken erspielte sich der SVS weitere Chancen. In der 73. Minute erhöhte der eingewechselte Lars Zimmer nach Zuspiel von Alexander Sudholt auf 2:0 und sorgte damit für die vermeintliche Vorentscheidung. Die Herberner gaben sich nicht auf, sondern warfen in der Schlussviertelstunde alles nach vorne. Nach einem abgefälschten Schuss verkürzte Julian Trapp in der 80. Minute auf 2:1, doch mehr war für den SVH nicht mehr drin.

SVS: Packheiser – Tayar, Barthel, Föst (79. Uzun), T. Opsölder, Köhler (61. Zimmer), Karaman, Sudholt, Möer, Dömland (89. Radstaak), C. Opsölder

SVH II: Brinkmann – Klüsener, Nathaus, Bruland, Betke (78. Hüttermann), Pinnekämper, Hölscher, Overs (66. Mangels), Trapp, Roters, Närdemann (64. Lutter)

Tore: 1:0 (50.) Föst 2:0 (73.) Zimmer 2:1 (80.) Trapp

SG Selm – Eintracht Werne 3:4 (2:3). Im einem rasanten und spannenden Verfolgerduell in Selm hat sich Eintracht Werne glücklich durch ein spätes Tor von Mario Martinovic durchgesetzt.

Allerdings war der Sieg der ersatzgeschwächten Gäste – es stand nur ein Auswechselspieler zur Verfügung – nicht unverdient. „Kompliment an die Mannschaft. Die kämpferische Einstellung war bombastisch“, freute sich Eintracht-Trainer Muris Mujkanovic. Sein Team hat weiter fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Selm. Die Gastgeber verlieren hingegen nun ein wenig den Anschluss.

In der 1. Halbzeit sahen die 150 Zuschauer ein packendes Spiel mit fünf Toren, vielen weiteren Chancen und hohem Tempo. Den Torreigen eröffnete nach zwei Minuten für die Evenkämper Tuncay Kaya, der nach Freistoß von Dario Obrenovic und einem Abwehrfehler aus kurzer Distanz traf.

Nachdem die Selmer Lebsack und Lehmann scheiterten (13, 16.) und auf der Gegenseite der starke Rechtsaußen Andreas Pawlik verzog (15.), fiel nach 25 Minuten der Ausgleich. Nach einem Zuspiel in die Spitze drehte sich Tobias Tumbrink um seinen Gegenspieler und schob ein . Doch die Eintracht reagierte stark. Nach einem langen Ball von Schynol war Pawlik rechts alleine durch und schob den Ball gewitzt in die „kurze“ Torwartecke (28.). Und als nach einem weiteren absurden Selmer Patzer Pawlik und anschließend Kaya scheiteren (32.), traf Marko Marko Martinovic mit einem Flachschuss aus 16 Metern nach Pawlik-Zuspiel zum 3:1 (34.).

„Uns kam entgegen, dass Selm so schlecht in der Defensive gestanden hat“, kannte Mujkanovic einen weiteren Grund für den Sieg.

Nun reagierte wieder Selm. Lehmann schoss erst über das Tor (36.), eher er auf 2:3 verkürzte (38.). Kurz vor der Pause strich ein Ball von Lebsack knapp über die Latte (44.).

Nach der Pause legte die SG zu und drängte gegen kämpferische Werner auf den Ausgleich. So lenkte Eintracht-Keeper einen Tumbrink-Schuss an den Außenpfosten (50.). Weitere klare Torchancen gab es aber kaum, weil immer wieder die vielbeinige Eintracht-Abwehr einen Fuß dazwischen bekam. So lange, bis schließlich Kramzik freistehend nach Schwegler-Flanke einköpfte (82.). Auf der Gegenseite gab es kaum Enlastung: Kaya freistehend per Kopf, Pra aus 16 Metern (beide 54.) sowie Dario Obrenovic aus zehn Metern (84.) hatten die einzigen Chancen, bis kurz vor Ende schließlich Mario Martinovic seinen großen Auftritt hatte. Er nahm einen weit geschlagenen Flankenball von Bruder Mario auf, drehte sich mit dem Ball am Fuß um seinen Gegenspieler und schob zum 4:3-Siegtreffer ein (88.).

Eintracht: Linke – Ünal, Schyno, Scharein, Do. Obrenovic, Pawlik, Kaya (63. Lupp), Da. Obrenovic, Marko Martinovic, Pra, Mario Martinovic

Tore: 0:1 (2.) Kaya, 1:1 (25.) Tumbrink, 1:2 (28.) Pawlik, 1:3 (34.) Marko Martinovic, 2:3 (38.), 3:3 (82.) Kramzik 3:4 (88.) Mario Martinovic - fraz/nil

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare