Olfen ist Kreismeister – Eintracht und SVH II siegen

Wie schon im Vorjahr feierte auch gestern der SuS Olfen den Gewinn der Kreismeisterschaft in Stockum. Nun lautet das weitere Ziel des Team von Trainer Norbert Sander Bezirksliga-Aufstieg.   - Fotos): Zöllner

STOCKUM - Der SuS Olfen ist erneut Kreismeister. Nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg im Spitzenspiel beim bisherigen Tabellenzweiten SV Stockum ist dem Team von Trainer Norbert Sander der Titel in den ausstehenden fünf Partien nicht mehr zu nehmen. Doch das ist nur ein Etappenziel, das Saisonziel heißt Aufstieg. Im Verfolgerfeld siegten auch Herbern II und Eintracht.

Kreisliga A (LH): SV Stockum – SuS Olfe 0:1 (0:0). Der Erfolg für den Vorjahres-Titelträger war hochverdient und fiel am Ende zu niedrig aus. Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Justus Radke mit einem Flachschuss (78.). Doch bereits ein Remis hätte den Olfenern zur Meisterschaft gereicht. „Heute kann gefeiert werden. Aber ab Dienstag beginnt die Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde. Wir haben ab jetzt noch fünf Wochen Zeit und da geht es im Training noch einmal richtig los“, will Sander keine Nachlässigkeiten im Training mit Blick auf das Ziel Bezirksliga-Aufstieg mehr dulden – das war wohl in der Vorsaison anders, als der SuS scheiterte.

In der ersten Hälfte vor den knapp 100 Zuschauern hatten die Gäste gegen gut organisierte Stockumer Probleme, trotz optischer Überlegenheit sich in den Strafraum zu spielen. Die besten Chancen hatte zunächst der SVS. Ein 60-Meter-Freistoß von Abwehrchef Lars Zimmer verpasste Köhler und der Ball tickte aufs Tornetz (18.)..

Wenig später nach einem weiteren Freistoß kam Köhler per Kopf an den Ball, setzte die Kugel aber erneut aufs Tornetz (19.). Auf der Gegenseite scheiterte Dennis Böttcher freistehend aus zehn Metern (21.). Die beste Chance zur Führung vergab aber Middecke für die Gäste, als Christoph Barthel den Schuss vor der Linie abblockte (38.).

Nach der Pause nahm der Olfener Druck immer mehr zu – und auch die Verkrampfung ab. Sievering vergab die erste Chance aus zwölf Metern (51.). Und als Marvin Böttcher schon Packheiser überwunden hatte, stand Brüggemann zentral im Absteits (60.). Nur eine Minut später scheiterte Böttcher dann freistehend an Packheiser. Nachdem auch noch Middecke vergab (71.), machte es der eingewechselte Justus Radke gegen immer mehr nachlassende Stockumer mit einem Flachschuss besser und erzielte das für sein Team erlösende 1:0 (78.).

In der Folgezeit ging es weiter in Richtung. Stockum machte auf, um noch den Ausgleich zu schaffen. Doch die Chancen durch Konter hatte Olfen. Doch Müller und Brüggemann, Marvin Böttcher (2) scheiterten bei besten Gelegenheiten wie Überzahlspielen oder Alleingängen und zeigten oft auch ungeschickt vorgetragenenen Kombinationen.

Doch das rächte sich nicht und der Rest war bierseliger Jubel in Grün.

SVS: Packheiser – Uzun (84. Föst), Zimmer, Tayar, Möer (68. Köroglu), Barthel, Isikli T. Opsölder (79. Heidenreich), Köhler, Karaman, C. Opsölder

Tor: 0:1 (78.) Radke

Westfalia Vinnum – SV Herbern II 0:5 (0:1). Die Landesliga-Reserve des SV Herbern ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und hat gegen das Kellerkind den ersten Auswärtssieg in der Rückrunde eingefahren.

„Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, weil wir phasenweise wieder das gezeigt haben, was wir können. Es ist jedoch noch viel Luft nach oben“, sagte SVH-Trainer Timy Schütte.

Die Blau-Gelben, die auf einen defensiv eingestellten und auf Konter lauernden Gegner trafen, übernahmen sofort die Kontrolle, kamen jedoch nicht zu gefährlichen Torabschlüssen. In der 32. Minute brachte Michael Aschoff seine Mannschaft nach Vorlage von Stephan Aschoff mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später klärte SVH-Torwart Finn Brinkmann gegen Helmut Stolzenhoff in höchster Not und bewahrte damit seine Mannschaft vor dem Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren druckvoll aus der Kabine und hätten in der 49. Minute den Ausgleich erzielen können, doch Dennis Lerche schoss aus kurzer Distanz über das Tor. Anschließend übernahmen die Blau-Gelben wieder die Initiative und drücken den Gastgeber tief in die eigene Hälfte. Nach Vorarbeit von Steffen Klüsener erzielte Marian Tüns in der 55. Minute das 2:0. Zwei Minuten später erhöhte Lukas Mangels nach einem Zuspiel von Benedikt Schlupp auf 3:0 und sorgte damit für die Entscheidung. In einer einseitigen Schlussphase schraubten Tüns und Mangels mit ihren Treffern den Sieg in die Höhe.

SVH II: Brinkmann – S. Aschoff, C. Adamek, Nathaus, Lübke, Tüns, Klüsener, Mangels, Havers, Närdemann (57. Schlupp), M. Aschoff

Tore: 0:1 (32.) M. Aschoff, 0:2 (55.) Tüns, 0:3 (57.) Mangels, 0:4 (77.) Tüns, 0:5 (79.) Mangels

Eintracht Werne – PSV Bork 3:1 (0:0). Die Eintracht kam zu einem verdienten Sieg gegen das Kellerkind aus Bork, wucherte dabei allerdings mit seinen Chancen und musste deswegen in der Schlussphase um den Erfolg bangen.

Durch den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Partien rückte das Team des zum Saisonende scheidenden Trainer Muris Mujkanovic (er wird sportlicher Leiter bei der Eintracht) auf Platz vier vor.

Vor der Pause waren die Gastgeber drückend überlegen und hatten früh drei riesige Torchancen durch Mario Martinovic und Faruk Bozaci, wobei beim Schuss von Martinovic sich Borks Keeper Jens Haarseim mit einer tollen Parade den Ball aus dem Winkel fischte (10.). Bork verlegte sich aufs Kontern und hatte gelegentliche Vorstöße zu verzeichnen.

Nach der Pause machte die Eintracht zunächst da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. Und nachdem Mario Martinovic und Dario Obrenovic erste Chancen vergaben, platzte der Knoten nach einer Stunde Spielzeit. Nach einem langen Abschlag von Keeper Manuel Linke und einer Weiterleitung von Mario Martinovierzielte Dario Obrenovic das verdiente 1:0 (65.).

Mit einem wuchtigen und flach geschossenen Freistoß aus 20 Metern erhöhte Mario Martinovic auf 2:0 (78.). „Der Schuss hatte gefühlt 200 km/h“, zeigte sich Eintrachts zweiter Vorsitzender Theo Plohmann beeindruckt.

Der starke Phillip Grodowski verkürzte ebenfalls per Freistoß aus 18 Metern (80.), wobei Keeper Linke ein wenig unglücklich aussah. Kurz darauf hatte die Eintracht Glück, als Grodowski den Pfosten traf (82.). In der Nachspielzeit gelang Marko Martinovic die Entscheidung.

Eintracht: Linke – Schnynol, Dominik Obrenovic, Hasanbegovic, Lupp, Dario Obrenovic, Sarioglu (82. Zengin), Bozaci (35. Ünal), Marko Martinovic, Mario Martinovic

Tore: 1:0 (65.) Dario Obrenovic, 2:0 (78.) Mario Martinovic, 2:1 (80.) Grodowski, 3:1 (90.+3) Marko Martinovic

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte für Dominik Obrenovic (wiederholtes Foulspiel (Eintracht, 90.+1) - fraz/nil

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare