Eintracht wird ab Sommer von Jörg Fiebig gecoacht

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Jörg Fiebig wird der neue Trainer bei Eintracht Werne.

WERNE - Überraschende Wende beim Kreisligisten Eintracht Werne. Obwohl Muris Mujkanovic bereits in der Winterpause seine Zusage für die kommende Saison als Trainer gegeben hatte, wird stattdessen nun Jörg Fiebig neuer Coach.

Das erfuhr die Hammer Sportredaktion des WA. Mujkanovic soll stattdessen den neu geschaffenen Posten des sportlichen Leiters übernehmen.

Auf Nachfrage bestätigte Fiebig, dass er für die kommende Saison einen Vertrag bei den Evenkämpern unterschrieben hat. „Ja, ich habe mit Eintracht Werne geeinigt“, erklärte der 44-Jährige.

Weitere Informationen zu den Hintergründen wollen Fiebig und der Vorstand von Eintracht Werne am Sonntagabend im Rahmen einer Pressekonferenz mitteilen – und deswegen wollte Fiebig sich nicht weiter äußern.

Der überraschende Wechsel auf der Trainerbank scheint allerdings mit dem Gesundheitszustand des bisherigen Coaches begründet zu sein. Muris Mujkanovic leidet an einen Bandscheibenvorfall und musste deswegen immer wieder am Rücken intensiv behandelt werden.

Guter Kenner der neuen Liga

Fiebig trainiert seit vergangenen Sommer die Reserve des Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz-Daberg in der Kreisliga A1 (UN/HAM) und belegt dort mit seinem Team eine beachtlichen fünften Platz. Damit ist er zudem ein Kenner der neuen Liga der Eintracht in der kommenden Saison nach dem bevorstehenden Kreiswechsel.

Und Fiebig weiß auch, wie man in die Bezirksliga aufsteigt – das dürfte ein weiterer Grund für die Wahl des neuen Trainers sein. Den realisierte er in der Saison 2010/11 mit dem TuS Lohauserholz. Danach trainierte er noch die A-Jugend des Fusionsvereins und nun eine Saison lang die „Zweite“.

Wer bei der Hölzkener Reserve auf Fiebig folgt, ist derzeit offen. „Wir haben zwei, drei Kandidaten“, sagt Abteilungsleiter Dirk Köhler. „Aber wir überlegen noch.“

Fiebig, der auch schon Co-Trainer beim SVF Herringen war, beschreibt seinen Trainingsstil als „freundschaftlich, aber resolut“. Mit der Eintracht findet er einen Verein vor, in dessen Reihen viele Spieler aus dem Hammer Raum spielen wie etwa Mario Martinovic, Matthias Schynol (beide zuvor 1. FC Pelkum), Marko Martinovic (Hammer SpVg), Andreas Pawlik, Adis Hasanbegovic, Tuncay Kaya oder Thorben Lupp.

Die Eintracht wurde in den vergangenen zwei Jahren jeweils Kreisliga-Vizemeister unter Mujkanovic. In dieser Saison schied der Verein – obwohl aktuell auf Platz vier liegend – nach einem schwachen Rückrundenstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Partien früh aus dem Titelrennen aus. Grund dafür war ein kleiner Kader.

Wenn es Fiebig und Mujkanovic als sportlichen Leiter in der kommenden Saison gelingt, in diesem Bereich die Mannschaft breiter aufzustellen und das Mannschaftsgerüst zusammenzuhalten, sollte die Eintracht ein ernsthafter Titelkandidat werden. - fraz

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