Kreis Münster führt wieder zwei A-Ligen ein

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Münsters Kreisvorsitzender Norbert Reisener stellt die Pläne für die Zukunft der A-Ligen vor.

[UPDATE 17.00 UHR] MÜNSTER/WERNE - Der Fußballkreis Münster/Warendorf hat auf den Zuwachs aus dem sich zum Saisonende auflösenden Kreis Lüdinghausen reagiert und kehrt im Sommer zur alten Klassenstruktur mit zwei A-, drei B- und vier C-Ligen zurück. Denn es kommen zehn neue Vereine dazu.

"Zu diesem Beschluss gab es keine Alternative", sagte Münsters Kreisvorsitzender Norbert Reisener im Gespräch mit dem WA. Demnach wird es in der laufenden Saison keine Absteiger geben, dafür aber einen vermehrten Aufstieg.

Die zu dieser Saison neu eingeführte eingleisige Kreisliga A ist damit wieder Geschichte. Durch den Zuwachs, den der Kreis MS/WAF im Sommer aus dem Fußballkreis Lüdinghausen bekommt, sahen sich die Funktionäre gezwungen, zur alten Struktur mit zwei A-Ligen, drei B-Ligen und vier C-Ligen zurückzukehren. Das soll auch das Modell der Zukunft bleiben.

"Die Entscheidung im Fußball-Ausschuss ist vollkommen einstimmig gefallen, genau wie im Vorstand", wird Norbert Reisener in einer in Münster erscheinenden Zeitung zitiert. Demnach würde diese Lösung als mittelfristig angesehen.

Der überwiegende Teil der Basis, das war auch das Ergebnis der offiziellen und inoffiziellen Umfragen der Funktionäre, begrüßt den jetzigen Entschluss.

Aus dem neuen Kreis kommen nun (Stand zur Winterpause) die aktuell in der Lüdinghausener A-Liga spielenden Teams SV Herbern II, SV Südkirchen, SC Capelle, BW Ottmarsbocholt, Davaria Davensberg SG Selm und der TuS Ascheberg II dazu.

Allerdings ist Ascheberg II Schlusslicht und der SC Capelle ebenfalls abstiegsbedroht. Zudem führt der Werner SC II die Kreisliga B (LH) an und ist auch ein potenzieller Kandidat für die A-Ligen.

Dazu kommen aktuell neben den WSC II sechs weitere B-Ligisten und fünf C-Ligisten. In Münster spielen derzeit in einer A-, zwei B-, zwei C- und drei D-Ligen 143 Teams. Ungefähr 160 Mannschaften sind also zur neuen Saison gerecht zu verteilen. Erst wenn im Juni die exakte Anzahl an zu berücksichtigenden Teams fest steht, werde sich auch die Staffelgröße entscheiden.

Da Funktionäre in der Regel Staffeln mit 16 Teams favorisieren, bestünde noch ein Überhang von derzeit 19 Mannschaften. 18er-Gruppen dürften somit unausweichlich sein. "Darüber können wir jetzt aber noch keine Auskunft erteilen", sagt Reisener. "Das wird erst ein Thema, wenn wir wissen, wie viele Teams jeder Verein überhaupt stellt."

Vermutlich werden die Mannschaften auch nach regionalen Aspekten aufgeteilt, so dass die Neulinge aus dem Kreis Lüdinghausen in einer Staffel mit anderen Vereinen wie etwa Rinkerode zusammen bleiben könnten.

"Die Regionalisierung genießt Priorität und der Derbycharakter mit gut gefüllten Stadien soll weitestgehend bestehen bleiben", sagt Reisener.

Über die Entscheidung des Kreisvorstandes freut sich auch Tobias Trittschack, Fußball-Chef des SV Herbern: "Die geografische Einteilung ist eine gute Sache. Ich denke, auch durch den Zuwachs wird dem hohen Niveau der A-Kreisliga in Münster kein Abbruch getan. Wir sind sehr, sehr zufrieden."

Aktuell rangiert kein Bezirksligist aus dem neuen Einzugsgebiet auf einem Abstiegsplatz, was die Anzahl der Aufsteiger vergrößern würde, sofern es dabei bleibt.

So oder so werden auch die Zweiten der B-Ligen mit hochrücken, vermutlich sogar Drittplatzierte. Auch in den beiden Ebenen darunter füllen Teams von unten die Staffelstärken auf. Vermehrter Aufstieg heißt das Zauberwort. Die D-Ligen gehen komplett in den C-Ligen auf. - fraz

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