Robert Heitmann ehrt ein letztes Mal die Meister

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Robert Heitmann (rechts).

Herbern - Die Saison ist beendet und der Fußballkreis Lüdinghausen nach fast 60 Jahren Geschichte. Zwar besteht der Kreis ein weiteres Jahr offiziell auf dem Papier, sportlich gesehen haben die Vereine aber eine neue Heimat in den Nachbarkreisen gefunden.

Auf dem letzten Staffeltag am Dienstagabend (19 Uhr, Plettenberger Hof/Nordkirchen) wird Vorsitzender Robert Heitmann letztmals die Meister ehren, ehe es ab dem 1. Juli in den neuen Kreisen weitergeht. Im Gespräch mit WA-Mitarbeiterin Lenneke Lenfers-Lücker lässt Heitmann ein wenig Wehmut durchblicken.

Die letzte Saison des Kreises ist beendet. Wie fällt das Fazit aus Sicht des Kreisvorstandes aus?

Robert Heitmann: Insgesamt sind wir sehr zufrieden. Bis auf ein, zwei Ausnahmen ist alles gut gelaufen.

Welche Ausnahmen sind gemeint?

Heitmann: Diese unrühmliche Partie zwischen Lüdinghausen III und Vinnum II in der Kreisliga B mit Polizeieinsatz war nicht sehr schön. Und auch, dass Vinnum seine dritte Mannschaft zur Winterpause wieder abgemeldet hat, war nicht so prickelnd für uns.

Haben Sie denn nochmal mit solch einer Dominanz des SuS Olfen gerechnet?

Heitmann: Nein, ich hätte gedacht, dass Eintracht Werne oder Lüdinghausen dichter dran sind. Aber ich drücke Olfen die Daumen, dass sie es jetzt im zweiten Anlauf endlich mit dem Aufstieg schaffen.

Ist denn beim Abschied vom Kreis auch Wehmut dabei?

Heitmann: Auf jeden Fall. Es ist nicht einfach, den Kreis nach so vielen Jahren aufzugeben. Aber wir haben zuletzt unsere Entscheidung noch einmal Revue passieren lassen und es war die einzig sinnvolle Lösung. Vor allem die Jugendteams wären nicht mehr richtig gefordert worden.

Die Vereine haben ihre neuen Kreise schon kennen gelernt. Wie ist ihr Eindruck vom bisherigen Übergang?

Heitmann: Bislang lief alles reibungslos, die Vereine haben bisher nur Positives zurückgemeldet und es wird sich alles einspielen. In der nächsten Saison wird sich dann zeigen, wie stark unsere Kreisliga A wirklich war.

Wie sieht es persönlich mit einer neuen Funktion in anderen Kreisen aus?

Heitmann: Da der Kreis Lüdinghausen noch bis zum 4. Juni 2016 offiziell besteht, darf keiner aus dem Vorstand bis dahin eine neue Aufgabe übernehmen, höchstens in beratender Funktion. Ich persönlich will danach aber auch keine Position in einem anderen Kreis übernehmen. Wenn ich überhaupt noch etwas mache, dann in meinem Heimatverein SV Herbern.

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