SV Herbern richtet Kreishallenmeisterschaft aus

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Steven Farchmin bei der vergangenen Kreishallenmeisterschaft. Die kommende findet nun in der Sporthalle an der Nordkirchener Straße in Ascheberg statt – mit dem SV Herbern als Ausrichter.

HERBERN - Plötzlich ging alles ganz schnell: Der SV Herbern hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Kreishallenmeisterschaft im Januar 2015 bekommen. So wird der Verein neben dem Davert-Cup auch die vielleicht letzte Hallenmeisterschaft des Fußballkreises Lüdinghausen ausrichten. Für den Verein ist es eine einmalige Gelegenheit.

Eigentlich sollte die Entscheidung am Dienstag oder Mittwoch fallen, je nachdem wie die Vereine die Zusagen von den jeweiligen Gemeinden für eine Ausrichtung bekommen hätten. Doch dann stand schon am Montagabend fest: Der SV Herbern hat den Zuschlag.

„Ich war schon sehr überrascht, dass es so schnell ging, aber wir freuen uns natürlich“, erklärte Jürgen Große-Budde. Er hatte die Mölichkeit der Ausrichtung am Wochenende mit dem Vorsitzenden Werner Heitmann und dem sportlichen Leiter der Senioren, Frank Heidemann, diskutiert. Alle waren dafür und bekundeten ihre Bereitschaft bei Staffelleiter Hans-Dieter Gay. Am Montag kam dann die schnelle Zusage der Gemeinde und am Abend war schon alles in trockenen Tüchern.

„Wir sind neunmaliger Gewinner der Meisterschaft und es ist eine schöne Sache bei der vielleicht letzten Ausrichtung auch die Chance auf einen Sieg in eigener Halle zu haben“, erklärte Große-Budde, der für das Mitgliedswesen beim SVH zuständig ist.

Mit in der Verlosung um die Ausrichtung waren neben dem SV Herbern noch der Werner SC und SuS Olfen gewesen. Der SV Stockum und die SG Selm waren trotz Interesse chancenlos, da sie das Schiedsrichtersoll nicht erfüllen und so keine Turniere ausrichten dürfen. Das war schon dem SC Capelle zum Verhängnis geworden, der eigentlich als Ausrichter der Kreishallenmeisterschaft zuständig war.

„Ich hätte sowieso nicht damit gerechnet, dass sich gleich fünf Vereine melden, das war schon sehr erfreulich, denn ich hatte schon große Bedenken“, zeigte sich Hans-Dieter Gay zufrieden mit der schnellen Lösung des Problems. Er hatte die Qual der Wahl, doch die Entscheidung fiel schnell zugunsten des SV Herbern. „Ich finde es nur fair, dass ein Verein, der die Meisterschaft so lange nicht ausgerichtet hat, dann mal wieder am Zug ist“, erklärte er seine Entscheidung. Der Werner SC richtete die Titelkämpfe im Jahr 2002 aus, der SuS Olfen zuletzt 2004.

Einen möglichen Grund, warum die Vereine nun doch so viel Interesse an der Ausrichtung zeigten, gibt es für Gay auch. „Der Kreis trägt seit der Meisterschaft in Ottmarsbocholt die Schiedsrichterkosten für das Wochenende. So springt für die Vereine für ihre Mühen am Ende auch etwas mehr dabei raus“, hält Gay die Änderung für sinnvoll. - lel

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