Cappenberg nach Unna/Hamm

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Bald Geschichte: Spiele zwischen dem Werner SC und GS Cappenberg, hier mit den Reserveteams.

CAPPENBERG - Grün-Schwarz Cappenberg wird sich nach der Auflösung des Kreises Lüdinghausen im Sommer 2015 dem Fußballkreis Unna/Hamm anschließen. Dieses Votum wurde am Freitagabend in einer außerordentlichen Mitgliederversammung im GSC-Vereinsheim bekannt gegeben.

Den Beschluss traf das Präsidium bereits vor 14 Tagen. Dem lag nach den Ausführungen des GSC-Präsidenten Thorsten Garben ein Zehn-Punkte-Kriterien-Katalog zu Grunde, mit dem die Abwägung zwischen den Kreisen Unna/Hamm, Ahaus/Coesfeld sowie Dortmund getroffen wurde.

Die Grün-Schwarzen sind nach Westfalia Wethmar (im Sommer 2013), Eintracht Werne und SV Stockum der vierte Verein aus dem Kreis Lüdinghausen, der nach Unna/Hamm wechselt. Zudem hat sich auch der Türkische FC Werne dafür entschieden, stellt aber aktuell keine Mannschaft.

„Wir haben uns die Entscheidungsfindung nicht leicht gemacht. Wir sind immer in der Randlage und haben deswegen das kleinste Übel zu wählen“, erklärte Garber. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem die zu fahrenden Kilometer, die Beschaffenheit der Sportanlagen sowie die Herkunft der eigenen Mitglieder und der Sponsoren.

Wethmars Weg gefolgt

Und bei den Mitgliedern sei es nun einmal so, dass ein Drittel aus dem etwa 2 000 Einwohner zählenden Dorf stamme, ein Drittel aus Lünen komme und der Rest aus Werne, Selm und Bork.

„Unsere Sponsoren kommen vor allem aus Nordlünen und in der Gesamtbetrachtung war dann klar, dass wir wie Westfalia Wethmar den Weg in den Kreis Unna/Hamm gehen“, erklärt Garber. Auch die Jugendabteilung habe sich letztlich zu diesem Wechsel entschieden.

Zudem wurde dem Verein schriflich durch den Kreisvorsitzenden Horst Weischenberg zugesichert, dass die Senioren in der kommenden Saison in der Kreisliga A-Staffel 2 spielen werden, in der mit Westfalia Wethmar II und TuS Niederaden zwei Lüner Vereine vertreten sind.

Die Staffel 1 mit Hammer Prägung, in die es den SV Stockum und Eintracht Werne zieht, sei keine Option. „Und ich gespannt darauf, solche Vereine wie Frömern und Billmerich aus Unna kennenzulernen, die eine ähnliche Struktur haben wie wir“, erklärt Garber. „Und über die Autobahn sind wir relativ schnell in Unna. Da sieht es doch in den Flächenkreisen Ahaus/Coesfeld und Münster/Warendorf ganz anders aus.“

Keine Derbys mehr mit der SG Selm

Der Präsident findet es zwar „schade, dass es keine Stadtderbys mehr mit der SG Selm geben wird“. Aber nur eine andere Entscheidung zu treffen, weil die Selmer sich überraschend für Münster/Warendorf entschieden haben, mache keinen Sinn.

Garber wünscht den Nachbarn wie dem SC Capelle und SV Südkirchen sowie der SG Selm „eine gute Reise“. Und das sei durchaus mit einem ironischen Unterton gemeint. „Denn ich habe die Bedenken, dass die kleineren Vereine schnell in Münster/Warendorf untergepflügt werden. Die wollen dort ja mit einer leistungsbezogenen Premium-Kreisliga spielen, aus der man ganz schnell herausfallen kann. Und dann spielt man in der Kreisliga B und ist schnell weg vom Fenster. Das Konzept mit den zwei A-Kreisligen im Kreis Unna/Hamm finde ich sinnvoll“, sagt Thorsten Garber. - fraz

Die aktuelle Situation 

–  PSV Bork (Mitgliederversammlung am 29. Oktober), BW Alstedde (ebenfalls nächste Woche) und Westfalia Vinnum müssen sich noch entscheiden.

 –  FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen wollen mit ihren Fußballern nach Münster/Warendorf, die Leichathleten aber nach Coesfeld/Ahaus. Hierzu fällt der FLVW eine Entscheidung. Die Fußballer des FCN haben auch eine mögliche Abspaltung ins Spiel gebracht.

–  Nach Münster/Warendorf wechseln SV Herbern, Werner SC, VfL Senden, BW Ottmarsbocholt, TuS Ascheberg, Davaria Davensberg, SV Südkirchen, SC Capelle, SG Selm

 –  Nach Unna/Hamm wechseln Eintracht Werne, SV Stockum, TFC Werne und GS Cappenberg

 – Nach Ahaus/Coesfeld wechselt der SuS Olfen

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