Berndsen verlängert – „Es macht enorm viel Spaß“

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Thomas Berndsen arbeitet gerne beim SV Herbern.

HERBERN - Toni Brockmeier, Jugendleiter des SV Herbern, vermeldet die Verlängerung der Zusammenarbeit mit den beiden Trainern der Landesliga-A-Junioren, Thomas Berndsen und Simeon Uhlenbrock auch für die Saison 2015/2016. Im WA-Gespräch redet der 42-jährige Werner über seine Arbeit und den Zusammenhalt im Verein, aber auch über Standortnachteile.

Hat bei der Vertragsverlängerung die Ligenzugehörigkeit eigentlich keine Rolle gespielt? Noch ist der Klassenerhalt ja nicht in trockenden Tüchern.

Berndsen: Ob Landes- oder Bezirksliga, das spielt für mich keine Rolle. Ich habe das mit Toni auch gar nicht besprochen. Natürlich sind wir noch nicht gerettet. Das darf man nicht aus den Augen verlieren.

Am 22. Februar geht’s gegen Fichte Bielefeld wieder los. Die sind Siebte, haben 15 Punkte, ihr liegt mit zwölf auf Platz acht. Das ist richtungsweisend, oder?

Berndsen: Nun ja... Wir haben in der Hinrunde schon alle Gegner gehabt. Und wenn es nicht gerade Lippstadt ist, oder Rödinghausen und Münster 08, dann ist es fast möglich, gegen jeden Gegner mithalten zu können.

Bis auf wenige Ausnahmen kommen jedes Jahr die meisten Spieler aus unteren Ligen zu euch, die ihr schnellstmöglich landesliga-tauglich machen müsst. Wird das auch für 2015/2016 so sein, oder gibt’s mal echte Verstärkungen?

Berndsen: Es wäre traumhaft und wie ein Sechser im Lotto, wenn wir Spieler aus höheren Ligen bekommen würden. Wir haben noch gestern Abend, nachdem der Test gegen TuS Lohauserholz wegen des Schneefalls abgebrochen werden musste, mit dessen Trainer gesprochen. Der berichtete, er müsse noch eine Neuzugänge aus der Westfalenliga integrieren. Ich wäre glücklich, wenn ich das mal von mir behaupten könnte.

Ihr gleicht das durch ein gerütteltes Maß an Geduld und Grundlagenarbeit aus, oder?

Berndsen: Bei uns müssen die Jungs richtig hart trainieren und es kostet Zeit, ihnen Dinge zu vermitteln, die sie in der Landesliga können müssen. Was sonst in der Vorbereitung einen Monat dauert, braucht bei uns die vier-, vielleicht fünffache Zeit. Aber sie entwickeln sich weiter. Von Nichts kommt eben nichts. Wir haben es zwei Jahre geschafft und sind im dritten auf dem Weg dazu. Es wird schwer genug werden und es ist hart, aber trotzdem macht es großem Spaß, junge Spieler auszubilden und auch zu formen.

Habt ihr als Verein vom Land einen Standortnachteil?

Berndsen: Ein Beispiel. Wenn es klappt, dann haben wir am Sonntag mit Kaiserau und nächsten Mittwoch mit dem Hombrucher FV zwei Testspiele gegen Landesliga-Mannschaften aus zwei ebenfalls hervorragenden Vereinen mit einer tollen Jugendarbeit, die dazu aber noch ein perfektes Einzugsgebiet haben – Hombruch etwa mit dem TSC Eintracht oder mit dem BVB, wo eigentlich immer was abfällt. Wir hatten vor zwei Jahren zum Beispiel das Glück mit Eric Sabe und Tim Bröer von Preußen Münster. Aber das sind dann bei uns zwei, drei Spieler als Gerüst, um die du alles andere herumbauen musst. Auch das beansprucht viel Zeit.

Und einen guten Mitstreiter. Was macht Simeon Uhlenbrock als Co-Trainer aus?

Berndsen: Seine Zuverlässigkeit. Und das Miteinander muss absolut passen. Das ist bei uns gegeben. Es ist wichtig, dass man sich versteht und nicht aneinander vorbei redet. Ich habe ihn auch sehr früh gefragt, ob er weitermachen will. Das war auch für mich besonders wichtig.

Vielen Dank und alles Gute für die zweite Serie...

Berndsen: ...Moment noch. Es ist für mich noch einmal ganz wichtig zu erwähnen, dass es mir enorm viel Spaß macht, für diesen Verein zu arbeiten, auch wenn es noch so anstrengend ist. Es passt alles hervorragend zusammen und man versteht sich wirklich perfekt. Das macht die Arbeit sehr angenehm. Hier versuchen wirklich alle, dich von allen Seiten zu unterstützen. - gu

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