Jürgen Steffen neuer Vorsitzender des SV Herbern

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Jürgen Steffen ist (der neue Vorsitzende des SV Herbern

Herbern - Eine Ära endete am Freitagabend im Rahmen der Generalversammlung des SV Herbern. Nach 15 Jahren an der Spitze des Großvereins trat Werner Heitmann ab und gab den Verein in die Hände seines Nachfolgers Jürgen Steffen, der zunächst für zwei Jahre gewählt wurde.

Dem neuen Vorsitzenden der Blau-Gelben bleibt dabei allerdings der Sprung ins kalte Wasser erspart. „Man muss ja auch loslassen können... Und das hat Werner Heitmann gemacht. Er hat mich gut eingearbeitet in die neue Aufgabe“, sagt Steffen.

So wurde er in den vergangenen Wochen bereits über alle wichtigen Vorgänge im Verein informiert und nahm auch etwa an den Vertragsgesprächen der Fußball-Spitze mit dem neuen Trainer Holger Möllers teil. „Werner wollte das nicht mehr machen, da die Entscheidung ja in die Zukunft weist.“

Vom Vorgänger perfekt eingearbeitet

Und Werner Heitmann etwa kennt Jürgen Steffen schon seit seiner Kindheit, denn dieser trainierte schon in seiner Jugendzeit unter dem scheidenden Vorsitzenden. Auch dies zeigt, wie familiär es bei den Blau-Gelben zugeht und wie harmonisch der Übergang an der Vereinsspitze abläuft. „Wir haben ein töftes Verhältnis“, drückt es Steffen aus. „Es kann dem SV Herbern nichts Besseres passieren. Der Verein wird in ruhige Bahnen bleiben“, ist Heitmann davon überzeugt, dass der SVH in den Händen seines Nachfolgers gut aufgehoben sein wird

Auch wenn der 56-Jährige selber aus der Fußballabteilung stammt, sagt er: „Ich bin der Vorsitzende für alle Abteilungen.“ Denn der sieben Abteilungen zählende Verein hat nicht zuletzt durch seine breite Sportpalette die Zahl von 1 500 Mitgliedern erreicht.

Als Aktiver eher Renner als Techniker

Mit Blick auf die kommenden Jahre sagt Steffen, der als Sprecher des durchaus gewichtigen SVH-Beirates schon bislang stark in die projektbezogene Vereinsarbeit wie dem Sommerfest eingebunden war: „Projekte gibt es genug.“ Er nennt etwa als Ziel, dass das aktuelle Flutlicht am Rasenplatz gegen LED-Lampen ausgetauscht werden könnte zwecks Reduzierung der Stromkosten. Auch Licht am Trainingsrasen-Platz am Siepenweg und das Installieren von einer Solar-Anlage schwebt Steffen vor. Und nicht zuletzt steht in drei Jahren das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Vereins an.

Der gelernte Schlosser und spätere Meister, der für die Instandhaltung der Maschinen am Gesteinwerk in Stockum zuständig war, sieht genau wie sein Vorgänger Werner Heitmann die Vereinsarbeit als Mannschaftssport an. „In Herbern ist es gut, dass viele mit anpacken“, sagt Steffen.

Er selber packt auch schon lange mit an. Er trainierte in den 1980ern die C-, B- und A-Jugendfußballer, später auch die Reserve und sogar die „Erste“, die allerdings Ende der 80er Jahre unter seiner Regie in die Kreisliga A abstieg. Später war er noch eine Saison lang Co-Trainer unter Ralf Dreier in der Bezirksliga.

Seine aktive Fußballkarriere beschreibt Steffen so: „Da mussten schon 80 Leute krank sein, wenn ich mal in der Ersten gespielt habe. Ich war Spieler der Reserve und ein Mittelfeldrenner statt begnadeter Techniker.“

Der in Arup groß gewordene und in Herbern wohnende Steffen, der verheiratet ist und drei Kinder hat, ist entsprechend seit 40 Jahren im Verein. Und wie seine Arbeit in den kommenden Jahren aussieht, weiß er ganz genau: „Natürlich kannst du den SV Herbern nur mit Herzblut ausfüllen.“

Fußball-Chef derzeit im „Ruhestand“

Derzeit ohne Vorsitzenden muss die Fußballabteilung des SV Herbern auskommen, nachdem Tobias Trittschack erklärt hat, dass er im Moment keine Zeit für dieses Posten habe. Denn neben seiner herkömmlichen Arbeit schreibt Trittschack noch an seiner Bachelor-Arbeit. „Tobias Trittschack ist derzeit in den Ruhestand vesetzt“, erklärt der neue Vereinsvorsitzende Jürgen Steffen. Nach dem Abschluss seiner Bachelorarbeit im Herbst werde Trittschack wieder einsteigen. Bis dahin solle diese Arbeit auf mehreren Schultern verteilt werden. So etwa auf die von Geschäftsführer Dominik Reher und den sportlichen Leiter Frank Heidemann und Ingo Krampe.

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