Trotz SVH-Pokalsieg: Berndsen dämpft Erwartungen

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Elias Heidicker (gelbes Trikot) war am Pokalsieg der A-Junioren des SV Herbern maßgeblich beteiligt. Im Hintergrund beobachtet das Trainergespann Thomas Berndsen und sein Assistent Simeon Uhlenbrock.

Herbern - Im Kreispokal sind die Fußball-Junioren A des SV Herbern eine Runde weiter und am Sonntag im ersten Meisterschaftsspiel der neuen Landesliga-Saison gegen den SC Münster 08 aktiv.

Was eigentlich eine gewisse Vorfreude auslösen könnte, treibt SVH-Trainer Thomas Berndsen aber eher Sorgenfalten auf die Stirn.

Denn das Weiterkommen im Kreispokal (Münster) in der ersten Runde am Mittwochabend beim Bezirksligisten Westfalia Kinderhaus durch einen 2:1-Sieg nach Verängerung war äußerst glücklich. Und in der Liga, sagt Berndsen, gehe es nur um den Klassenerhalt.

„Positiv war eigentlich nur, dass wir eine Runde weiter gekommen sind“, meint Berndsen, denn: „Das war eines der schlechtesten Spiele überhaupt in der Vorbereitung.“ Beide Teams kamen dabei zu zahllosen Chancen, wobei diese nicht herausgespielt waren, sondern durch Unzulänglichkeiten in der Defensive entstanden.

In der Meisterschaft zählt nur der Ligaerhalt

Kinderhaus ging kurz vor der Pause in Führung (38.), doch im direkten Gegenzug sorge Elias Heidicker für den Ausgleich. So blieb es schließlich bis zur 118. Minute. Da entschied der Unparteiische auf Elfmeter, obwohl Heidicker bei seinem Fall wohl eher nicht von einem Gegenspieler berührt wurde. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Nils Struhkamp für das ersatzgeschwächte Team zum Sieg.

Denn der frühe Anstoß um 18 Uhr war gerade für die berufstätigen Spieler des SVH-Aufgebotes ein Problem.

Mit Blick auf die am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den SC Münster 08 beginnende Saison nennt Berndsen den Klassenerhalt als großes Ziel. Denn den vielen Spielern, die aus der eigenen B-Jugend herausgekommen sind, müsse er erst einmal die Grundlagen vermitteln.

„Landesliga in der A-Jugend und Bezirksliga in der B-Jugend ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich muss den Spielern erst einmal das Rüstzeug mitgeben. In den vergangenen Jahren hatte ich mir immer dafür ein halbes Jahr Vorbereitungszeit bis zum Winter gegeben. Ich weiß nicht, ob ich diesmal damit auskomme“, sagt Berndsen.

Mit Blick auf die Vorbereitungsspiele und den Gesprächen mit den gegnerischen Trainern, die auch gegen andere Liga-Rivalen des SV Herbern gespielt haben, meint Berndsen: „Ich weiß nicht, wer in der neuen Saison in einer starken Liga hinter uns stehen soll.“

Denn neu dabei sind mit den beiden Westfalenliga-Absteigern SC Wiedenbrück und VfL Theesen sowie dem traditionell für seine gute Jugendarbeit bekannten SuS Kaiserau aus der Parallelgruppe potenziell hochkarätige Gegner.

Die für Berndsen „schwierige Vorbereitung“ endet nun Sonntag mit dem Heimspiel ab 11 Uhr gegen den SC Münster 08. „Den Gegner kann ich nicht einschätzen. Zwar werden die Karten jährlich im Jugendbereich neu gemischt. Aber für uns gibt es keine leichten Spiele“.

Aus seinem 20 Spieler umfassenden Kader droht Luis Krampe nach seiner neuerlichen Sprunggelenksverletzung aus dem Pokalspiel in Kinderhaus auszufallen.

Kilian Höring (muskuläre Probleme) und Johannes Kruckenbaum (Leiste) sind definitiv nicht dabei, dazu haben zwei weitere Akteure noch keine Freigabe. „Und so bleiben aus einem 20er-Kader noch 15 Leute übrig“, sagt Berndsen, dessen Laune im Moment alles andere als gut ist.

Kreispokal, 1. Runde (Münster), A-Junioren: Westfalia Kinderhaus – SV Herbern 1:2 (1:1, 1:1). SVH: Mühlbrandt – Funda, Krampe (44. Vertgewall), Lachowitz, Poggenpohl (52. Närdemann), Heidicker, Struhkamp (120. Hoppe), Dubicki, Höring, Kruckenbaum, OSterkemper

Tore: 1:0 (38.) Gashi, 1:1 (39.) Heidicker, 1:2 (118.) Fouelelfmeter Struhkamp.

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