Kehrtwende in Lüdinghausen

Union verzichtet auf Strafen für pöbelnde Fans

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Lüdinghausener „Fans“ zündeten am Samstag in Werne Pyrotechnik und auch Böller.

LÜDINGHAUSEN - Kehrtwende bei Union Lüdinghausen: Entgegen der ersten Ankündigung von Montag durch den Vereinsvorsitzenden Jürgen Bornemann, als Reaktion auf die unschönen Szenen am Rande des Fußball-Kreispokal-Endspiels der B-Junioren zwischen Union und dem SV Herbern am Samstag harte vereinsinterne Sperren gegen die Beteiligten auszusprechen, ist der Klubchef nun zurückgerudert.

In einer Sitzung des Fußball-Vorstandes am Mittwoch waren auch die beteiligten A-Juniorenspieler zugegen, die im Sportzentrum Lindert mit dem Abbrennen von Pyrotechnik und Böllern, sowie Schmähgesängen und -plakaten („Fuck SVH“) aufgefallen waren.

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„Sie haben sich entschuldigt. Nachdem was auch einige Eltern mir gesagt und geschrieben haben, war das als eine mittlere Verfehlung einzuschätzen. Sie haben einen strengen Verweis bekommen“, sagte Jürgen Bornemann.

In seiner ersten Reaktion sagte er noch: „Das hat Konsequenzen. Wir werden alles ausreizen, was unsere Satzung an Strafen hergibt und mit ganzer Härte vorgehen.“ Nun heißt es seitens des Vereinsvorsitzenden: „Es gibt sicherlich Schlimmeres“, zumal auch die Unparteiischen nicht eingegriffen hätten und keinen Vermerk im Spielbericht gemacht hätten.

Die Äußerungen von Jugendleiter Ralf Hönicke („Wer das nicht abkann, sollte ins Kloster gehen“) und des sportlichen Leiters Daniel Schürmann („Emotionen gehören zum Fußball dazu, wir sind ja nicht beim Ballett“), die sich ebenfalls entschuldigt haben, bezeichnete Bornemann nun als „flapsige Bemerkung“ Auch sie erhielten einen Verweis. Dennoch wird das Spiel damit noch nicht zu den Akten gelegt, da die Jugendspruchkammer des Kreises LH sich noch mit den pöbelnden Jugendlichen befasst. - fraz

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