Eintracht Werne und SV Herbern stehen im Kreispokal-Finale

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Kampf war Trumpf gestern Abend im Dahl:  Jussef Saado (links) kommt hier allerdings zu spät.

WERNE - Dank einer starken kämpferischen Leistung setzte sich Eintracht Werne im Kreispokal-Halbfinale gegen den SuS Olfen verdient mit 3:1 (2:1) durch. Gegner am 14. Mai im Finale ist der SV Herbern, der Westfalia Vinnum locker mit 9:0 (2:0) besiegte.

„Ich hatte gesagt, dass wir immer für zwei Tore gut sind. Kompliment an die Mannschaft, die immer dagegen gehalten hat“, freute sich Trainer Muris Mujkanovic, dessen Team erstmals im Endspiel steht.

Die Evenkämper übernahmen sofort die Initiative, gingen sofort „drauf“ und erarbeiten sich so schnell die ersten Chancen. Der erste Treffer fiel allerdings nach einer Standardsituation: Lupp war mit dem Kopf zur Stelle und traf zum 1:0 bereits in der 17. Spielminute. Olfen kam überhaupt nicht richtig ins Spiel. Die Eintracht legte nach. Nach einem schönen Angriff stand Taymaz goldrichtig und erzielte den zweiten Treffer. Die Olfener reklamierten zwar Abseits, doch das Tor zählte. Die Platzherren wähnten sich jetzt schon sicher auf der Siegerstraße, dann die Ernüchterung: Erst traf Taymaz bei seiner nächsten Möglichkeit aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten, dann stellte SuS-Angreifer Marvin Böttcher kurz vor der Pause den Anschluss her (45.). Vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Eintracht-Torwart Manuel Linke und seinen Abwehrleuten.

Im zweiten Durchgang bestimmte Olfen die Partie, schnürte die Evenkämper in der eigenen Hälfte ein – aber ohne jedoch zu weiteren Chancen zu kommen. Die beste Möglichkeit vereitelte Ünal, der den Ball für seinen bereits geschlagenen Keeper von der Torlinie schlug (62.). Danach kam nichts mehr vom Kreisliga-Tabellenführer. Da die Eintracht aber auch keine guten Konter zeigte, blieb es bis zur 84. Minute spannend. Erst dann erlöste Bozaci die Gastgeber mit dem 3:1 per Abstauber. Die letzte Chance hatte Marvin Böttcher. Doch sein Schuss ging klar am Werner Kasten vorbei. Olfen konnte nicht an die guten Liga-Leistungen anknüpfen und enttäuschte.

„Aufgrund der ersten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung. Ich bin begeistert, wie meine Jungs den Kampf angenommen haben und sich in jeden Zweikampf gestürzt haben“, sagte Muris Mujkanovic.

Eintracht: Linke – Ünal, Melser, Obrenovic, Gorgon, Bozaci, Pra, Saado, Lupp (63. Woitek), Taymaz (89. Dömland), Kaya (78. T. Opsölder)

Tore: 1:0 (17.) Lupp, 2:0 (29.) Taymaz, 2:1 (45.) M. Böttcher, 3:1 (84.) Bozaci

Mit einem 9:0 (2:0)-Kantersieg ist der Titelverteidiger SV Herbern beim Kreisligisten Vinnum ins Finale eingezogen. Es war gleichzeitig der höchste Erfolg im laufenden Wettbewerb. Für den Landesligisten war Steven Farchmin der prägende Offensivmann mit drei Toren und drei Vorlagen.

„Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Wir wollten früh stören und ein frühes Tor erzielen. Das ist uns gelungen“, hatte SVH-Trainer Christian Bentrup einen entspannten Abend. Der 40. Geburtstag von Vinnums Spielertrainer Marco Habicht begann dabei bitter. Nach zwei Minuten traf Farchmin per Heber nach Traumpass von Venneker. Nach 14 Minuten erhöhte Farchmin nach einer schönen Kombination über Brockmeier und dem A-Jugendlichen Hunnewinkel.

In der Folgezeit kam Vinnum ein bisschen auf und hatte durch Quante und Bester Chancen. Zum Ende der ersten Hälfte übernahm der Favorit dann wieder die Initiative.

Nach der Pause brachen alle Dämme bei der Westfalia. „Wenn wir das 3:0 erzielen und das Tempo nachlegen, wird Vinnum einbrechen“, vermutete Bentrup – und sollte Recht behalten. Das 3:0 durch den zur Pause eingewechselten A-Jugendlichen Carlos Carima legte Farchmin nach Fehlpass von Bester vor (51.). Weitere Chancen folgten für die Blau-Gelben und als Müller nach einer Notbremse gegen Farchmin vom Platz musste und der Angreifer den anschließenden Freistoß aus 20 Metern in den Winkel zirkelte (66.), ging es nur noch um Schadensbegrenzung für die Gastgeber.

Doch das gelang ihnen nicht: Die weiteren Treffer erzielten Dominick Lünemann nach Stolzenhoff-Fehlpass und Vorlage von Carima (73,. 82.), Julian Trapp per Kopf nach Farchmin-Flanke (80.), Kapitän Brockmeier nach Doppelpass mit Farchmin und erneut Trapp in der Schlussminute, nachdem Carima zuvor zweimal den Pfosten traf

SVH: Freitag – Dubicki, Venneker (67. Trapp), Bruland (62. Pinnekämper), Brockmeier, Kaminski, Farchmin, Mangels, Hunnewinkel, Lünemann, von der Ley (46. Carima)

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (14.) beide Farchmin, 0:3 (51.) Carima, 0:4 (66.) Farchmin, 0:5 (73.) Lünemann, 0:6 (80.) Trapp, 0:7 (82.) Lünemann, 0:8 (86.) Brockmeier, 0:9 (90.) Trapp

Bes. Vork.: Rote Karte für Müller (Vinnum, 65.) nach einer Notbremse - fraz

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