Marvin Pourie über seine Rückkehr nach Deutschland

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Kopenhagens Marvin Pourie spielte bereits im Dezember 2013 in der Champions League –und das gegen Real Madrid.

LEVERKUSEN -  Am Mittwochabend tritt der dänische Vizemeister FC Kopenhagen in der 4. Runde der Champions-League-Qualifikation auf den Bundesliga-Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen (live ab 20.45 Uhr im ZDF und bei Sky).

Nach der 2:3-Hinspiel- und Heimniederlage sind die Gäste Außenseiter auf das Erreichen der lukrativen Gruppenphase. Im Kader bei den Gästen steht als einziger Deutscher Marvin Pourie. Der 23-jährige Angreifer aus Werne hofft darauf, dass ihm diesmal Trainer Stale Solbakken das Vertrauen schenkt – das war im Hinspiel nicht der Fall. Vor der sportlichen Rückkehr nach Deutschland führte Frank Zöllner ein Interview mit dem Stürmer.

Marvin Pourie, erstmals seit dem 9. Mai 2010 – damals noch für den Zweitligisten TuS Koblenz – bestreitest Du wieder ein Profi-Spiel in Deutschland. Wie sehr fieberst Du der Partie entgegen?

Marvin Pourie: Die Tore sind überall 7,32 x 2,44 Meter. Ich bereite mich wie immer konzentriert vor. Dass die Partie in Deutschland ist, hat aber schon einen besonderen Reiz.

Im Hinspiel bei der 2:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen musstest Du 90 Minuten zuschauen und konntest Deinem Team nicht helfen, nachdem Du in den beiden Spielen zuvor jeweils in der Startelf standest. Wie fühlt sich das an?

Pourie: In einem Wort ausgedrückt: Beschissen. Ich hätte der Mannschaft helfen können.

Glaubst du, dass Trainer Stale Solbakken im Rückspiel in der Bayarena auf Dich setzt? Zuletzt wurde er ja für seinen fehlenden Mut in der 2. Halbzeit beim Hinspiel in der Champions League-Qualifikation im eigenen Land stark kritisiert?

Pourie: Gute Frage. Nur bin ich da der falsche Ansprechpartner. Ich bin topfit und brenne auf einen Einsatz. Alles andere muss der Trainer verantworten.

Warum kommt Dein Trainer diesmal nicht daran vorbei, Dich aufzustellen?

Pourie: Weil ich im Training immer alles gebe und mich weiter steigere.

Bist Du im zweiten Anlauf nun angekommen beim FC Kopenhagen?

Pourie: Ich fühle mich im Team wohl, die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel wird immer besser. Ich habe eine tolle Wohnung gefunden und Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt.

Wie groß ist die Vorfreude auf das Spiel in Deutschland, zumal Leverkusen ja nur 110 Kilometer von Werne entfernt ist?

Pourie: Die BayArena ist ein super Stadion mit einer tollen Stadt. Ich hoffe natürlich, dass einige Werner den Weg nach Leverkusen finden.

Wie bewertest Du euren Fehlstart in der Liga mit Platz zehn nach fünf Spielen?

Pourie: Keiner ist mit dem Saisonstart zufrieden. Das hatten wir uns anderes vorgestellt. Manchmal hat jedoch das Quäntchen Glück gefehlt. Wie bei meinem Lattentreffer im letzten Spiel gegen Mittylland. Geht der Ball rein, wären wir in Führung gegangen. Aber so ist der Fußball.

Wie sieht die Unterstützung aus der Heimat aus?

Pourie: Das ist ganz okay. Ich telefoniere viel, bekomme Zuspruch. Fakt jedoch ist: Auf dem Platz stehe ich alleine. Und da bin ich für mich und meine Leistung verantwortlich. Sonst niemand.

Was tippst Du, wie das Spiel ausgeht?

Pourie: Du hast immer eine Chance. Auch wenn unsere nicht groß ist, werden wir Leverkusen das Leben schwer machen. Was am Ende herauskommt, weiß ich auch nicht.

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