TuS Ascheberg holt den Kreishallentitel

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Großer Jubel beim TuS Ascheberg über den Kreishallenmeister–Titel.

ASCHEBERG – Der TuS Ascheberg geht in die Annalen des Fußballkreises Lüdinghausen ein – als letzter Hallen-Titelträger im Kreis. Der Bezirksligist setzte sich in einem packenden Finale mit 4:1 gegen Gemeinde-Konkurrent SV Herbern durch. „Die Jungs haben sich als Team reingeworfen und gezeigt, dass nicht nur Einzelne zählen“, sagte ein sichtbar stolzer Trainer Holger Möllers.

Doch trotzdem überzeugten die Ascheberger auch im Detail. Mit Hendrik Heubrock und seinen 13 Treffern stellten sie den stärksten Torschützen, mit dem Spanier Jorge Molina Rodriguez den besten Spieler des Turniers. Als bester Torhüter wurde Herberns Leonhard Fenker ausgezeichnet – ein gebürtiger Ascheberger.

Im Finale hatten die Ascheberger das Glück auf ihrer Seite, sie schossen die entscheidenden Tore zur richtigen Zeit und waren dann auch eiskalt. Nach vorsichtigen Beginn schloss Aschebergs zweiter Spanier David Franco Cabrera den ersten Angriff gleich erfolgreich ab und traf flach ins rechte Eck. Die Herberner drängten auf den Ausgleich, scheiterten aber meistens am gut aufgelegten TuS-Keeper Tobias Kofoth. Der wehrte auch kurz vor Schluss der ersten Hälfte einen Schuss von Runde noch ab, doch beim Nachschuss von Närdemann war er chancenlos.

Als sich Herberns bester Spieler Robin Ploczicki drei Minuten nach dem Seitenwechsel am Knie verletzte und runter musste, waren die Herberner kurz aus der Fassung. Ascheberg nutzte das eiskalt. Erst schloss Andreas Kahlkopf eine sehenswerte Kombination ab, nur kurze Zeit später erhöhte Torjäger Hendrik Heubrock auf 3:1 und setzte mit seinem 4:1 noch einen drauf. Damit war das Spiel gelaufen und die Ascheberger hielt es nicht mehr auf der Bank. Mit einer Jubeltraube feierten sie ihren Titel – den ersten Kreismeistertitel in der Halle, der aber offensichtlich gerade noch rechtzeitig kam.

Hallen Kreismeisterschaft 2015 in Ascheberg

Die Ascheberger hatten es im Halbfinale gegen den FC Nordkirchen zum Ende noch spannend gemacht, nachdem sie durch Treffer von zweimal Heubrock und Füchtling schon mit 3:0 geführt hatten, ehe Nordkirchen durch einen Treffer von Voss zwanzig Sekunden vor Schluss für hektische Schlusssekunden gesorgt hatte.

Noch spektakulärer schoss sich der SV Herbern ins Finale – besser gesagt Julian Trapp. Fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff stand es 1:1. Alle Zuschauer stellten sich bereits auf ein Neunmeter-Schießen ein. Doch einen langen Pass nahm Trapp aus der Drehung an und knallte ihn von der linken Seite ins lange Eck. Sicherlich das Tor des Turniers.

Nicht mit dabei in der Finalrunde waren der Werner SC und Eintracht Werne. Besonders die Eintracht enttäuschte ihren Trainer Muris Mujkanovic auf ganzer Linie, denn ohne Punkte mussten sie die Heimreise antreten. „Wir haben nur Mist gespielt, die Jungs waren wohl schlecht drauf“, lautete auch sein knappes und eindeutiges Fazit.

Der Werner SC zog im entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen den FC Nordkirchen den Kürzeren. Ein Sieg hätte zum Weiterkommen gereicht, doch bei der 0:3-Niederlage waren sie chancenlos. „Es ist die bessere Mannschaft weitergekommen, wir sind verdient ausgeschieden. Viel wichtiger ist mir aber, dass alle Jungs unverletzt geblieben sind. Das ist für mich das A und O“, wollte WSC-Trainer Kurtulus Öztürk dem Ausscheiden auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. - lel

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