WSC reagiert nur: Mutloser Auftritt statt Start einer Siegesserie

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Mittelfeldspieler Marius Nowak (vorne) war am Montag beim mageren 0:0 des Werner SC in Lüdinghausen einer der wenigen Aktivposten seines Teams.

WERNE - Neun Punkte wollte der Werner SC aus den drei Spielen nach der 0:1-Niederlage gegen Nordkirchen vor einer Woche holen.

Damit solltendie Konkurrenten um den Landesliga-Aufstieg unter Druck gesetzt werden – nach dem enttäuschenden 0:0 beim Tabellenvorletzten Union Lüdinghausen sind jetzt nur noch sieben möglich.

Denn die drei Gegner nach der ersten Rückrunden-Niederlage waren eigentlich prädistiniert, um sich eine gute Ausgangsposition für das Saison-Finale zu verschaffen.

Denn auch die nächsten beiden Gegner, am Sonntag der VfL Senden und eine Woche später die kriselnde Alemannia aus Scharnhorst, sind ebenfalls zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

SC Husen-Kurl setzt sich leicht ab

Und dabei ließen mit Wethmar (1:4 in Ascheberg) und SV Langesche (3:3 in Overberge nach einer 3:0-Führung) zwei Mitbewerber aus der fünf Teams umfassenden Spitzengruppe ebenfalls Federn. Großer Nutznießer war neben dem FC Nordkirchen (5:3 gegen Schlusslicht Königsborn) auch Spitzenreiter SC Husen-Kurl, der sich nach dem 2:0 gegen den VfL Kamen leicht absetzte. Denn der Sport Club hat es nun nicht mehr selbst in der Hand, Platz eins zu erreichen. Der Rückstand für das Tam von Trainer Kurtulus Öztürk beträgt sechs Punkte, wobei Husen-Kurl in der 17er-Liga bereits ein Spiel mehr absolviert hat.

„Wir wollen, so lange es geht, die anderen Teams oben ärgen“, sagte Öztürk am Montag zum wiederholten Male. Wie lange das angesichts der derzeitigen spielerischen Schwäche noch geht, scheint eine spannende Frage zu sein.

Denn der WSC zeigte beim Vorletzten nur Reaktionsfußball. Der Ball wurde dabei quer geschoben, weil es im Mittelfeld keine Anspielstationen gab. Und wurde in den ganz seltenen Fällen das Mittelfeld mal etwas zügiger überwunden, dann waren die Offensivspieler wie Rückkehrer Daniel Durkalic auf sich alleine gestellt.

Denn das Nachrücken funktionierte überhaupt nicht; weder durch den indisponierten Janis Leenders noch durch Chris Thannheiser. Und auch Marc Schwerbrock wusste die Spielmacherrolle nicht auszufüllen.

Da sowohl die Union und auch der Werner SC tief stand, entwickelte sich eine Partie, die vermutlich in den Top 10 der Spiele mit den wenigsten Torschüssen und Torchancen in dieser Saison in der Bezirksliga 8 rutschte.

Und dass mit Pressing und frühem Attackieren Lüdinghausen durchaus zu beeindrucken ist, zeigte jüngst Abstiegskandidat FC TuRa Bergkamen, der in der Vorwoche die Lüdinghauser 45 Minuten lang einschnürte und folgerichtig auch zwei Tore erzielte.

Da der Sport Club auf dieses fußballerische Mittel verzichtete, blieb ein Spiel mit offenen Visier aus. Beide Teams blieben 90 Minuten lang im vorher verordneten taktischen Korsett eingeschnürt.

„Beide Mannschaften haben gehofft, dass die andere etwas riskiert“, sagte dazu Union-Trainer Fabian Leifken. Es blieb ein Trugschluss, der sein Team zudem zehn Punkte vom rettenden Ufer entfernte. - fraz

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