Werner SC mit Nullnummer, Wethmar verliert in Ascheberg

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Kai Wintjes im Zweikampf mit einem Gegenspieler.

LÜDINGHAUSEN -  Der ambitionierte Bezirksligist Werner SC ist am Ostermontag bei der abstiegsbedrohten Union in Lüdinghausen nicht über ein torloses Remis hinaus gekommen. Allerdings lieferte das Team von Trainer Kurtulus Öztürk erneut Magerkost ab, profitierte allerdings von den Patzern der Konkurrenz, darunter Wethmar in Ascheberg (1:4). Allerdings baute Spitzenreiter SC Husen-Kurl den Vorsprung auf den Sport Club auf sechs Punkte aus.

Bezirksliga 8: U. Lüdinghausen – Werner SC 0:0. 90 Minuten lang war der Vergleich des Tabellen-Vorletzten gegen den Drittplatzierten ein echter Langeweiler mit ganz wenigen Torchancen. Doch dann kam in der Nachspielzeit Hektik auf. Erst wollte Patrick Voll ungeahndet gegen Wernes Saka ein Revanchefoul machen, dann vergab Daniel Durkalic in der 91. Minute die beste Chance der Gäste, als er mit einem Volley-Heber i an Union-Keeper Markus Höning vorbei knapp das leere Tor verfehlte, dabei aber vom Keeper im Strafraum umgerannt wurde.

Der logische Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Niko Dahlhoff aus Unna blieb allerdings aus. Und nach der Verletzungspause für Höning und Duraklic holte WSC-Verteidiger Leon Heese Uellendahl mit einem Foul von hinten von den Beinen, ohne Chance, den Ball spielen zu können und sah zu recht Rot (90.+5). „Das war ein klarer Elfmeter. Wir haben letzte Saison auch gegen den Abstieg gespielt... Aber was hier abgeht, das ist unterste Schublade“, sagte WSC-Trainer Öztürk zu den Vorkommnissen in der Nachspielzeit mit einigen Tumulten.

Die Partie war von Beginn an taktisch geprägt. „Wir haben über 90 Minuten unsere Ordnung gehalten“, sagte Union-Trainer Fabian Leifken, und ergänzte: „Wir hatten gehofft, dass Werne irgendwann offensiver wird. Aber Werne hat wohl auch darauf gesetzt, das wir das tun.“ So blieben beide Teams tief stehen – und da beim Sport Club über die Außen kaum Bewegung kam, war das Spiel statisch und ausrechenbar. So war die Aussage von Öztürk bezeichnend für die Leistung seines Teams: „Die Bemühungen war da. Unser einziger Makel derzeit ist, dass wir uns zu wenige klare Torchancen heraus spielen.“

Vor der Pause gab es eine Halbchance durch Kai Wintjes (17.), dem der Ball versprang. Und nach dem Seitenwechsel war es der für den blassen Leenders eingewechselte Necati Bacak, der per Kopf nach Jücker-Flanke knapp vorbei köpfte (66.). 15 Minuten vor Schluss wurde der WSC dominanter und hatte durch den Volleyschuss aus 16 Metern von Dukalic eine weitere Chance, doch Höning lenkte den Ball über die Latte (79.). Aber auch Union hatte zwar wenige, aber durchaus gute Torchancen. Nach 24 Minuten musste Keeper Gebhardt gegen Wisch newski klären. Und als Schöpper auf dem nassen Boden über den Ball trat, tauchte Grewe frei vor Gebhardt auf, der aber geschickt den Winkel verkürzte (60.).

WSC: Gebhardt – Schöpper, Heese, Jücker (82. Kozlik), Wintjes, Nowak, Seifert, Leenders (46. Bacak), Thannheiser (66. Saka), Schwerbrock, Durkalic

Bes. Vork.: Rote Karte für Heese wegen groben Foulspiels (WSC, 90.+5)

TuS Ascheberg – Westfalia Wethmar 4:1 (1:0). Der TuS Ascheberg dreht immer mehr auf. „Das Ergebnis klingt deutlicher als es war“, hielt Trainer Holger Möllers den Ball zwar flach, trotzdem war es ein deutliches Ausrufezeichen, dass die Ascheberger gegen den ehemaligen Aufstiegsaspiranten setzten. Nach einem ersten Abtasten fiel Hendrik Füchtling in der 40. Minute nach einer Ecke der Ball vor die Füße – das 1:0. Beim Ausgleich prallte der Ball nach einer Ecke beim Klärungsversuch an einen Wethmarer Spieler, Kofoth war chancenlos. Doch nur drei Minuten später legte Kapitän Schroer den Ball quer, Füchtling schob aus abseitsverdächtiger Position ein. „Das war unglücklich und auch richtungsweisend“, gab Möllers später zu. Der eingewechselte Heubrock steuerte dann noch zwei Treffer bei.

TuS: Kofoth – Höhne, Drees, Falke (89. Sandhowe), Schröer, V. Sabe, Hölscher, L. Sabe, Naber, Füchtling (75. Heubrock), de Sousa

Tore: 1:0 (40.) Füchtling, 1:1 (51.), 2:1 (54.) Falke, 3:1 (84.), 4:1 (87.) beide Heubrock lel/fraz

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