„Wunden lecken“ beim FC Overberge – Wieder Frust beim FC TuRa

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Tura Bergkamen – hier mit Spielertrainer Sascha Siegner und Cihad Gün, verloren gegen den BV Brambauer

Bergkamen - Zwei Elfmetertore erzielte Overberges Angreifer Sebastian Placzek in Werne und machte damit den 2:1-Erfolg des FCO klar. Freude herrschte danach auch in Kamen und Kaiserau, lediglich TuRa Bergkamen fiel zurück in alte (Frust-)Gepflogenheiten.

Es war erneut das Wochenende des FC Overberge in der Staffel 8 der Bezirksliga. Das Verfolgerduell beim Werner SC am Freitagabend verlief lange ausgeglichen. Mit dem Elfer-Doppelpack drehte Placzek in den Schlussminuten das Spiel und zementierte damit den zweiten Platz in der Tabelle. Fünf Punkte liegt Overberge (29) hinter Spitzenreiter Senden (34) zurück, aber schon acht Zähler vor dem Dritten aus Werne (21). „Das Derby war sehr intensiv, wir müssen unter der Woche unsere Wunden lecken“, meinte Marc Woller, und: „Der eine hat eine Fußprellung, den anderen zwickt es im Rücken. Alles in allem aber halb so wild.“

Franke hat schon den FC TuRa im Blick

Positiv ist die Grundstimmung seit dem Wochenende auch wieder beim VfL Kamen. Der 2:1-Erfolg in Dorstfeld war extrem wichtig für die Truppe von Marko Barwig. So schaffte Kamen mit nunmehr 16 Punkten den Sprung ins gesicherte Mittelfeld, Dorstfeld hingegen klebt mit 13 Punkten weiterhin nahe dran an der Abstiegszone. „Wir haben uns perfekt auf das Spiel der Hausherren eingestellt“, lobte Kamens Co-Trainer Dirk Franke. „Von Zeit zu Zeit haben wir dann die entscheidenden Nadelstiche setzen können. Wenn wir nun gegen TuRa noch eins draufsetzen, dann können wir mit der Hinrunde zufrieden sein“, schaut „Pantani“ schon auf das Derby am Wochenende gegen den FC TuRa.

Eben jene TuRaner sind nach ihrem „Mini-Hoch“ und dem Punktgewinn gegen Hannibal schnell wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Gegen den BV Brambauer kostete ein 15-minütiger Aussetzer in der Mitte der ersten Halbzeit ein besseres Resultat. Brambauer nutzte diesen mit drei Treffern aus und nahm verdient die Punkte mit. „Bei uns ist leider schnell wieder die schlechte Laune zurückgekehrt“, sagt Bergkamens Trainer Sascha Siegner, und: „Wir kennen es ja leider schon und wissen damit umzugehen.“

Ein weiteres Problem ist die dünne Personaldecke am Nordberg. Gegen den BVB standen lediglich zwölf Spieler zur Verfügung. Im Winter muss es also Neuzugänge geben, spruchreif ist jedoch noch nichts. Fest steht aber wohl, dass Mark Ellerkmann den Klub nach sechs Monaten verlassen wird. Ihn zieht es dem Vernehmen nach zum A-Ligisten Rot-Weiß Unna.

Erst Paintball, dann Party

Viel Positives gibt es hingegen vom SuS Kaiserau zu vermelden. Die Truppe von Alex Berger hatte ihre Partie in Wethmar bereits in der Vorwoche absolviert und beim Favoriten mit 2:1 gewonnen. Grund genug, mal „fremdzu-gehen“. Zunächst stand in den Niederlanden eine Runde Paintball auf dem Programm, dann ging es zum Feiern ins Dorf Münsterland. „Wir haben wirklich ein super Wochenende verbracht. Das hat die Mannschaft auf jeden Fall noch mehr zusammengeschweißt“, meint Berger.

Personell gibt es gute wie schlechte Botschaften. Die beiden Milcarek-Brüder Timo und Daniel sind früher als erwartet wieder ins Training eingestiegen, dafür fällt Florin Bittner nach seiner Knieverletzung aus dem Wethmar-Spiel wohl für den Rest der Saison aus. Für Philipp Bremer geht mit seiner Knieverletzung zumindest in diesem Jahr nichs mehr. Am Wochenende hat Kaiserau zum Rückrunden-Start erneut frei, am 13. Dezember – eventuell auch schon zwei Tage früher – steigt zum Jahresausklang das Derby in Overberge.

- Von Dirk Berkemeyer

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