Bezirksliga-Staffeltag: Meister stellt auch das fairste Team

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WSC-Geschäftsführer Stefan Möller (links) und Fußballchef Thomas Overmann (rechts) mit Staffellelter Lothar König am Rande des Staffeltages in Kemminghausen.

Dortmund -  Gerade einmal eine gute Stunde dauerte es, da gehörte der diesjährige Staffeltag der Bezirksliga 8, der am vergangenen Freitag beim VfL Kemminghausen abgehalten wurde, bereits der Vergangenheit an.

Das war wohl ein Zeichen dafür, dass die geladenen Vereinsvertreter mit der Arbeit von Lothar König, Staffelleiter dieser Gruppe, rundum zufrieden waren. Grund zur Freude hatte auf jeden Fall der VfL Kemminghausen: Der Stammverein von BVB-Profi Kevin Großkreutz hatte nicht nur den Durchmarsch aus der A-Kreisliga in die Landesliga geschafft und wurde dafür von Lothar König mit der Meisterurkunde geehrt. Ferner nämlich durfte Martin Großkreutz, Vater des Nationalspielers, in seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des Klubs vom Gretelweg, auch die Urkunde für das fairste Team der abgelaufenen Bezirksligasaison entgegennehmen.

Viele Spielverlegungen werden erwartet

Immerhin: Dieser Preis ist mit einer Prämie von 250 Euro dotiert – ein positiver Nebeneffekt also. „Das ist ein Beleg dafür, dass die beste Mannschaft der Saison auch mit fairen Mitteln den Aufstieg schaffen kann“, sparte Lothar König, der übrigens alle seine künftigen 15 Schützlinge in der Dortmunder Vorstadt begrüßen durfte, nicht mit Lob.

Dabei hieß König die Neuen in seiner Liga willkommen: Landesliga-Absteiger BV Brambauer und SC Husen-Kurl sind in der Bezirkliga 8 durchaus keine Unbekannten, das trifft natürlich auch auf den VfL Kamen und den VfB Lünen zu, welche die Rückkehr in diese Liga bekanntlich geschafft haben.

Ganz ohne leichte Kontroverse ging der Staffeltag aber doch nicht über die Bühne: „Damit kein Zweifel aufkommt, der VfL Kemminghausen ist verdient aufgestiegen. Wir vom Werner SC haben es aber nicht ganz verstanden, warum das abgebrochene Spiel des TuS Hannibal gegen den Kemminghausen nicht auf deren Platz wiederholt wurde, sondern auf neutralem Boden. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Kemminghausen, Westfalia Wethmar und wir in der Tabelle auf Augenhöhe“, lautete der durchaus berechtigte Einwand von Thomas Overmann, dem ersten Vorsitzenden des Werner SC. Zur Erinnerung: Die Partie TuS Hannibal gegen Kemminghausen war am 17. Mai diesen Jahres in der Halbzeit abgebrochen worden, weil Unbekannte während der ersten Hälfte in die Kabine des Referees eingedrungen waren und Sachen entwendet hatten.

„Der Unparteiische sah sich aufgrund dessen nicht mehr in der Lage, die Partie noch fortzusetzen“, erklärte Staffelleiter Lothar König als Beobachter des Spieles.

„Vom TuS Hannibal kam der Antrag, die Neuauflage dieser Begegnung wegen des zu erwartenden Zuschauerzuspruchs auf dem Platz an der Flora zu verlegen, weil man den auf eigenem Platz nicht hätte bewältigen können“, teilte der Staffelleiter mit.

Rund 1600 Besucher dieses Spieles gaben den Verantwortlichen angesichts dieser Maßnahme im Nachhinein Recht. Das Spiel gewann Kemminghausen übrigens mit 4:2. Eine Antwort, die Overmann schließlich zur Kenntnis nahm.

„Grundsätzlich habe ich nichts gegen Vorverlegungen von Spielen, wenn sich beide Clubs einig sind. Allerdings sollte mir das mindestens zehn Tage vorher gemeldet werden. Spiele nach hinten zu verlegen ist allerdings ganz allein meine Sache. Das wird in der kommenden Spielzeit wohl häufiger vorkommen, weil Borussia Dortmund und Schalke 04 vermutlich in der Europe League vertreten sein werden, was mehrere Sonntagsspiele für beide Vereine nach sich zieht.

Der Spieltermin kann dann vorverlegt werden, ansonsten erfolgt die Neuansetzung der Partie spätestens direkt im Laufe der folgenden Woche“, gab Lothar König den Delegierten mit auf den Heimweg. - red

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