WSC-Trainer Öztürk: Erste Serie kein Thema mehr

Jussef Saado kurz vor seinem Comeback mit Trainer Öztürk.

WERNE -  Dominik Giffey ist noch nicht ganz angekommen beim Werner SC: Als seine neuen Teamkollegen in der Kabine damit begannen, ihren überlegenen 6:0-Erfolg über den VfL Senden zu feiern, stand der Neuzugang von der Hammer SpVg II noch draußen vor der Tür. Aber das wird sich schnell ändern. Und ihm dürfte gefallen haben, was ihn sportlich mit den Jungs in der zweiten Serie erwartet.

Ein weiterer Quasi-Winterzugang hatte dafür beim Tabellenzweiten seinen (Kurz-)Einsatz: Jussef Saado, im Sommer aus dem Dahl in den Lindert gewechselt, durfte nach der Einwechslung für Dennis Seifert nach 80 Minuten noch für ein paar Ballkontakte Ligaluft schnuppern. Wegen einer langwierigen Muskelverletzung war der einstige Eintracht-Torjäger bisher nicht in Erscheinung getreten. „Er war definitiv unser Pechvogel der Hinrunde“, meint Trainer Kurtulus Öztürk.

Leichte Hemmungen waren Saado in Spielsituationen mit seiner Beteiligung deutlich anzumerken. „Es war abgesprochen, dass er keinerlei Risiko eingeht. Aber mir persönlich war es wichtig, dass er dieses Jahr noch einen Einsatz hat“, sagt Öztürk, und: „Ich bin fest davon überzeugt, dass er topfit in die Vorbereitung gehen wird.“

Und noch ein WSC-Spieler hat am Sonntag eine lange Pause beendet. Sebastian Schnee musste ein letztes Mal im Rahmen seiner 3-monatigen Sperre (Kopfstoß im Spiel gegen SuS Kaiserau) zuschauen. „Ich bin froh, dass das vorbei ist. Es ist schlimm, so lange auf der Bank zu sitzen und seiner Mannschaft nicht helfen zu können“, meinte der Mann von der rechten Außenbahn. „Kein Mitleid, denn er hat sich das ja selbst eingebrockt. Aber so etwas passiert ihm so schnell nicht wieder...“, meint sein Trainer, der mit der ersten Serie gedanklich abschließen will: „Strich drunter, fertig. Den Reset-Knopf drücken, dann geht’s von Neuem los.“

Mit Blick auf die zweite Serie mehren sich für Kurtulus Öztürk also die Alternativen, zumal die Verpflichtung von Julian Rohlmann aus Wiescherhöfen für die Offensive fix ist. Ein Fragezeichen steht noch hinter Markus Poczkaj vom Westfalenligisten SV Holzwickede, der weiterhin prüft, ob der Job mit dem Fußball unter einen Hut zu bringen ist – oder vielleicht doch der BV Brambauer attraktiver?

„Ich habe das Gerücht gehört und darauf Dirk Bördeling angerufen. Der hat im Prinzip bestätigt, dass sie auch Markus wollen“, berichtet Öztürk von einem Telefonat mit seinem Kollegen aus Lünen.

Einen Angreifer hat Öztürk jetzt noch auf seinem Zettel – Linksfuß, groß gewachsen und mit 28 Jahren schon recht erfahren. Hier erwartet er eine eher kurzfristige Zusage. Nicht mehr auf der Liste ist hingegen Tim Richter. Den Offensivmann vom Ligarivalen SV Langschede hatte Öztürk nicht erst seit gestern als Wunschspieler im Blick. Doch der 24-Jährige entschied sich für einen Wechsel in der Winterpause zum Westfalenligisten Hombruch.

Rohlmann-Debüt bei Stadtmeisterschaft

Julian Rohlmann wird für den WSC bereits in zwei Wochen bei der Werner Meisterschaft in der Linderthalle auflaufen. Für Dominik Giffey ist’s zu früh. „Er kommt direkt aus einer Verletzung“, sagt Öztürk, der seinen neuen Verteidiger – wenn überhaupt in der Halle – erst bei der Kreismeisterschaft einsetzen wird. - gu

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