0:0 gegen VfL Senden – Sicherheit geht vor

WSC-Trainer Kurtulus Öztürk erklärt den Angreifern Yasin Yilmaz und Jussef Saado vor deren Einwechslung seinen Plan.

Werne - Der Werner SC trennt sich in der Bezirksliga (8) vom Tabellenführer VfL Senden mit einem torlosen Unentschieden. Die Blau-Roten teilen sich damit zum dritten Mal in Folge mit einem Gegner die Punkte, sind damit aber auch das vierte Mal in Folge ohne Sieg.

Für Senden ist es das erste Spiel nach vier Siegen und 16:1 Toren ohne Dreier und ohne Torerfolg.

Dabei legt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk großen Wert auf eine stabile Defensive. Nachteil: Erst in der Nachspielzeit gibt’s für den Sport Club die einzige herausgespielte Torchance.

Öztürk bietet dieses Mal zwei dicht stehende Viererketten auf, lässt für die hintere wieder Schnee und Seifert in die Startelf rotieren und in die vordere Bruland statt Klossek. Der WSC macht den Sendenern – ohne den Ex-Preußen Rico Schmider im Aufgebot – das Leben schwer und die Räume eng. Daraus ergeben sich schon in der gegnerischen Hälfte zwei Ballgewinne. Beim ersten fängt Durkalic einen Pass von Reckmann ab, doch Baslarli steht beim folgenden Abspiel im Abseits (13.), beim zweiten Mal läuft wieder Durkalic in einen Pass von Reckmann und bedient Baslarli, dessen Schuss aus 25 Metern aber abgefälscht wird (16.). Das war’s aber von den WSC-Spitzen.

Der Sport Club – etwas tiefer stehend – zwingt seinen Gegner lieber in viele Zweikämpfe, hält ihn so vom Tor fern. Einmal kommt der VfL aber durch: Joshua Dabrowski, aus der U19-Bundesliga zum VfL gekommen, spielt Rabah Abed frei, doch Daniel Rafalski ist rechtzeitig unten und hält aus kurzer Distanz glänzend (23.).

Das ist auch für den VfL für lange, lange Zeit die letzte Torchance. Über die Halbzeitpause hinweg gibt’s für jeden noch eine „halbe“ Chance: Jeweils nach einem Freistoß köpfen Abed und Simon über das Tor. Auch mit Standards wird der WSC nicht gefährlich.

Nach 69 Minuten bringt Öztürk für Durkalic und Baslarli mit Jussef Saado und Yasin Yilmaz zwei neue Spitzen. Beide sind sofort bemüht und bringen frischen Wind ins Spiel, aber auch viele hektische Aktion. Wichtig für den WSC: Er holt sich hinten neue Sicherheit und steht sehr gut, doch nach vorne ist das Spiel viel zu hektisch.

Senden hat die letzte halbwegs gefährliche Aktion in der 88. Minute. Da hält Rafalski einen 30-Meter-Aufsetzer von Steffen Nagel sicher. Und der WSC? Der macht mit seinem einzigen wirklich bis zum Ende ausgespielten Angriff der gesamten Begegnung fast das Siegtor, als Jussef Saado flach von der rechten Seite flankt, Rohlmann in der Mitte aber vehement gestört wird und um Zentimeter den Ball verpasst (90.+1).

WSC: Rafalski – Schnee, Giffey, Seifert, Zilligen, Rohlmann, Bruland, Simon, Thannheiser – Durkalic (69. J. Saado), Baslarli (69. Yilmaz)

Trainermeinung:

Rainer Leifken (VfL Senden): Es war ein gerechtes Unentschieden und ein Spiel, in dem jeder von den Fehlern des Gegners gelebt hat. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, da jeder Respekt vor den anderen. Mit dem Punkt kann ich leben. Wir sind weiterhin Tabellenführer, was will ich mehr.

Kurtulus Öztürk (Werne SC): Mit der Leistung bin ich voll einverstanden. Es war unser Plan, Senden das Spiel etwas zu überlassen. Wir haben viele, viele Zweikämpfe gewonnen, vor allem durch Giffey und Seifert. Das wir hier kein Offensivfeuerwerk abfackeln, das war klar. Insgesamt war es kein großer Unterschied. Aber wir waren in den letzten Minuten etwas näher am Tor, waren hoch konzentriert bis zum Ende. Insofern war das schon überragend.

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