1:1 – WSC verpasst in Senden frühe Entscheidung

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Joel Simon (rechts) erzielte das erste Tor des Werner SC in der neuen Saison nach nicht einmal 180 Sekunden.

WERNE -  „Das ist schon eine gefühlte Niederlage. Wir müssen hier klar gewinnen“, sagt Kurtulus Öztürk nach dem 1:1 (0:1) zum Start in die Bezirksliga-Saison beim stark eingeschätzten VfL Senden. Dabei hat der Werner Spielertrainer vor allem die Anfangsphase im Blick, in der seine Elf die Partie bereits entscheiden muss. Am Ende haben aber auch die Gastgeber die Chance auf den Sieg und den Punkt letztlich verdient.

Öztürk überrascht seine Gegner mit einer Dreier-Abwehrkette (Heese, Hisham Saado, Schöpper), einer Doppel-Sechs (Simon, Schwerbrock), offensiven Außenspielern (Seifert, Schnee), zwei Spitzen (Bacak, Durkalic) und einem „Raumdeuter“ (Thannheiser) dahinter.

Senden wird vom Anpfiff schon früh im Aufbau gestört. Die Belohnung dafür lässt nicht lange auf sich warten. Schwerbrocks Freistoß von der linken Seite veredelt Joel Simon nach nicht einmal drei Minuten mit einem Kopfball zum Führungstreffer.

Auch danach ist der VfL mit dem schnellen Werner Spiel überfordert. „In dieser Phase müssen wir das zweite und dritte Tor machen“ ärgert sich Öztürk. 25 Minuten lang lässt der WSC seinen Gastgebern kaum Luft zum Atmen, dann lässt bei den Blau-Roten die Konzentration nach. Senden bekommt Räume und befreit sich, spielt sich aber bis zur Pause keine echte Chance heraus. Zwei Distanzschüsse und zwei Eckbälle, das ist die magere Ausbeute.

Auch die erste gefährliche Szene nach der Pause hat der Werner SC: Bacak spielt im Strafraum quer auf Thannheiser, doch der schaufelt die Kugel freistehend aus zwölf Metern über das Tor (52.).

Rockel überzeugt beim Pflichtspiel-Debüt

In der Folge bestimmt der VfL das Spiel, sieht Schwächen auf der rechten Werner Seite, wo Sebastian Schnee mehr und mehr die Bindung zum Spiel verliert. Zunächst zwingt Felix Stutenkemper Torhüter Michael Rockel mit einem Schuss aus 25 Metern zu einer tollen Reaktion (57.), dann kommt Reckmann nach Flanke von Stutenkemper zu einem Kopfball (58.).

Michael Rockel, einziger Neuzugang des WSC in der Startelf, ist wiederum nur eine Minute später machtlos. Nach einem Eckball klären die Gäste genau vor die Füße von Stutenkemper, der den Ball volley aus 14 Metern zum Ausgleich ins Netz befördert.

Danach ist wieder der WSC am Zug: Zunächst klärt Lemmer im letzten Moment gegen Bacak (68.), dann ist Torhüter Reher nach einem lang gespielten Pass schnell aus seinem Kasten heraus und klärt vor Bacak (74.). Schließlich steht Durkalic nach Schwerbock-Zuspiel ziemlich frei, bekommt bei seinem Linksschuss aber keinen Druck hinter den Ball.

Ihre groß Chance auf das Siegtor bekommen die Gastgeber in der 89. Minute serviert. Nach einem Werner Eckball verliert Kai Wintjes die Übersicht und den Ball, dann geht’s über drei Stationen in die andere Richtung: Tobias Schulte und Jeyenthira bringen die Kugel binnen Sekunden nach vorne, wo Danny Banach frei vor Rockel auftaucht, der mit einer Fußabwehr rettet.

Auf der Gegenseite steht VfL-Keeper Markus Reher im Blickpunkt. In der Nachspielzeit mäht er Dennis Seifert (von Bacak glänzend freigespielt) an der Strafraumgrenze um, sieht dafür vom starken Unparteiischen Yasin Sagli (Gladbeck) die Rote Karte. Feldspieler Patrick Reckmann zieht sich die Handschuhe über, muss aber nicht mehr eingreifen. Denn Marc Schwerbrock schießt mit der letzten Aktion des Spiels den Ball flach an Mauer und Tor vorbei (90.+3).

Werner SC: Rockel – Heese, H. Saado, Schöpper – Schwebrock, Simon – Seifert, Thannheiser (84. Wintjes), Schnee (75. Nowak) – Bacak, Durkalic (78. Leenders)

Tore: 0:1 (2.) Simon, 1:1 (59.) Stutenkemper

Bes. Vork.: Rote Karte Torhüter Reher (VfL) nach Foul an Seifert (90.+2) - gu

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