Werner SC schlägt Senden, aber Overberge patzt

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Daniel Durkalic (links) erzielte das WSC-Tor beim VfL Senden.

Werne - Der Werner SC hat die Heimserie von Bezirksliga (8)-Spitzenreiter VfL Senden beendet und gewinnt mit 2:1. Den Ausrutscher des Tabellenführers kann Verfolger FC Overberge aber nicht nutzen. Sie verlieren mit 0:2 beim TuS Hannibal.

Bezirksliga (8) VfL Senden – Werner SC 1:2 (1:1). Es hätte wieder spannend werden können an der Spitze der Liga, doch Sendens Verfolger Overberge versäumte es durch das 0:2 gegen Hannibal, den Rückstand zum Führenden auf zwei Punkte zu verkürzen. „Ist uns aber egal“, meinte WSC-Trainer Kurtulus Öztürk, der einmal mehr rundum zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Der Sieg ist total verdient – auch ein Drei- oder Viereins wäre okay gewesen“, meinte Öztürk.

Dabei war der VfL bis zu diesen 90 Minuten die heimstärkste Mannschaft der Liga mit neun Siegen aus neun Spielen und einem Torverhältnis von 36:5.

Weil Senden überdies die stärkste Offensive hat, trat Öztürk nominell zwar mit einer Dreier-Abwehrkette an, doch bei Ballbesitz der Sendener wurde daraus schnell eine Fünferlinie. In diesem 5-4-1 machte der Sport Club die Räume eng und nahm den Sendern den Platz, den sie für ihr Spiel brauchen.

Auch der Spielverlauf kam den Gästen entgegen. Schon in der dritten Minute erzielte Daniel Durkalic das 0:1. Werne besaß danach eine gute Chance (Baslarli) und zwei Annäherungen (Rohlmann, Leenders), doch nach 35 Minuten fiel der Ausgleich. Sendens Keeper Dening fing eine Werner Ecke ab und leitete den Konter ein. Über Rico Schmider kam der Ball zu Rabah Abed, der sich die Chance zum 21. Saisontor nicht nehmen ließ.

Das entscheidende Tor fiel nach 57 Minuten. Rohlmann schoss von rechts einen Freistoß mit links und vollem Risiko auf den zweiten Pfosten, Nagel klärte vor dem einschussbereiten Thannheiser, traf dabei aber ins eigene Tor.

Danach suchte der Sport Club mutig die Entscheidung, bot damit den Gastgebern aber Räume an. Erst als sich der WSC wieder zurückfallen ließ, wurde das Spiel sicherer – und auch gefährlicher: Thannheiser mit Picke und Rohlmann mit einem Volleyschuss hatten noch das dritte Tor auf dem Fuß.

Werner SC: Vorwick – Seifert, Heese, Stöver – Saado, Klossek – Rohlmann, Thannheiser (87. Yilmaz), Durkalic, Leenders – Baslarli (75. Hennes)

Tore: 0:1 (3.) Durkalic, 1:1 (35.) Abed, 1:2 (58.) Eigentor Nagel

TuS Hannibal – FC Overberge 2:0 (0:0). Der Tabellenzweite FC Overberge hat den Ausrutscher von Spitzenreiter VfL Senden (1:2 gegen Werner SC) nicht genutzt und bleibt fünf Punkte hinter dem Aufstiegsfavoriten.

Anfangs ging der Plan von Trainer Marc Woller auf – die Mannschaft kam gut in das Spiel hinein. Sie schaffte es dabei, den Gegner früh unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Dabei ergab sich auch immer die ein oder andere Chance.

Ab der 20. Minuten kamen aber die Gastgeber besser ins Spiel. Die Bergkamener reagierten nur noch statt das Spiel selbst zu gestalten und eigene Angriffe auszuspielen. Zum Ende der Halbzeit waren die Chancen jedoch ausgeglichen.

Kurz nach der Pause vergab Hannibal dann zwei hundertprozentige Gelegenheiten, Overberge wackelte. Das änderte sich nicht bis die Dortmunder in der Schlussviertelstunde gleich zwei ihrer zahlreichen Chancen des zweiten Durchganges nutzen.

„Das hätte auch gut und gerne mit einem höheren Sieg für Hannibal ausgehen können“, gab Woller zu, und: „Vielleicht bringt uns die Aufarbeitung mal wieder etwas runter und wir können uns anschließend konzentrierter auf die nächsten Spiele vorbereiten.“

Nach der Winterpause ist das die erste von drei Partien, die die Overberger nicht für sich entscheiden konnten. Von einem körperbetonten und intentiven Spiel zeugen auch insgesamt sechs gelbe und eine gelb-rote Karte. Dabei blieb es insgesamt jedoch einigermaßen fair.

FCO: Thomas – Mülle (45. Morsel), Haurand, Manka, Eckelt, Rösener, Wahle, Placzek (67. Brelian), Brügmann, Duman, Manka

Tore: 1:0 (75.) El Bahat Bouzekry, 2:0 (78.) Zulfic

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