Werner SC muss seine Zurückhaltung wieder ablegen

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WSC-Coach Kurtulus Öztürk ist nicht zufrieden.

WERNE - Nun hat es also den Werner SC erstmals in diesem Jahr erwischt. Der Bezirksligist verlor in der Nachspielzeit im Verfolgerduell am Sonntag mit 0:1 gegen den FC Nordkirchen. Dabei knüpfte der Sport-Club fast nahtlos an die insgesamt wenig kreativen Auftritte aus den Vorwochen an.

Diese gab es auch schon mal mehr oder weniger in den Partien gegen Wethmar (3:1), Ascheberg (3:1), Husen-Kurl (0:0) und bei der ÖSG Viktoria Dortmund (3:2) gegen unterschiedlich spielstarke Teams. Doch durfte sich da WSC-Spielertrainer Kurtulus Öztürk stets auf die individuelle Klasse seiner Angreifer und die stabile Defensive mit einem sicheren Torwart Thomas Gebhardt dahinter verlassen. Dabei kam Öztürk nach der ersten Niederlage des Jahres zu einer auf den ersten Blick eigentümlichen Einschätzung: „Komischerweise tut mir die Niederlage nicht so weh wie die Leistung aus der Vorwoche beim 3:2-Sieg über die ÖSG Viktoria“, erklärt der Spielertrainer.

Denn da habe sein Team nach starken 20 Minuten und einer 2:0-Führung das Spielen fast komplett eingestellt und nur glücklich gewonnen.

Ob der Sport Club nun in den kommenden Wochen seine Zurückhaltung ablegen wird, ist dabei eine spannende Frage. Denn zum Beispiel am kommenden Ostermontag tritt der auf Platz drei zurück gefallene WSC auf den Vorletzten Union Lüdinghausen, der im Hinspiel mit 7:2 aus dem Lindert geschossen wurde. „Klar wollen wir da Druck machen. Wir wollen die drei Punkte“, sagt Öztürk.

Und in der Woche darauf kommt mit dem VfL Senden ein abstiegsbedrohter Klub, der die Werner in der Hinrunde mit Kampf und Leidenschaft mit 1:0 bezwang.

„In den kommenden Wochen gibt es einiges zu holen“, sagt Öztürk und will weiter kräftig an der Tabellenspitze mitmischen.

Das größte Manko für die Öztürk-Elf aktuell scheint dabei das Fehlen eines Spiellenkers zu sein. Jedenfalls gelang es am Sonntag gegen Nordkirchen Marc Schwerbrock nicht, diese Rolle auszufüllen. Allergings nimmt Öztürk seine gesamte Offensive in die Pflicht. Und da hatte er zum einen Erkannt, dass „der Respekt einfach zu groß war“ und zum anderen, dass „der letzte Biss fehlte“.

Auch hätten seine Spieler zu kompliziert nach vorne gespielt, um die nötige Gefahr herauf zu beschwören. „Ich wünsche mir, dass wir den kürzesten und schnellsten Weg zum Tor suchen“, sagt Öztürk.

Und angesichts der derzeit erkennbaren Formschwäche bei einigen Akteuren schließt der Spielertrainer für die Aufgabe an Ostermontag einige Änderungen nicht aus. Dabei bringt er sich selber ins Gespräch und ist auch froh, dass Torjäger Daniel Durkalic seine Knieverletzung ausgestanden hat und wieder zur Verfügung steht. - fraz

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