WSC gibt Tabellenführung ab nach 1:1 beim FCN

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Drei Tore nach Eckbällen wie noch gegen den SC Dorstfeld gab’s gestern für den Sport Club nicht. Der FC Nordkirchen (rote Trikots) war gut auf die Varianten der Werner – hier mit Schnee, Giffey und Simon (von links) – eingestellt.

WERNE - Der Werner SC hat durch das 1:1 (1:1) beim FC Nordkirchen die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga (8) wieder an den VfL Kemminghausen abgegeben, kann aber weiter aus eigener Kraft Meister werden.

Für den Sport Club, der mehr als 30 Minuten lang in Überzahl spielte. ist es das sechste Spiel gegen den FCN in Folge ohne Sieg – eine schlechtere Bilanz haben die Werner gegen keinen anderen Dauergast in dieser Liga.

Der WSC spielt – wie in den letzten Wochen – mit Viererkette, der FCN setzt auf eine Dreier-Abwehr mit zwei hoch stehenden Außen – lange Zeit Öztürks Erfolgsrezept. Der Sport Club versucht viel über die linke Seite, wird aber über rechts erstmals gefährlich: Durkalic dringt bis zur Torauslinie durch, seinen Rückpass setzt Thannheiser aus 18 Metern über das Tor (7.). Der WSC ist in der Folge präsenter: Ein Schuss von Schnee wird geblockt (15.), keine 60 Sekunden später muss sich Gebhardt mächtig strecken, um einen Distanzschuss von Bacak ins Toraus zu klären.

Auf der Gegenseite hat der Sport Club Probleme, schnell auf Defensive unzuschalten. Das gibt dem FCN erste Gelegenheiten durch Lorenz und Torlop.

Die Werner Führung ist nach 31 Minuten aber nicht unverdient. Nach einem Schwerbrock-Freistoß von der linken Seite fliegt der Ball nach Rohlmanns Schuss eigentlich am Tor vorbei, doch Simon steht goldrichtig und netzt aus fünf Metern ein. Die Nordkirchener Proteste sind unberechtigt, denn Mikuljanac hebt das Abseits auf.

Danach nimmt die Partie weiter Fahrt auf – und der FCN gleicht schnell aus. Schnee spring mit ausgebreiteten Armen in eine Flanke von Jaber, bekommt die Kugel an den Arm. Der von Schiri Schäper verhängte Elfmeter ist korrekt. Lorenz behält die Nerven und schiebt überlegt unten links ein (41.).

Noch ist nicht Pause: Zunächst schießt Seifert im eigenen Strafraum Patrick Wilcock an, doch der ist zu überrascht, plötzlich frei vor Keeper Rockel zu stehen. Auf der Gegenseite verfehlt Schwerbrock das Ziel mit einem verdeckten Schuss knapp, dann bekommt Bacak den Flankenball von Durkalic aus drei Metern nicht über die Linie. Tom Gebhardt reagiert glänzend.

Die erste Chance nach der Pause hat der WSC: Thannheiser dribbelt von rechts in den Strafraum und hat den Ball auf links und freie Schussbahn – hat aber nur einen „rechten Fuß“.

Dann rückt Schiri Schäper in den Vordergrund. Zunächst schickt er Patrick Wilcock nach einem taktischen Foul im Mittelfeld mit Gelb-Rot vom Platz, dann drückt er bei einem Handspiel von Joel Simon – ebenfalls wegen eines taktischen Fouls schon verwarnt – beide Augen zu. Den Freistoß gibt’s, die zweite Gelbe aber nicht.

Öztürk reagiert, nimmt bei Überzahl seinen gefährdeten Sechser raus, bringt Jussef Saado für den Angriff und stellt auf ein 4:3:3 um. Der Neue hat auch gleich eine Top-Chance, verpasst aber Bacaks Flankenball (74.). In der Folge bekommen die Werner keinen Druck aufgebaut, stehen sich teils selbst im Weg – eine Schlussoffensive sieht anders aus.

Und der Sport Club hat sogar Glück, als Ex-Profi Piorunek nach einem Konter über Fritsche und Moltrecht aus kurzer Distanz zum Kopfball kommt, Rockel aber glänzend pariert (78.)

FCN: Gebhardt – Mikuljanac, Temmann, D. Wilcock – Nolte – Jaber, Moltrecht, P. Wilcock – Voß (77. Piorunek) – Torlop (56. Fritsche), Lorenz

WSC: Rockel – Seifert, Giffey, H. Saado, Schnee – Simon (70. J. Saado) – Rohlmann, Schwerbrock, Thannheiser – Durkalic, Bacak (87. Öztürk)

Tore: 0:1 (31.) Simon, 1:1 (41.) Handelfmeter Lorenz

Bes. Vork.: Gelb-Rot. P. Wilcock (FCN, 61.) nach wiederholtem Foulspiel - gu

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