WSC siegt im Verfolgerduell, hat aber kaum Titelchancen – Ascheberg siegt

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Joel Simon erzielte das 1:0 für den WSC.

WERNE -  Der Werner SC hat glücklich mit 3:2 im Verfolgerduell gegen den SV Langschede gewonnen. Da allerdings auch der Spitzenreiter SC Husen-Kurl mit 5:0 gegen Nordkirchen siegreich war, beträgt der Rückstand des Sport Clubs auf den Tabellenführer zwei Spieltage vor Saisonende weiter fünf Punkte.

Einen Rückschlag musste hingegen der Tabellenzweite Wethmar hinnehmen, der gegen Senden nicht über ein 1:1 hinaus kam und nun vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Husen-Kurl. Im Tabellenkeller hat Union Lüdinghausen nach dem 1:2 in Ascheberg nun ganz schlechte Karten.

Bezirksliga 8: Werner SC – SV Langschede 3:2 (1:1). Der Werner SC feiert mal wieder einen seiner gefürchteten Last-Minute-Siege. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit sorgt Marc Schwerbrock mit einem Foulelfmeter für das 3:2-Siegtor im Spitzenspiel gegen den SV Langschede. Doch für den Landesliga-Aufstieg wird’s wohl nicht mehr reichen.

Denn Tabellenführer SC Husen-Kurl liegt nach dem 5:0-Heimsieg gegen den FC Nordkirchen weiter fünf Punkte vor dem Sport Club und hat – zwei Spieltage vor dem Ende – auch das klar bessere Torverhältnis (plus 18). Immerhin rückt der WSC an Langschede vorbei auf den dritten Rang vor.

Für den WSC gibt’s den ersten Schreck vor der Partie: Torjäger Daniel Durkalic meldet sich mit „Magen-Darm“ ab. Für ihn spielt Yannick Eisenbach einzige Spitze, dahinter teilen sich Thannheiser und Schwerbrock die „Doppel-Zehn“. Das klappt anfangs gut – und wird nach 16 Minuten mit dem 1:0 belohnt: Eisenbach behauptet auf rechts an der Strafraumgrenze den Ball, Schnee spielt quer auf Joel Simon – und der hat, blank vor Keeper Müller, die freie Auswahl.

Doch allzu viele Vorwärtsaktionen gibt es danach nicht mehr. Der WSC steht wie immer hinten sehr gut, dies aber zu Lasten der Offensive. Langschede operiert x-fach mit hoch und weit geschlagenen Bällen, was sich als untauglich erweist. Aber der Gast kommt zum Ausgleich. Marcel Eichhorst macht dem SVL mit einem fatalen Rückpass von links ein unverhofftes Geschenk, Tim Richter nimmt dies dankend an und lässt Gebhardt keine Abwehrchance (42.).

Der Sport Club, bei dem Innenverteidiger Saado ebenso verletzt ausscheiden muss wie Eisenbach, hat nach 54 Minuten durch einen 25-Meter-Schuss von Thannheiser die erste kleine Chance der zweiten Halbzeit, doch es folgt eine lange Zeit ohne gute Offensivaktion.

Dafür macht Eichhorst den Gästen das nächste Geschenk. Nach dem gefühlt einhundertsten lang geschlagenen Ball der Gäste tritt der Werner Defensivmann ein Luftloch, wieder ist Tim Richter durch und schiebt den Ball flach an Gebhardt vorbei ins Netz.

Nach einer Doppelchance der Gäste durch Mirco Gohr und Michael Weigelt, bei der Gebhardt nach 74 Minuten das 1:3 verhindert, dreht der WSC noch einmal auf – und so das Spiel. Zunächst gibt’s nach einem Eckball einen zweiten Ball für die Werner, den Marius Nowak mit einem tollen 20-Meter-Schuss zum Ausgleich nutzt (84.).

Und als Kozlik in der Nachspielzeit auf links den Ball geschickt auf Bacak durchsteckt und der von Maisinger im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden kann, macht Schwerbrock vom Punkt aus alles klar.

„Der Elfmeter war berechtigt, der Werner Sieg nicht“, sagt SVL-Trainer Stemmann. „Toll, wie meine Jungs geackert haben. Meiner Meinung nach war unser Sieg verdient. Langschede hat ja nur lange Bälle gespielt“, meint hingegen WSC-Trainer Kurtulus Öztürk.

Werner SC: Gebhardt – Seifert, Schöpper, Saado (38. Jücker), Schnee – Simon – Eichhorst (81. Kozlik), Nowak – Schwerbrock, Thannheiser – Eisenbach (52. Bacak)

Tore: 1:0 (16.) Simon, 1:1 (42.) Richter, 1:2 (61.) Richter, 2:2 (84.) Nowak, 3:2 (90.+3) Foulelfmeter Schwerbrock

TuS Ascheberg – Union Lüdinghausen 2:1 (0:0). Der TuS schlug die akut abstiegsbedrohte Union dank Toren von Eike Schöpe und Hendrick Heubrock. Damit springt die Mannschaft von Holger Möllers in der Tabelle aktuell auf den fünften Rang, während Lüdinghausen angesichts von sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bei noch zwei Partien kaum noch zu retten ist.

In der ersten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein langweiliges Spiel. „Es ist auf beiden Seiten eigentlich überhaupt nichts passiert“, so TuS-Coach Holger Möllers. Nach dem Seitenwechsel kamen zunächst die Hausherren besser zum Zug, ehe aber auch die Gäste aus Lüdinghausen zu guten Gelegenheiten kamen. „Man muss schon sagen das Lüdinghausen da drauf und dran war, in Führung zu gehen“, so Möllers.

Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte der Unparteiische nach einem kleinen Schubser auf den Punkt – Elfmeter für Ascheberg. Eike Schöpe verwandelte sicher (73.). Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss nach einem Konter durch Hendrik Heubrock (81.). Der Anschluss in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.

TuS: Kofoth – Höhne, Drees, Schröer (86. Hartwig), Hölscher (65. Heubrock), Kahlkopf, Bultmann, Naber, Schöpe, Füchtling, de Sousa (73. Westhues)

Tore: 1:0 (74.) Schöpe, 2:0 (81.) Heubrock, 2:1 (90.+3) Grewe - gu/luw

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