WSC-Trainer Öztürk gefällt vieles, einiges aber auch nicht

+
Starkes Spiel und cleveres Abwehrverhalten gegen Königsborn trotz einer frühen Gelben Karte: Kai Wintjes (rechts).

WERNE -  Der vom Ergebnis her gelungene Start in die zweite Serie der Bezirksliga 8, die Holper-Auftritte der Konkurrenten Wethmar (0:4 gegen Langschede), TuRa Bergkamen (1:2 gegen Kaiserau) und VfL Kamen (1:1 gegen Oberaden): Beim Werner SC, Tabellendritter hinter Husen-Kurl und Wethmar, ist der Landesliga-Aufstieg vermehrt ein Thema.

Natürlich nicht beim Trainer und bei der Mannschaft, versteht sich. „Wir schauen von Spiel zu Spiel“, bemüht Trainer Kurtulus Öztürk nach dem 1:0-Erfolg beim Königsborner SV die übliche Schutzphrase. Vieles gefällt am ersten Auftritt nach der Winterpause, einiges aber nicht.

„Alle haben sich reingehängt“, lobt Öztürk, sagt aber auch: „Teilweise haben die beiden Außen (Bacak, Thannheiser, d. Red.) mit den offensiven Durkalic und Schwerbrock vorne auf einer Linie gestanden nach dem Motto: Mit hinten hab’ ich nix zu tun“, sagt Öztürk, der die Gefahr solchen Handelns wenig später als Zaungast beim Abendspiel des VfL Kamen erkannte: „Eine Mannschaft, die offensiv so gut besetzt ist wie der VfL, die nutzt das gegen uns gnadenlos aus.“

Königsborn, sagt Öztürk, habe gegen die Werner Defensive (Aufstiegsreif: Erst sechs Gegentore auswärts) diese Mittel nicht gefunden.

Statt nur von Spiel zu Spiel – und damit zunächst auf den SuS Kaiserau am kommenden Wochenende – lohnt beim WSC der Blick auch auf die nächsten vier Begegnungen. Es sind echte Gradmesser: Bis zum 30. März folgen im Auswärts-/Heimrhythmus der VfL Kamen, Westfalia Wethmar, TuS Ascheberg und der SC Husen-Kurl.

„Ich bin froh, dass wir mit Wethmar und Kurl die beiden vor uns stehenden Mannschaften zuhause spielen können“, sagt Öztürk, der in Langschede, Nordkirchen, FC TuRa und VfL Kamen bis hinunter zu Platz sieben die Verfolger sieht. „Hätte Overberge in Husen-Kurl was geholt, hätte ich sie auch noch auf der Rechnung gehabt“, meint der WSC-Trainer.

Das Spiel in Königsborn hat am Sonntag an eine andere alte Weisheit erinnert: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr die Meisterschaft. Vor dem überragend haltenden Thomas Gebhardt machten Schnee und vor allem Seifert die Außen dicht, und Bastian Schöpper und Leon Heese räumten in der Innenverteidigung 99 Prozent dessen ab, was deshalb an hohen Bällen in den Strafraum flog.

Von A-Junior Heese ist Öztürk sowie angetan. „Ich hätte auch auf der Position spielen können, aber ich hätte nie so viele Kopfbälle gekriegt wie er“, meinte der Ex-Profi, und: „Ich habe ihm gesagt, dass ich nächstes Jahr mit ihm plane. Es wird in Kürze ein Vier-Augen-Gespräch geben.“ Dies wäre vor allem mit Blick auf den Ausstieg Schöppers am Saisonende aus beruflichen Gründen eine wichtige Personalie.

Heese kann vor allem eines: Sich auf den direkten Nebenspieler einstellen. Öztürk: „Mit mir, mit Schöpper, mit Saado – er hat mit allen schon gespielt. Und das super.“ - gu

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare