WSC vor dem Rückrundenstart variabel und breit aufgestellt

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WSC-Abwehrchef Hisham Saado (rechts) fällt am Sonntag in Königsborn aus.

WERNE -   Mit großer Zuversicht und viel Selbstvertrauen geht der Bezirksligist Werner SC in die zweite Saisonhälfte. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: eine gute Hinrunde, eine starke Vorbereitung mit einem finalen Testspielsieg gegen einen zwei Klassen höher angesiedelten Gegner und Neuzugänge, die für mehr Qualität und Konkurrenzkampf sorgen.

Zwar zog sich in der Partie am Sonntag gegen den BV Brambauer Abwehrchef Hisham Saado einen Bänderriss zu und fällt längere Zeit aus (wie lange muss noch eine MRT-Untersuchung zeigen), doch für diese Position zum Auftakt in Königsborn hat Spielertrainer Kurtulus Öztürk zwei Ersatzkandidaten. Er selber oder Bastion Schöpper kommen dafür in Frage: „Entweder der Alte oder der Junge“, heißt diese Personalie in Öztürks Worten.

Der 4:2-Erfolg gegen den Westfalenligisten wird dem Tabellendritten einen weiteren Schub geben. „Die sind zwar erst kurz im Training. Aber mal ehrlich: Wenn ich auf dem Niveau spiele, kann ich ein Jahr pausiert haben und weiß trotzdem, was ich machen muss.“

So war er auch nach diesem Ausrufezeichen zufrieden mit seiner Offensive: „Unsere Mannschaft war schwer zu verteidigen“, sprach er seinen Spielern ein Lob aus. Und auch beim abstiegsbedrohten Königsborner SV kündigt Öztürk eine offensive Ausrichtung an, auch wenn die Gastgeber sich mit fünf Spielern in der Winterpause verstärkt haben und am Sonntag mit 6:1 beim A-Kreisligisten Preußen Lünen siegreich waren.

„Wir wollen Vollgas geben, wie in allen anderen Spielen zuletzt auch. Ohnehin hat der große Teil der Mannschaft in der Vorbereitung gut mitgezogen“, sagt Öztürk an. So wird Daniel Durkalic als einzige Spitze auflaufen – und unterstützt werden von einem variablen ausgerichteten offensiven Mittelfeld. Ob in dieser Konstellation Neuzugang Necati Bacak einen Platz erhält, wollte Öztürk nicht verraten.

Der Neuzugang von Gurbet Spor Bergkamen, der gegen den „kleinen BVB“ zwei Tore erzielte, hat allerdings einen guten Eindruck hinterlassen – genau wie Marius Nowak (kam von Alemannia Scharnhorst). Nowak wird definitiv nicht dabei sein, da er im Urlaub weilt. „Wir wollten den Kader breiter und variabler machen. Das ist uns gelungen“, sagt Öztürk. Dazu tragen auch Eduard Fuchs, der in der Hinrunde lange fehlte, sowie Marcel Eichhorst und Nico Schmidt aus der Reserve bei, die nun ihre Chance erhalten sollen.

Fest vergeben ist hingegen die Postion der Nummer eins im Tor: Thomas Gebhardt wird am Sonntag im WSC-Gehäuse stehen. Die Rolle der Nummer zwei wird vermutlich an Sebastian Vorwick gehen. Chuck Germino, über weite Strecken der Hinrunde die Nummer eins, steht hinten an. „Von Chuck muss mehr kommen“, gibt Öztürk deim Keeper mit auf dem Weg.

Mit Blick auf die nächsten 16 Meisterschaftspartien sagt Öztürk: „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel. Natürlich geht der Blick dabei eher nach oben als nach unten. Wir wissen, dass in zwei Spielen allen vorbei sein kann“, will Öztürk weiter an der Tabellenspitze mitmischen.

Und schon jetzt geht auch der Blick auf die kommende Saison. Bis Ende März soll der Kader für die Spielzeit 14/15 stehen. Und dabei kann es auch sein, dass einige Ehemalige wieder für den WSC auflaufen. „Wir bekommen derzeit so viele Anfragen, dass ist Wahnsinn“, sagt Öztürk. Er wird aber auch auf den Markt in Bezug auf gut Spieler ohne Werner Bezug beobachten. Denn wer weiß, welche Herausforderung ab Sommer gemeister werden muss... - fraz

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