WSC-Aufgebot dünnt sich aus

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Kai Wintjes (rechts) hat sich beim Werner SC abgemeldet.

WERNE - Die erste Niederlage seit dem 9. November 2014 – drei schwerwiegend verletzte Leistungsträger nach dem Spitzenspiel. Die 0:1 (0:1)-Niederlage im Bezirksliga-Topduell beim VfL Kemminghausen am Pfingstmontag am Gretelweg vor etwa 1200 Zuschauern und die schlechten Nachrichten muss der Werner SC erst einmal verarbeiten.

Es war die erste Rückrundenniederlage am 12. Spieltag der zweiten Saisonhälfte –und danach hat sich die Ausgangssituation für den Sport Club (58 Punkte, 27 Spiele) im Dreikampf mit dem neuen Spitzenreiter VfL Kemminghausen (60, 26) und dem neuen Zweiten Wethmar (59, 27) verschlechtert.

Doppelter Bänderriss bei Chris Thannheiser

Abwehrchef Hisham Saado musste nach 13 Minuten vom Platz – wie schwer seine Verletzung ist, werden weitere Untersuchungen ergeben. Nach 27 Minuten musste Chris Thannheiser vom Platz – mit einem doppelten Bänderriss im Knöchel, wobei sich der Verdacht auf eine Verletzung des Syndesmosebandes nicht bestätigte.

Und gleich nach Wiederanpfiff in der 48. Minute erwischte es Top-Torjäger Daniel Durkalic mit Verdacht auf Muskelfaserriss.

Wenn es ganz dumm läuft, fallen die drei Leistungsträger für den Rest der Saison aus – bei Thannheiser besteht keine Hoffnung mehr, bei Durkalic nur geringe.

„Das sind ja irgendwo auch drei Säulen“, sagt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk. „Das war schon außergewöhnlich, dass ich zu Beginn der zweiten Halbzeit niemand mehr zum Warmmachen schicken musste, da ich nicht mehr wechseln durfte.“

In der Partie sei das taktische Konzept zunächst aufgegangen. „Und eine gewisse Enttäuschung ist da, weil es war ja mehr drin“, sagte Öztürk auch angesichts der klaren Chancen durch Schwerbrock und Winter zum Ausgleich und der 21-minütigen Überzahl nach der Ampelkarte gegen Kemminghausens Konya.

„Aber bei uns war auch der Schockzustand nach den Verletzungen zu spüren“, sagte Öztürk einschränkend mit Blick auf den Spielverlauf.

Das Geschehen vom Montag sollen die Spieler nun erst einmal in Ruhe aufarbeiten – am Dienstagabend gab es trainingsfrei. „Alle sollen jetzt erst einmal ein bisschen runterkommen“, sagt Öztürk nach dem Top-Duell.

Und der Trainer wird gefragt sein, nun seine Spieler wieder aufzurichten. Denn der zweite Platz ist ein lohnendes Ziel, da am Saisonende alle Vizemeister der zwölf Staffeln drei weitere Landesliga-Aufsteiger ausspielen werden.

Kemminghausen hingegen reichen drei Siege in vier Spielen, damit dem Aufsteiger aus dem Dortmunder Norden ein erfolgreicher Durchmarsch in die Landesliga gelingt.

Aber nicht nur die drei Verletzten sind die einzigen Personalien beim WSC. Mit Jussef Saado fiel auch ein Angreifer am Montag aus, der dem WSC hätte weiterhelfen können. Allrounder Oliver Winter steht wegen eines Urlaubs in den kommenden drei Wochen nicht mehr zur Verfügung.

Zwei Leute aus der zweiten Reihe stehen nicht mehr zur Verfügung. Mittelfeldspieler Kai Wintjes hat sich beim WSC abgemeldet, Özcan Saka spielt bei Öztürk keine Rolle mehr. „Er hat in den letzten sechs Wochen kein Interesse gezeigt. Also plane ich nicht mehr mit ihm“, sagt Öztürk.

Zu allem Unglück hat sich auch der noch nicht namentlich bekanntgegebene „Königstransfer“ (Öztürk) für die neue Spielzeit aus der Westfalenliga für das Mittelfeld einen Kreuzbandriss zugezogen. Dennoch sei der Kader groß genug und zudem bedient sich der WSC-Trainer in der Reserve – etwa mit Matti Bartsch. Denn noch ist das große Ziel Aufstieg nicht aus den Augen...

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