1000 Zuschauer beim WSC-Spitzenspiel?

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Im Hinspiel siegte Kemminghausen verdient in Werne.

WERNE - Der Dreikampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga (8) spitzt sich zu. Am viertletzten Spieltag empfängt der Tabellenzweite VfL Kemminghausen (57 Punkte, ein Nachholspiel gegen Hannibal) den Spitzenreiter Werner SC (58).

Westfalia Wethmar (56) hat parallel dazu mit dem Heimspiel gegen Eving-Lindenhorst eine Pflichtaufgabe zu lösen.

Die Partie am Gretelweg hat großes Interesse geweckt. Gut 1 000 Zuschauer werden dort am Montag erwartet, auch wenn VfL-Spielertrainer Giovanni Schiattarella sagt: „Die Meisterschaft wird in diesem Spiel noch nicht entschieden.“ Aber: Der Sieger kann es aus eigener Kraft schaffen.

Die Gastgeber gehen mit einer tollen Serie in die Partie. Sie haben in dieser Saison kein Spiel verloren und gewannen auch die Partie beim Sport Club (seit immerhin 13 Spielen ungeschlagen) beeindruckend mit 3:0. Güvenates, Pietryga und Fälker hatten bis zur 40. Minute für die Entscheidung gesorgt. Der VfL verteidigte sehr hoch, setzte den WSC früh unter Druck und nahm den Gastgebern so jegliche Wirkung.

Deren Trainer Kurtulus Öztürk stellte noch vor der Pause zur Schadensbegrenzung von einer Dreier-Abwehr auf eine Viererkette um – ein Modell, das auch in den vergangenen Wochen zum Einsatz gekommen ist.

Ob der VfL Kemminghausen in Bestbesetzung in der Anfangsphase ähnlich aggressiv auftreten wird wie im Hinspiel, das mochte Schiattarella nicht mitteilen: „Wir haben uns etwas überlegt. Mehr sag’ ich nicht.“ Möglich ist, dass der VfL den WSC ein wenig „locken“ möchte. „Die zeigen auch guten Reaktionsfußball und brauchen dabei Platz für ihre schnellen Stürmer. Wir dürfen denen auf keinen Fall ins offene Messer laufen“, sagt Öztürk.

Der Werner Trainer hatte im Hinspiel sein Sturmduo Bacak-Durkalic zu ersetzen und musste Minuten vor dem Anpfiff umbauen, weil sich Thannheiser beim Aufwärmen verletzt hatte. „Da spielten zum Beispiel Nowak, Saka und Wintjes. Es werden fünf, sechs andere Spieler auflaufen als noch im Hinspiel“, sagt Öztürk.

Dieses Mal ist der Ausfall von Angreifer Jussef Saado fix, dafür hat Julian Rohlmann seinen Urlaub umgeplant und steht für die linke Seite zur Verfügung. Gegen Oberaden versuchte es Öztürk dort mit Spielmacher Marc Schwerbrock, ging aber bereits nach 30 Minuten davon ab.

Angedacht ist von Öztürk als erste Variante, neben Simon einen zweiten Sechser aufzubieten und damit in einem 4-2-3-1 auf eine zweite „echte“ Spitze zu verzichten. Allerdings schließt der WSC-Trainer als zweite Variante nach den letzten Eindrücken auch eine Rückkehr zur Dreier-Abwehr nicht aus. „Mal sehen“, sagt Öztürk, „das Spiel muss sich entwickeln. Wir dürfen uns nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Man spielt ja nicht jede Woche vor so vielen Zuschauern...“

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