WSC nach dem 0:1 im Topspiel nun Dritter

WERNE - Der Werner SC hat das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga (8) beim VfL Kemminghausen mit 0:1 (0:1) verloren und die Tabellenführung an seine Gastgeber abgegeben.

Vor gut 1 200 Zuschauern am Gretelweg erzielt Mehmet Erdogan in der 29. Minute das Tor des Tages mit einem Foulelfmeter. Weil Mitkonkurrent Wethmar daheim mit 8:1 gegen Absteiger Eving-Lindenhorst gewinnt, fällt der WSC auf Rang drei zurück.

Das Team von Kurtulus Öztürk muss nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, hat dabei das schwierigste Restprogramm und nimmt als zusätzliche Hypothek aus dem Spiel drei wohl ernsthaft Verletzte (Hisham Saado, Thannheiser und Durkalic) mit in das Schlussprogramm.

Zum Spiel: Beide Mannschaften spielen mit einer Dreier-Abwehrkette und zwei hoch stehenden Außen. Die aber werden beim Sport Club immer wieder weit zurückgedrängt, ergänzen das hintere Trio fast zu einer Fünferkette. Der WSC versucht dabei, die Räume für die schnellen Leute in der VfL-Offensive dicht zu machen.

Das gelingt durchaus, doch leidet darunter die eigene Offensive. Der WSC löst sich von hinten oft recht gefällig, ist aber alles andere als gefährlich und besitzt vor der Pause keine erspielte Chance.

So wird auch in der achten Minute ein Angriff von der Abwehr der Gastgeber abgewehrt. Hisham Saado geht mit Güvenates zum Ball, foult den Kemminghauser im Zweikampf und verletzt sich dabei. Für ihn geht’s nicht weiter. Öztürk schickt für ihn Allrounder Oli Winter in die Abwehrzentrale.

Nach knapp 25 Minuten der nächste Schock für den WSC: Thannheiser steigt zum Kopfball hoch, knickt bei der Landung böse um – und muss ebenfalls raus. Für ihn kommt Bacak.

Der VfL wirkt insgesamt dominanter, braucht aber die Hilfe des Sport Clubs zur Führung. Leon Heese verliert im Strafraum das Duell mit Dustin Nehm, trifft den Kemminghauser hörbar am Knöchel. Schiri Kroll (Recklinghausen) zeigt sofort auf den Punkt (28.).

Beim Elfer von Mehmet Erdogan ist Keeper Rockel fast noch am Ball, doch die Kugel fliegt halbhoch ins Netz.

Dann wird der WSC ausgekontert. Einen Eckball von Schwerbrock wehren die Gastgeber ab, Güvenates gewinnt das Laufduell über 60 Meter mit Winter, doch wird der Winkel für einen präzisen Torschuss zu spitz (39.).

Nach dem Seitenwechsel will der WSC die Torsicherung nicht zu früh aufgeben. Nur zwei Minuten sind gespielt, da fasst sich Torjäger Daniel Durkalic bei einem Sprintduell an den Oberschenkel – auch er muss raus.

Dann fordern die WSC-Fans vergebens Elfmeter: Zunächst bekommt ein VfLer die Kugel nach einem Schuss von Bacak aus kurzer Distanz an den Unterarm. Schiri Kroll lässt weiterspielen (56.). Dann wird Bacak im Strafraum gefoult, doch Kroll hat gesehen, dass der Werner Angreifer sich den Ball zuvor mit der Hand vorgelegt hat und zeigt ihm Gelb (66.).

Drei Minuten später muss auf der Gegenseite Emre Konya nach Foul an Rohlmann mit Gelb-Rot vom Platz. VfL-Trainer Schiattarella stellt sofort auf eine Viererkette um, setzt auf verschärfte Defensive und den einen entscheidenden Konter (69.).

Der WSC erhöht in Überzahl das Risiko und den Druck: Schwerbrocks Freistoß pariert Keeper Wegner mit dem Fuß, dann schießt Rohlmann vorbei (83.). Die größte Chance besitzt Oli Winter, längst aus dem Abwehr- in das Sturmzentrum beordert: Nach einem 30-Meter-Aufsetzer von Joel Simon lässt Wegner den Ball nach vorne abprallen, doch der Werner kriegt die Kugel nicht am Keeper vorbei (85.).

Als die Gäste nur noch nach vorne denken und auf das inzwischen durchaus verdiente Tor drängen, macht der VfL fast das 2:0. Aber für Schürmann ist nach Zuspiel von Ruocco der Winkel zu spitz (90.+1) – Rockel rettet.

VfL: Wegner – Großkreutz, Erdogan (85. Pietryga), Bednarek, Konya, Homann, Stepputis, Müller, Nehm, Laske (70. Ruocco), Güvenates (68. Schürmann)

WSC: Rockel – Heese, H. Saado (13. Winter), Giffey – Simon – Leenders, Schwerbrock, Thannheiser (27. Bacak), Schnee – Durkalic (49. Seifert), Rohlmann

Tor: 1:0 (29.) Foulelfmeter Mehmet Erdogan

Zuschauer: etwa 1 200 am Gretelweg

Schiedsrichter: Kroll (Recklinghausen)

Bes. Vork.: Gelb-Rot Konya (VfL, 69.) für wiederholtes Foulspiel

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