WSC strauchelt erstmals beim 0:3 und verlässt Platz eins

WSC-Kepper Michael Rockel musste heute dreimal hinter sich greifen. - Foto: Zöllner

WERNE -  Zwölftes Spiel, erste Niederlage: Mit 0:3 (0:3) hat der Werner SC das Spitzenspiel der Bezirksliga (8) gegen den VfL Kemminghausen verloren – und damit auch die Tabellenführung. Die hat Westfalia Wethmar nach einem 1:0-Erfolg beim TuS Eving-Lindenhorst übernommen. Vor mehr als 300 Zuschauern, darunter Kemminghausens Edelfan Kevin Großkreutz, ist der Sieg für den VfL verdient.

Der WSC hat schon vor dem Anpfiff Probleme. Mit Bacak (Rot-Sperre) und Durkalic (Urlaub) fehlt nicht nur das etatmäßige Sturmduo, mit Thannheiser holt sich eine weitere Offensivkraft beim Aufwärmen eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Diese Ausfälle sind nicht zu ersetzen, auch wenn die Werner die erste Chance der Partie besitzen: Nach einer Leenders-Flanke von der linken Seite schießt Winter am ersten Pfosten knapp vorbei (4.).

Nach 13 Minuten gehen die Gäste in Führung. Özkan Saka, der die Position vonChris Thannheiser übernommen hat, verliert vor dem eingenen Strafraum den Ball fahrlässig an Pietryga. Der legt quer auf Güvenates, dessen Schuss für Rockel unhaltbar ist.

Schöner trifft auch ein Weltmeister nicht

Kemminghausen ist weiter aktiver und wird nach 22 Minuten mit dem zweiten Tor belohnt. 17 Meter vor dem Tor wird Pietryga von Schöpper gefoult, den Freistoß schießt er selbst von halblinks mit rechts über die Mauer hinweg – der Ball fliegt, unhaltbar für Rockel, unter die Latte und von dort ins Netz. Schöner hätte Weltmeister Großkreutz auch nicht treffen können.

Die Werner trifft dieses Tor umso härter. Öztürk will zunächst einmal bis zur Pause mehr Sicherheit ins Spiel seiner Mannschaft bekommen und macht aus der Dreier- eine Vierer-Abwehrkette mit zwei Sechsern davor.

Doch auch dieses Bollwerk ist löchrig und hält Kemminghausen nicht auf: Zunächst rennt Erdogan frei auf Rockel zu, bekommt die Kugel aber nicht richtig unter Kontrolle (34.), dann muss Schöpper in höchster Not gegen Güvenates retten (35.).

Das dritte Gegentor fällt trotzdem – und auch unter freundlicher Mithilfe der Werner Abwehr. Bei einem Eckball von Pietryga an den ersten Pfosten gehen Saado, Simon und Rockel gemeinsam mit Felix Fälker hoch. Der Kemminghauser bekommt noch eine Haarspitze an den Ball und befördert die Kugel über die Linie.

Nach der Pause verwaltet der VfL Kemminghausen das Ergebnis mit einem Plus an Ballbesitz, während dem Sport Club nichts mehr einfällt. Längst ist klar, dass der VfL als einziges Team der Liga ungeschlagen bleiben wird.

Die erste richtige Chance der zweiten Halbzeit besitzt Goertz für die Gäste mit einem Kopfball. Da sind bereits 73 Minuten gespielt. Sieben Minuten später kann der WSC das Ergebnis korrigieren. Leenders wird von Schwerbrock freigespielt und will Wegener mit einem Schlenzer ins lange Eck überwinden. Doch die Kugel fliegt direkt in die Arme des VfL-Keepers. Auch Schwerbrock darf es in der kurzen Nachspielzeit noch mit einem Freistoß versuchen, schnibbelt den Ball aber am Tor vorbei.

Werner SC: Rockel – Seifert, Saado, Schöpper – Simon – Nowak, Saka (46. Kozlik), Schwerbrock, Wintjes – Winter (62. Öztürk), Leenders

Torfolge: 0:1 (13.) Güvenates, 0:2 (22.) Pietryga, 0:3 (40.) Fälker - gu

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