Rafalski rettet WSC Remis in Kamen

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Bastian Sudhaus (links) und WSC-Torschütze Chris Thannheiser im Duell.

Werne - Mit dem 1:1 (0:0) beim VfL Kamen hat der Werner SC in der Fußball-Bezirksliga (8) den Kontakt zum Spitzenreiter VfL Senden vorerst verloren. Der stellt sich – mit dann sieben Punkten Vorsprung – am kommenden Sonntag im Lindert vor.

„Wir wissen, dass das Unentschieden zu wenig ist, aber es ist im Moment zu einfach, gegen uns ein Tor zu schießen“, meint WSC-Trainer Kurtulus Öztürk.

Auf dem gepflegten Grün im Kamener Jahnstadion zeigt der Sport Club in den ersten 40 Minuten ein gutes Spiel und hat, meint Öztürk, „gefühlt 70 Prozent Ballbesitz.“

„Das war aber auch so gewollt. Wir wollten uns nicht noch einmal so auskontern lassen wie kürzlich im Werner Turnier“, meint VfL-Trainer Marko Barwig, die 0:5-Niederlage aus der Vorbereitung noch im Hinterkopf.

Der Sport Club macht allerdings nichts aus der Überlegenheit. Ein Schuss von Leenders wird zur Ecke abgefälscht, einen weiteren von Rohlmann, der besser postierte Mitspieler übersieht, wehrt Jens Lassak mit dem Fuß ab. Das ist’s aber auch.

Und es rächt sich fast noch vor der Pause: Werner Ballverlust im Mittelfeld, Dustin Berndt entkommt Simons Grätsche und läuft alleine auf Rafalski zu. Der aber pariert den Schuss ins kurze Eck.

Nach dem Wechsel wird der VfL Kamen stärker und der WSC in seiner Arbeit nach hinten nachlässiger. Joel Simon muss in höchster Not gegen Bastian Sudhaus retten (55.), dann lässt Pascal Hirsch mit einem Gewaltschuss aus 25 Metern die Latte beben. Die Kugel springt von der Unterkante vor die Linie zurück.

Bis zur 72. Minute geht beim WSC nichts, dann zwingt Marvin Bruland – für den gelbrot-gefährdeten Klossek dabei – Jens Lassak mit einem Flachschuss aus 22 Metern zu einer Glanztat.

Auf der Gegenseite fällt das erste Tor. Der WSC schaltet zu behäbig um. Lassaks weiter Abschlag fliegt hinter die Abwehr, Dustin Berndt erläuft sich den Ball und ballert ihn unhaltbar für Rafalski rechts oben ins Eck (75.).

Öztürk verstärkt danach die Offensive, bringt Yilmaz sowie Jussef Saado – und wird dafür zunächst belohnt: König fährt gegen Thannheiser im Strafraum das linke Bein aus, foult den Werner Kapitän (81.). Der tritt selbst zum Elfer an, verlädt Lassak und trifft unhaltbar unten rechts.

Drei Minuten vor dem Ende wird der WSC – Folge des erhöhten Risikos – wieder ausgekontert. Bastian Sudhaus läuft über links davon, flankt flach auf Potthoff, doch der hat das Pech, dass Rafalski die Reaktion seines Lebens zeigt. „Wenn wir hier gewinnen, kann der WSC sich nicht beschweren“, sagt Marko Barwig. Für Werne ist es das dritte Spiel in Folge ohne Sieg.

Rafalskis Konkurrent um die Nummer eins, Michael Rockel, sitzt gegen seinen Ex-Verein übrigens nicht auf der Bank. Kurtulus Öztürk: „Er hat Magen-Darm und sich kurzfristig abgemeldet.“

Werner SC: Rafalski – Zilligen, H. Saado (78. J. Saado), Giffey – Klossek (64. Bruland), Simon – Rohlmann, Thannheiser, Leenders (78. Yilmaz) – Baslarli, Durkalic

Tore: 1:0 (75.) Berndt, 1:1 (82.) Elfmeter Thannheiser

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