WSC-Coach Öztürk: „62 Punkte reichen nicht“

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WSC-Trainer Kurtulus Öztürk.

WERNE -  Für die nächsten beiden Tage hat Kurtulus Öztürk andere Dinge im Kopf als Fußball. „Hundert statt drei Punkte zum Beispiel“, sagt der WSC-Trainer, denn so viele gibt es als Maximum in den drei Prüfungen, die er am Ende seiner kaufmännischen Ausbildung absolvieren muss.

Ein bisschen Prüfungsstress sei auch dabei, sagt der langjährige Profi, denn „ich war ja nicht erst gestern noch in der Schule – is’ ja ein bisschen her.“

Ab Donnerstag öffnet sich für ihn wieder der ungestörte Blick auf den Fußball und den Titelkampf in der Bezirksliga. Und auch da beginnen, sieben Spieltage vor dem Ende, die (Hoch-)Rechnungen: „62 Punkte – wie im letzten jahr für Husen-Kurl – werden definitiv nicht zur Meisterschaft reichen“, sagt Öztürk. Für Tabellenführer WSC und Kemminghausen sind maximal 72 möglich, für Wethmar 70. „Ich denke, 66 müssen es mindestens sein“, rechnet der WSC-Trainer hoch. Viele Ausrutscher sind da nicht drin. Öztürk: „Alles kann sich da ganz schnell drehen.“

Sein Kontrahent vom vergangenen Sonntag sieht nach dem Werner 3:0-Sieg allerdings keinen Drei-, sondern nur einen Zweikampf um die Meisterschaft. „Vor dem Spiel war ich mir sogar sicher, dass nur Kemminghausen Meister werden kann. Seit Sonntag weiß ich: Nur Wethmar wird das nicht. Die sind mir zu spielerisch“, sagt Alex Berger über die Chancen des WSC auf den Titel. Für den Trainer des SuS Kaiserau ist die Westfalia aus dem Rennen, obwohl sie auf die beiden Führenden nur zwei Punkte Rückstand hat. „Werne und Kemminghausen sind stabiler. Beide sind defensiv gut organisiert. Und die Abwehr gewinnt nun einmal Meisterschaften“, erinnert Berger an eine Regel, die schon zu Zeiten von Hennes Weisweiler und Ernst Happel immer wieder bemüht wurde.

Weniger als ein Gegentor pro Spiel

Mit Recht, wie ein Blick auf das Spitzenquartett zeigt. Spitzenreiter Werne (22) und der punktlgeiche VfL Kemminghausen (21) kassieren im Schnitt nicht einmal ein Gegentor pro Spiel, während Wethmar und Hannibal nach 23 Spielrunden bereits 31 bzw. 41 Gegentore auf dem Konto haben.

Der Werner Trainer und seine Spieler blenden alle Rechenspiele möglichst aus. Die Standardfloskel: „Wir schauen nur auf den nächsten Gegner.“ Neueren Datums zwar, aber mit der gleichen (hohen) Aussagekraft wie die Weisweilerschen Phrasen. Öztürk: „Bis zum 23. Mai und dem Spiel in Kemminghausen sind noch genug Punkte zu holen – oder auch nicht.“

Am Sonntag kommt der SC Dorstfeld. „Und das ist ein Gegner aus der Kategorie, den man schlagen muss – siehe Wethmar gegen Senden (0:2, d. Red.)“, sagt Öztürk. Personell entspannt sich die Liga in Richtung Saisonfinale, zumal Janis Leenders sowie Jussef und Hisham Saado zurückerwartet werden. „Für das heutige Training haben sich 19 Spieler angekündigt“, freut sich der WSC-Trainer.

Bei seinen Spielern will er „eine gewisse Mentalität“ spüren: Wissen, was man kann, dies auch zeigen, aber darüber nicht überheblich werden. Öztürk: „Ich sehe keine Gefahr, dass sie mit der jetzigen Situation nicht umgehen können.“ - gu

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