WSC nur 1:1 gegen Kaiserau, Ascheberg überzeugt

WERNE -  Ein Angriff auf die Spitze ist dem Werner SC in der Fußball-Bezirksliga (8) nicht geglückt: Während Tabellenführer SC Husen-Kurl sowie Westfalia Wethmar siegten, kam der Tabellendritte auf eigenem Platz über ein 1:1 (1:0) gegen den abstiegsbedrohten SuS Kaiserau nicht hinaus. Der TuS Ascheberg holte zudem ein 2:2-Remis beim SV Langschede

Bezirksliga 8: Werner SC – SuS Kaiserau 1:1 (1:0). „Wir müssen das 1:1 so mitnehmen. Kaiserau hat den Punkt verdient“, sagt WSC-Trainer Kurtulus Öztürk, dessen Kollege Alexander Berger gar nicht zufrieden ist.

Der WSC, mit der Startelf aus der Königsborn-Partie, beginnt recht ordentlich, steht mit seiner Grundordnung sehr sicher und nimmt so das Tempo aus dem Spiel der Gäste. Die erste gute Annäherung hat der Sport Club in der 3. Minute, als Necati Bacak über links enteilt und mit seiner Flanke Thannheiser findet. Dessen Schuss wird aber geblockt (3.). Acht Minuten später geht Schnee über rechts bis an die Grundlinie, doch dessen Flanke verpasst Durkalic um eine Fußspitze.

Die Kaiserauer versuchen sich in der Folgezeit damit, Hektik ins Spiel zu bringen, fordern nach einem Schuss von Timo Milcarek vehement Handelfmeter und protestieren bei fast jeder Aktion.

Erstmals gefährlich wird es für den WSC nach 26 Minuten bei einem Angriff des SuS über die rechte Seite. Florin Bittner taucht frei vor Gebhardt auf, doch klärt der Werner Keeper mit einer tollen Fußabwehr.

Die nächste Chance besitzt der WSC. Nach einem Foul von Nagel an Schwerbrock visiert Durkalic aus 24 Metern das rechte obere Toreck an, doch Torhüter Niesewicz reagiert super und lenkt den Ball ins Toraus.

Dann ist wieder der SuS an der Reihe. Als ein Distanzschuss von Schöpper geblockt wird, schaltet der Sport Club nicht schnell genug in den Abwehrmodus um. Nur Gebhardt reagiert richtig, eilt Kapitän Möller entgegen und klärt außerhalb des Strafraums. Eine Minute später fordern die Gäste erneut Elfmeter, als Schöpper gegen Möller zur Ecke klärt.

Drei davon gibt es in Folge, beim dritten schalten die Werner schnell. Necati Bacak holt sich den Ball im eigenen Strafraum, düst über die linke Seite los, spielt mit Schwerbrock – da noch im Mittelkreis – einen Doppelpass. Bacak eilt weiter die Linie entlang und passt im richtigen Moement auf Schwerbrock, der – inzwischen im Strafraum – aus gut elf Metern halbhoch und unhaltbar zum 1:0 trifft. Ein Kontertor für jedes Lehrvideo (45.).

„Ich habe gedacht, dass das Tor Rückenwind für zweite Halbzeit bringt“, meint Trainer Kurtulus Öztürk. Doch nach dem Seitenwechsel nimmt das spielerische Niveau immer mehr ab, die durch Kaiserau produzierte Hektik umso mehr zu. Die Gäste erreichen damit, was sie wollen. Der Sport Club steht zwar recht sicher, verliert aber im Aufbau völlig seine spielerische Linie und schafft es nicht einmal, gelegentliche Konter zu fahren.

Kaiserau ist andererseits in seinen Aktionen harmlos. So hilft ein Doppelfehler auf der linken Werner Seite den Gästen zum Ausgleich (75.). Bacak verliert das Duell gegen Nagel. Dann will Wintjes einen Eckball vermeiden, kickt den Ball aber genau vor die Füße von Timo Milcarek, der Gebhardt mit einem Flachschuss keine Chance lässt. Ein echtes Torgeschenk.

Für den Sport Club reicht es dieses Mal auch nicht zu einem seiner gefürchteten Last-Minute-Siege. Im Gegenteil: Vier Minuten vor dem Abpfiff taucht Yasin Öztürk frei vor Gebhardt auf, ballert über das Tor. Auf der Gegenseite prüft Schwerbrock noch einmal Keeper Niesewicz bei einem Freistoß, dann klärt L Schuster nach einem Werner Eckball. Richtig zwingend sind aber auch diese Aktionen nicht. Kurtulus Öztürk: „Ein ganz schlechtes Spiel. Ich habe es befürchtet – die ganze Woche schon.“

Werner SC: Gebhardt – Seifert, Heese, Schöpper, Schnee – Simon, Wintjes – Bacak (82. Fuchs), Thannheiser – Schwerbrock – Durkalic (82. Nowak)

Tore: 1:0 (45.) Schwerbrock, 1:1 (75.) T. Milcarek

SV Langschede – TuS Ascheberg 2:2 (0:2). Der TuS kommt beim Tabellenvierten aus Langschede zu einem Remis – vergibt dabei jedoch eine 2:0-Pausenführung. Damit behält das Team von Trainer Holger Möllers den Abstand von sechs Punkten auf die Abstiegsränge.

„Die erste Halbzeit war die beste, die wir seit langem gespielt haben“, sagte Aschebergs Coach. Durch Tore von Kahlkopf (33.) und Heubrock (37.) ging der Gast mit einer Führung in die Pause. „In der zweiten Halbzeit war Langschede besser und hat alles in die Waagschale geworfen. Tobias Kofoth hat einige Male noch gut pariert. Aufgrund der Chancen hätte das Spiel auch 4:4 ausgehen können. Insgesamt ist es ein Leistungsgerechtes Remis“, analysierte Möllers die Partie.

TuS: Kofoth -– Falke, Schröer, Kahlkopf, Bultmann, Sabe, Winkenstern (88. Naber), Heubrock (60. Drees), Westhues, Füchtling, de Sousa

Tore: 0:1 (33.) Kahlkopf, 0:2 (37.) Heubrock, 1:2 (56.) Richter, 2:2 (74.) Gohr

Bes. Vork.: Gelb-Rot für de Sousa nach Zeit- und Foulspiel (90.) - gu/luw

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