Werner SC baut die Tabellenführung aus

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Diese Szene führt zum 4:0 für den Werner SC. Schriefer (SuS Kaiserau) foult Durkalic Schwerbrock verwandelt anschließend den Elfmeter.

WERNE - Mit 4:1 (2:0) besiegt der Werner SC den SuS Kaiserau und baut den Vorsprung an der Spitze der Bezirksliga (8) auf fünf Punkte aus. Dabei muss der WSC 40 Minuten in Unterzahl spielen, weil Schnee die Rote Karte sieht.

Er verliert kurz nach dem Seitenwechsel die Nerven und streckt Milcarek mit einem Kopfstoß nieder.

Die Partie beginnt für die Gastgeber nach Maß. Keine drei Minuten sind gespielt, da flankt Bacak von links, Daniel Durkalic köpft gegen die Laufrichtung von Sascha Beher zum 1:0 ein. Kaiseraus Keeper kommt zwar an den Ball, aber erst hinter der Torlinie.

Der WSC macht weiter Druck, forciert ein Fast-Eigentor von Bremer (10.) und besitzt durch Bacak eine weitere Chance (12.). Eine Minute später trifft Necati Bacak zum 2:0. Nach Schöppers Steilpass kommt Beher viel zu früh aus seinem Kasten heraus, der Lupfer des Werner Angreifers wird so für ihn unerreichbar.

Kaiseraus Trainer reagiert, stellt Spielmacher Marc Schwerbrock mit Krampe einen ständigen Schatten an die Seite. Das macht sich nur bedingt bemerkbar, denn der Sport Club hat weitere Chancen durch Bacak (33.), Thannheiser (41.) und Schnee (42.). Dass die Gastgeber dabei das dritte Tor nicht machen, rächt sich fast. Wiggers steht auf einmal frei vor Germino, doch der Werner Keeper reageirt blitzschnell (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel sind keine 30 Sekunden gespielt, da vergibt Bacak die nächste Chance: Beher hält den Volley-Aufsetzer sicher. Nach 53 Minuten ist das Spiel für Schnee vorbei. Nach seinem Ballverlust auf Rechtsaußen gegen Milcarek setzt der Werner nach und foult seinen Gegenspieler bei vollem Tempo an der Mittellinie. Die Gesichter der Beiden geraten Sekunden später nahe aneinander, Schnee setzt den Kopfstoß. Schiri Mondring (Gladbeck) steht nicht einmal zwei Meter daneben – da gibt’s nur eine Entscheidung.

Trainer Öztürk stellt von der Dreier- auf die Viererabwehrkette um und bringt dafür Wintjes. Oli Winter kommt für Bacak, soll vorne Dampf machen. Nach ein paar Minuten ist der WSC auch in Unterzahl sattelfest.

Öztürks Plan geht nach 70 Minuten auf, denn Winter trifft zum 3:0. Nach einem Fehlpass von Schwerbrock ist dieser Angriff eigentlich Geschichte, doch Durkalic holt die Kugel zurück und passt quer auf Winter. Der lässt Schuster aussteigen und findet die Lücke zwischen Rakoczy und Beher zum 3:0. Der Flaschuss passt unten rechts auf den Zentimeter genau (70.).

Kurz darauf mus Abwehrchef Rakoczy eigentlich Rot sehen. Er bremst bei einem WSC-Konter Schwerbrock mit einem Griff ans Trikot aus – als letzter Mann. Schiri Mondring zeigt nur Gelb.

Nach 82 Minuten geht Schriefer im Strafraum ungeschickt in einen Zweikampf mit Durkalic – klarer Elfmeter. Schwerbrock verwandelt sicher unten links. Dass Pascal Kupfer in der Nachspielzeit den Ehrentreffer erzielt, ist nur eine Randnotiz wert.

WSC: Germino – Seifert, Saado, Schöpper – Simon – Leenders (59. Wintjes), Schwerbrock, Thannheiser (83. Akyüz), Schnee – Bacak (59. Winter), Durkalic

Tore: 1:0 (3.) Durkalic, 2:0 (12.) Bacak, 3:0 (70.) Winter, 4:0 (82.) Elfmeter Schwerbrock, 4:1 (90.+1) Kupfer

Bes. Vork.: Rot für Schnee nach Tätlichkeit (53.) - gu

Stimmen zum Spiel:

Alexander Berger (SuS): Es ist der Klassiker gegen Werne. Die bestrafen jeden Fehler gnadenlos. Wir haben die ersten beiden Tore hergeschenkt. Dass war eigentlich unser Todesstoß. Bei den Chancen von Wiggers kurz vor und kurz nach der Pause können wir wiederkommen. Ich denke nicht, dass Werne die drei Tore besser war.

Kurtulus Öztürk (WC): Nach dem frühen Zweinull machen wir den Fehler, dass wir uns da ein bisschen einlullen lassen und deren Spielweise annehmen. Nach dem Platzverweis haben wir die Ordnung schnell wieder gefunden und kaum etwas zugelassen. Die beiden Wechsel haben da frischen Wind gebracht. Wir haben die Pflicht erfüllt, fertig. Der Sieg ist am Ende auch in der Höhe verdient.

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