Das 1:1 gegen Kaiserau zeigt: WSC nur fast wie ein Top-Team

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Kaiserau unter Druck: Nach einem Eckball von Schwerbrock, auf den ersten Pfosten gespielt, verpasst Durkalic (10), bevor Schuster (7) auf der Linie klärt. Links klammern Joel Simon (27) und Rakoczy, während Torhüter Niesewicz sowie Nagel am zweiten Pfosten nicht mehr eingreifen müssen.

WERNE - „Werne ist super organisiert, spielt fast schon wie eine Spitzenmannschaft“, meinte Alexander Berger, Trainer des SuS Kaiserau, am Sonntag nach dem 1:1-Unentschieden seines Teams beim Werner SC. Aber eben nur fast, wie das Remis gegen das Kellerkind aus der Bezirksliga (8) unterstreicht.

Zu einer echten Spitzenmannschaft, das zeigte die Begegnung am Sonntag deutlich, fehlte in dieser hektischen Partie die Cleverness. Zu sehr ließen sich die Gastgeber auf alle Nebenschauplätze ein, die die Kaiserauer eröffneten. „So ein bisschen müssen wir uns schon dafür entschuldigen. Aber bei uns ist Abstiegskampf. Stünden wir auf dem achten Platz, würden wir das auch viel entspannter angehen“, sagte der Gästetrainer, Alexander Berger, in seiner Spielanalyse. In all der Hektik waren für die Werner die vielen verbalen Scharmützel interessanter – oder auch die Aufregung darüber, dass SuS-Torschütze Timo Milcarek seinen Treffer mit einem aufreizenden Jubellauf entlang der Werner Bank feierte.

„Haben uns sicher anstecken lassen“

„Wir haben uns da sicher anstecken lassen“, sagt Kurtulus Öztürk, „zumal fast alle Spieler unzufrieden waren mit ihrer Leistung und sich davon auch haben leiten lassen.“ Allerdings sieht Öztürk auch hier schon eine Verbesserung: „Ich denke, vor ein paar Monaten wäre das Spiel schlechter ausgegangen.“

Abgesehen davon, dass die Werner oft zu tief in der eigenen Hälfte gestanden haben: Öztürks Grundordnung lässt den Gegnern bemerkenswert wenig Chancen und offenbart Stärken auch im Detail – zum Beispiel beim Konter zum 1:0. Da wurde die fest einstudierte Spieleröffnung nach einem abgewehrten Eckball des Gegners lehrbuchreif umgesetzt.

„Deshalb sollten wir das nicht so negativ sehen. Wir haben in den letzten drei Spielen nicht verloren. Das ist auch eine kleine Serie“, sagt Öztürk. Dass die beiden letzten Heimspiele gegen Kellerkinder (Oberaden, Kaiserau) nicht gewonnen worden sind, sieht der WSC-Trainer auch nicht problematisch – obwohl die beiden nächsten Gäste im Lindert der Tabellenzweite Wethmar (16. März) und Spitzenreiter SC Husen-Kurl (30. März) sind.

„Da mache ich mir jetzt keine Sorgen“, sagt Öztürk, der nun dank der Karnevalspause gut zwei Wochen hat, um sein Team auf das schwere Auswärtsspiel beim VfL Kamen vorzubereiten. Auch mental. Denn im Jahnstadion wird es nicht ruhiger zugehen als am Sonntag. Schließlich ist es für den VfL die wohl allerletzte Chance, mit einem Sieg noch einmal in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen. - gu

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