Gelassenheit beim WSC vor Top-Spiel: „Husen-Kurl ist unter Druck“

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Kai Wintjes – hier gegen Rodrigo de Sousa – beackerte beim 3:1 in Ascheberg ziemlich jeden Quadratzentimeter Boden.

WERNE -  Gelassenheit beim Werner SC vor dem Bezirksliga-Spitzenspiel am Sonntag gegen Tabellenführer SC Husen-Kurl: Heute gibt’s beim Liga-Zweiten nach einer lockeren Bewegungseinheit das gemeinsame Derby-Erlebnis vor dem Fernseher. „Mal sehen, vielleicht spielen wir Dortmund gegen Schalke vorher im Training aus. Bei uns ist das halbe-halbe. Und die paar Bayern teilen wir dann auf“, scherzt Trainer Öztürk.

Die Lockerheit haben sich die Blau-Roten mit dem in Ascheberg kompromisslos erkämpften 3:1-Erfolg verdient – aber auch mit einer herausragenden Arbeit an den Übungsabenden. „Wir hatten letzten Dienstag 23 Mann im Training“, sagt Kurtulus Öztürk, der schon daraus eine gewisse Wettkampfhärte für seine Spieler generiert: „Wir spielen oft mit unserem Sturm gegen unsere Stammabwehr. Und ich kann nur sagen: Da geht es zur Sache – und da spielt eine starke Offensive gegen eine richtig starke Defensive.“

So geschult holte der Sport Club in den fünf Spielen der Rückrunde 13 von 15 Punkten mit einem Torverhältnis von 11:3. Vor allem die Defensive ist inzwischen sehr gut eingespielt. Die Abwehrkette mit Seifert und Schnee außen sowie den Innenverteidigern Schöpper und Heese ist seit Rückrundenbeginn unverändert – und unverändert gut. Das Zusammenspiel mit der Doppel-Sechs funktioniert, und auch die offensiven Kräfte leisten, bis auf kleinere Ausnahmen, sehr gute Arbeit nach hinten.

Beim SC Husen-Kurl sieht das anders aus. Sieben Punkte ließen die Dortmunder in der Rückrunde bereits liegen – überraschend alle auf ihrem Ascheplatz im Eichwaldstadion. „Ich denke, jetzt ist zumindest für Sonntag Husen-Kurl unter Druck“, sagt Öztürk, dessen Team erstmals die Tabellenführung übernehmen kann. Zwölf Spieltage lang – vom achten bis zum zwölften und vom 17. bis zum aktuell 23. – stand Husen an der Tabellenspitze.

Zuvor waren es Nordkirchen und Overberge, dazwischen war’s die Westfalia aus Wethmar, die aktuell punktgleich mit dem WSC (je 42) hinter Husen-Kurl (43) liegt. Und die im Falle eines Unentschiedens in Werne sogar als „lachende Dritte“ aus dem Wochenende hervorgehen kann. „Die müssen aber auch erst einmal in Kaiserau ihre Hausaufgaben machen“, sagt Öztürk.

Fehlen wird gegen Husen-Kurl Marc Schwerbrock, der sich im Training das Nasenbein gebrochen hat. Gestern wurde der Mittelfeld-Techniker operiert. „Alles gut verlaufen“, sagt Kurtulus Öztürk, „aber Husen ist für ihn zu früh – selbst mit Maske.“

Alternativen hat Öztürk aktuell reichlichst zur Verfügung: „Sicherlich kommen im Moment zwei, drei Mann zu kurz, aber es zählt nur die Mannschaft. Jetzt ist Charakter gefragt“, sagt er. Und den überprüft der WSC-Trainer auch schon mit Blick auf die kommende Saison. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit: Mitte April soll der Kader stehen.

Nicht mehr dabei sind ab sofort Fridolin Zinke und Jörn Holtmann. Zinke forciert sein Studium in Bochum, Holtmann fand nach seiner schweren Verletzung keinen Anschluss und ist auch beruflich eingespannt. Öztürk: „Wir haben jetzt einen sauberen Cut gemacht.“ - gu

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