WSC-Trainer Öztürk will Wende: „Gute Hinrunde nicht versauen“

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Zwei Kandidaten für die Startelf am kommenden Sonntag: WSC-Spielertrainer Kurtulus Öztürk und der lange verletzte Jussef Saado.

WERNE - Kurtulus Öztürk wollte den Tag ganz schnell vergessen. „Normalerweise schlafe ich nach Spielen nicht gut, aber Sonntag bin ich ganz früh schlafen gegangen“, erzählt der Spielertrainer des Werner SC, dem die Last-Minute-Niederlage beim TuS Hannibal (2:3) an die Nerven gegangen ist.

Sechs Gegentore aus den Niederlagen in den letzten beiden Spielen, da sah die bis dahin beste Abwehr der Liga nicht gut aus. „Jetzt ist sie es zurecht nicht mehr“, sagt Öztürk, dessen Mannschaft aus den letzten fünf Spielen nur einen Sieg gegen Schlusslicht Oberaden holte (2:0) – zu wenig für einen (inzwischen ehemaligen) Tabellenführer.

Am kommenden Sonntag folgt bei der TSC Eintracht die zweite Auswärtsaufgabe in Folge. „Ein schweres Spiel“, sagt Öztürk und erinnert an das jüngste Duell des TSC mit dem TuS Hannibal. „Da haben sie denen nach einem 1:3-Rückstand noch fünf Stück eingeschenkt. Das haben wir am letzten Sonntag nicht geschafft.“

Aber: Kurtulus Öztürk sieht Parallelen zur Rückrunde der vergangenen Saison, denn „da hatten wir eine ähnliche Phase.“ Lediglich zwei Unentschieden aus den fünf Spielen zuvor hatte der Sport Club geholt. Dann siegten die Werner durch Tore von Durkalic und Melser am 18. Mai mit 2:1 bei der Eintracht und leiteten damit ein versöhnliches Saisonfinale ein.

„Dieses Mal geht es für uns darum, in den letzten drei Spielen eine gute Basis für die zweite Serie zu legen. Insgesamt müssen wir aufpassen, dass wir eine eigentlich gute Hinrunde nicht versauen“, sagt Öztürk.

Auf das Spiel an der Flora bereitet sich der WSC-Trainer mit seinen Spielern akribisch vor. Auch Chris Thannheiser und Bastian Schöpper sind nach überstandenen Verletzungen ab Dienstag wieder im Training. Zwar wird Janis Leenders fehlen, eine Alternative in der Offensive kann aber Jussef Saado sein. Er ist weider ins Training eingestiegen, durfte aber bisher aus beruflichen Gründen nur eingeschränkt mitmachen. „Er muss eine Woche lang bei mir beschwerdefrei durchtrainieren, dann wird er wieder eingesetzt – vielleicht ja am Sonntag“, sagt sein Trainer.

Dann steht auch Leon Heese wieder zur Verfügung, so dass die Dreier-Abwehrkette mit Schöpper, Hisham Saado und eben Heese wieder ein Thema sein wird. Eine „Baustelle“ (Öztürk) bleibt die rechte Seite, auf der Sebastian Schnee nach seiner Rotsperre aus dem Nordkirchen-Spiel bis zum Ende des Jahres keine Partie mehr bestreiten wird. „Seit er nicht mehr dabei ist, da wissen wir, was wir an ihm haben“, sagt Öztürk über den offensiv ausgerichteten Verteidiger, der in dieser Saison bereits mehrere Treffer über seine Seite vorbereitet hat.

Schnee ist trotz der langen Sperre regelmäßig dabei und ziehe sein Training durch, sagt Öztürk.. „Er ist sehr positiv eingestellt und durchaus ein Stimmungsmacher; auch so kann man einer Mannschaft helfen“, meint der Trainer.

Öztürk ist insgesamt optimistisch gestimmt, dass er rechtzeitig vor dem Hinrundenfinale mit seiner Mannschaft die Kurve kriegen wird: „Die Jungs wissen ja, wie es geht, den nötigen Druck brauchst du auch“, sagt er, und: „Den haben wir jetzt definitiv.“ - gu

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