WSC ist gegen Schlusslicht Oberaden gefordert

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Ins Straucheln geraten sind Marc Schwerbrock und der WSC in Nordkirchen, haben sich mit dem 1:1 aber noch einmal abgefangen.

WERNE - Eine Woche vor dem Bezirksliga-Gipfeltreffen beim VfL Kemminghausen müssen die Spieler des Werner SC am Sonntag (15 Uhr) vor eigenem Publikum die Charakterfrage beantworten. Es geht für den Zweiten gegen das weit abgeschlagene Schlusslicht SuS Oberaden.

Kurtulus Öztürk ist optimistisch: „Über Charakter haben wir ein drei Viertel Jahr nicht reden müssen – und das will ich jetzt in den letzten fünf Spielen auch nicht“, sagt der Werner Trainer, schickt aber sogleich eine Warnung hinterher: „Wer am Sonntag glaubt, den Arroganten geben zu müssen, der ist für die nächsten Wochen raus. Wir müssen auch den Tabellenletzten respektvoll behandeln.“ Leisten kann sich der WSC-Trainer eine derartige Warnung allemal, denn: „Alle Studenten sind da, alle Schichtarbeiter – und eigentlich sind auch alle fit.“ Gestern Abend standen beim Abschlusstraining 21 Spieler parat. „90 Minuten lang voll durchziehen“ fordert Öztürk von seinen Mannen.

Den Gästen droht unter diesen Voraussetzungen gegen den besten Angriff der Liga (74) durchaus der 100. Gegentreffer in der laufenden Saison bei einem aktuellen Torverhältnis von 20:95. Das Team hat nicht mehr viel zu tun mit jener Mannschaft, die noch in der Schlussphase der Hinrunde unter Bernd Schawohl mit 2:1 gegen TSC Eintracht Dortmund gewann, Spitzenreiter Kemminghausen ein 0:0 abtrotzte und gegen den WSC auch nur mit 0:2 verlor. Tiefpunkt für den Absteiger: Die Absage des Punktspiels in Kemminghausen am 3. Mai. Immerhin ist das Bremühen da, die Saison mit Anstand abzuschließen.

In Anbetracht des üppig gefüllten Kaders denkt Öztürk („Ich habe Optionen ohne Ende“) über ein oder zwei Veränderungen nach. „Was aber keine Bestrafung wäre für das Einseins in Nordkirchen“, wie der WSC-Trainer sagt. Möglich, dass Heese in die Viererkette-Abwehrkette und Jussef Saado in den Startelf-Angriff rotieren werden.

Auf der Gegenseite kann Trainer Michael Pannicke mindestens auf einen 14er-Kader bauen. Michael Triller steht wieder zur Verfügung. Cengiz Kaz ist allerdings noch angeschlagen, Fabian Holtze steht nach seiner Knie-OP sowieso nicht zur Verfügung. „Ich möchte noch einmal betonen: Die Absage war eine einmalige Geschichte, das ging wirklich nicht anders. In Werne werden wir das Beste abliefern, was die Jungs derzeit können“, sagt Guido Tönnes, sportlicher Leiter am Römerberg. - gu

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