WSC: Germino kein tragischer Held – Öztürk ist wieder da

C. Germino

WERNE -  Nach nur einem Einsatz als Interimscoach wird beim Bezirksliga-Spitzenreiter Werner SC Axel Scheunemann am Sonntag schon wieder abgelöst.

„Das hat aber natürlich keine sportlichen Gründe. Denn Kurtulus Öztürk kehrt bereits in dieser Woche von seinem Kurzurlaub in der Türkei aus privaten Gründen früher als geplant zurück“, sagt Assistenztrainer Scheunemann. Spielertrainer Öztürk wird bereits am Donnerstag das Training wieder leiten.

Das turbulente 4:4 am Sonntag in Dorstfeld war für Scheunemann fast logisch: „Wenn zwei so offensivstarke Mannschaften aufeinandertreffen, fallen eben viele Tore“, erklärt der einstige Torhüter, der mit dem Sport Club auch im neunten Saisonspiel ungeschlagen blieb und immer noch drei Punkte Vorsprung hat.

Nach seinem Geschmack hätten es für sein Team durchaus zwei weniger sein können – und macht für ein Gegentor Keeper Chuck Germino verantwortlich. Denn beim 2:3-Gegentreffer ging der Freistoß in die Mauerrecke ins Tor. „Und das war jetzt auch nicht so ein Schuss mit Effet oder von einem begnadeten Freistoßschützen geschossen. Der Ball lief relativ gerade ins Tor“, benannte Scheunemann Germinos Fehler. Bei den anderen Toren war der 23-Jährige machtlos, zumal beim 3:3 nach Andreas Bernings Sololauf die gelb-belastenen Verteidiger lieber nicht zu einem taktischen Foul griffen.

Dezimiert war der Sport Club dann ab der 67. Minute doch: Chuck Germino verhinderte mit einem Handspiel außerhalb des Strafraums das sichere 3:5 in der wechselvollen Partie, in der der Sport Club nach dem frühen 0:1 zwischenzeitlich 3:1 führte.

„Im Grunde ist es für Chuck bitter gelaufen“, sagt Scheunemann. Germino kam nur durch die Verletzung von Stammkeeper Michael Rockel vom 28. September in Langschede ins Tor und machte seine Sache danach gut. „Er hat uns durch seine Rote Karte im Spiel gehalten. Bei einem 3:5 wären wir wohl nicht mehr zurückgekommen“, sagte Scheunemann, und ergänzt: „Er ist aber kein tragischer Held. Ein Held wäre er gewesen, wenn er die Mauer richtig gestellt hätte.“

Immerhin hat sich Germino in den Dienst der Mannschaft gestellt. Und diese Vorlage nutzten seine Mitspieler in Unterzahl und machten durch Joel Simon noch das 4:4.

Leenders fraglich, zwei Spieler gesperrt

„Die Mannschaft hat sich den Ausgleich verdient“, sagte Scheunemann. Und fast wäre sogar noch ein Sieg rausgesprungen, wenn in der Schlussphase Daniel Durkalic eine seiner drei guten Chancen genutzt hätte.

So blieb es vor der Partie gegen den FC Nordkirchen bei einem Zähler. In dem Derby, dass Scheunemann als ähnlich schwer einschätzt wie die Dorstfeld-Partie, wird neben den gesperrten Schnee und Germino vermutlich auch Torschütze Janis Leenders wegen seines Studiums in Karlsruhe fehlen. - fraz

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